Welche Unterlagen es zu dieser Leuchte überhaupt gibt
Bei einer Markenleuchte kannst du in ein Datenblatt und in eine Bedienungsanleitung schauen, hier nicht. Ein technisches Datenblatt oder eine Montageanleitung von Klighten ließ sich nicht finden. Die Markenseite klighten.de ist eine Werbeseite mit Kategorietexten und Kundenstimmen, sie hat weder einen Download- noch einen Servicebereich und verlinkt ausschließlich auf Amazon. klighten.org und klighten.fr sind gleich gebaute Verkaufsseiten, klighten.com löst im DNS auf keine nutzbare Serveradresse auf, klighten.net existiert nicht. Auch das Angebot selbst hilft nicht weiter: Der Abschnitt Benutzerleitfaden enthält nur die zwei Attribute Montageart und Montageort, ein Dokument liegt dort nicht bei. Der Amazon-Block zur verantwortlichen Person, in dem die Angaben zum EU-Verantwortlichen stehen müssten, liefert statt der Daten eine Ladefehlermeldung.
Was es gibt, ist ein einziges, dafür belastbares Papier: das EU-Produktdatenblatt nach der Verordnung 2019/2015 mit der Modellkennung A310/2-3000K und der EPREL-Nummer 2269366. Als Lieferant ist Klighten über GAVIMOSA CONSULTORIA in Madrid eingetragen, als Bevollmächtigter die ERP EUROPE LTD, und das Dokument nennt den 14. November 2020 als Datum, ab dem das Modell auf dem Unionsmarkt in Verkehr gebracht wurde. Dieses Datenblatt ist eine Pflichtangabe für die Energieverbrauchskennzeichnung, und es beschreibt ausschließlich die Lichtquelle. Über Sensor, Gehäusedichtung und Montage steht dort nichts. Für alles, was mit dem Bewegungsmelder zu tun hat, bleibt der Angebotstext die einzige Quelle. Diese Trennung ist der Schlüssel zu dieser Seite, deshalb steht sie hier als Tabelle. Wir messen nicht im Labor, wir vergleichen Unterlagen und benennen, wo eine Zahl nur im Angebotstext auftaucht.
| Angabe | Wert | Woher der Wert stammt |
|---|---|---|
| Leistungsaufnahme | 24,0 Watt, 24 Kilowattstunden je 1000 Stunden | EU-Produktdatenblatt |
| Nutzlichtstrom | 1500 Lumen im breiten Kegel von 120 Grad | EU-Produktdatenblatt |
| Ähnliche Farbtemperatur | 3000 Kelvin | EU-Produktdatenblatt |
| Farbwiedergabe | Index 82, R9-Wert 3, Farbkonsistenz 2 MacAdam-Ellipsen | EU-Produktdatenblatt |
| Energieeffizienzklasse | G | EU-Produktdatenblatt und Amazon-Attributtabelle |
| Äußere Abmessungen | 210 Millimeter hoch, 110 breit, 110 tief | EU-Produktdatenblatt |
| Sockel, dimmbar, farblich abstimmbar | kein Sockel, nicht dimmbar, nicht abstimmbar | EU-Produktdatenblatt |
| Schutzart | IP65 | nur Angebotstext und Titel |
| Erfassung bei Bewegung | 3 bis 5 Meter | nur Angebotstext |
| Abschaltung | nach 20 bis 40 Sekunden | nur Angebotstext |
| Lichtquellen | vier COB-Module | nur Angebotstext |
| Erfassungswinkel des Sensors | keine Angabe | fehlt in allen Unterlagen |
| Empfohlene Montagehöhe | keine Angabe | fehlt in allen Unterlagen |
Alles, was in der rechten Spalte nur im Angebotstext steht, ist damit nicht automatisch falsch. Es ist aber durch kein Herstellerdokument gedeckt, und du kannst es vor dem Kauf nirgends nachlesen. Genau in dieser Spalte stehen die drei Angaben, auf die es bei einer Leuchte mit Bewegungsmelder ankommt.
24 Watt und 1500 Lumen: für ein Gehäuse oder für zwei?
Der erste Merkmalspunkt des Angebots formuliert die Helligkeit ungewöhnlich offen. Dort steht, die Leuchte bestehe aus zwei Wandleuchten mit je 12 Watt und 750 Lumen, sodass die Gesamthelligkeit 24 Watt und 1500 Lumen erreiche. Amazon führt diese Artikelnummer in der Variantenmatrix aber als Einzelstück, während dieselbe Produktfamilie ausdrücklich auch Zweierpacks enthält, die dieselben 24 Watt im Titel tragen. Das EU-Produktdatenblatt hilft nur teilweise: Es nennt für die Modellkennung A310/2-3000K eine Leistungsaufnahme von 24,0 Watt, einen Verbrauch von 24 Kilowattstunden je 1000 Stunden und 1500 Lumen, gibt als äußere Abmessungen aber 210 mal 110 mal 110 Millimeter an, also die Maße eines einzelnen Gehäuses.
Sauber auflösen lässt sich dieser Widerspruch aus den vorliegenden Unterlagen nicht. Praktisch heißt das: Wenn du eine bestimmte Helligkeit brauchst, rechne im ungünstigen Fall mit 750 Lumen je Gehäuse und frage den Verkäufer vor dem Kauf, welcher Wert für ein einzelnes Stück gilt. Lies die 24 Watt im Titel nicht als gesicherte Eigenschaft dieses einen Artikels, sondern als Angabe, die in dieser Produktfamilie für Einzelstücke und Zweierpacks gleichlautend verwendet wird.
Ein zweiter Punkt im selben Merkmalstext ist rechnerisch großzügig. Dort wird die Leuchte mit einer normalen Glühlampe von 120 Watt verglichen. 1500 Lumen liegen darunter: In einer Lumen-Watt-Tabelle landet dieser Wert eher bei einer Glühlampe um 100 Watt. Dazu kommt, dass das Herstellerdatenblatt die 1500 Lumen ausdrücklich als Nutzlichtstrom in einem breiten Kegel von 120 Grad ausweist, während eine Glühlampe rundum strahlt. Die beiden Zahlen beschreiben also nicht dasselbe. Wenn du wissen willst, wie viel Licht an Eingang oder Auffahrt ankommen soll, ist die Frage, wie viel Lumen eine Fläche braucht, der bessere Einstieg als ein Glühlampenvergleich.
Reichweite und Erfassungswinkel des Bewegungsmelders
Das ist der Punkt, an dem diese Leuchte entweder passt oder enttäuscht, und genau hier sind die Angaben am schwächsten. Der Angebotstext schreibt, die Leuchte schalte nachts bei Bewegung in einer Entfernung von 3 bis 5 Metern ein. Ob damit ein Radius rund um die Leuchte, ein Durchmesser oder die seitliche Reichweite quer zur Blickrichtung gemeint ist, steht nirgends. Ein Erfassungswinkel für den Sensor wird gar nicht genannt. Die im Text auftauchenden 120 Grad gehören nicht zum Melder, sondern zum Lichtkegel, den du über acht Lamellen zwischen 0 und 120 Grad verstellst. Diese Verstellung ändert die Form des Lichts, nicht die Empfindlichkeit, die Nachlaufzeit oder den Erfassungsbereich. Auch die Montagehöhe fehlt, obwohl ein Passiv-Infrarot-Sensor je nach Höhe völlig unterschiedlich weit reicht.
Wie stark diese Zuordnung die Bedeutung einer Meterzahl verändert, zeigen gut dokumentierte Sensorleuchten. Beim Steinel XLED ONE S führt der Hersteller radiale und tangentiale Reichweite getrennt auf: Die beworbenen 12 Meter gelten für Bewegung quer zum Sensor, für den frontalen Zugang nennt das Datenblatt 3 Meter. Beim Steinel RS 20 S definiert die Anleitung die Reichweite ausdrücklich als Durchmesser auf dem Boden bei 2,5 Metern Montagehöhe, aus 8 Metern werden dadurch rund vier Meter in jede Richtung. Dieselbe nackte Zahl kann also je nach Lesart ein Vielfaches an Fläche bedeuten oder einen Bruchteil davon. Bei dieser Leuchte fehlt die Zuordnung vollständig, und deshalb lässt sich aus 3 bis 5 Metern keine Fläche berechnen. Wir tun es auch nicht.
Aufschlussreich ist ein Blick auf Klightens eigene Verkaufsseite klighten.org. Dort werden für ein anderes 24-Watt-Modell mit Bewegungsmelder 3 bis 8 Meter, 120 Grad Erfassungswinkel und 30 Sekunden bis 3 Minuten Abschaltzeit genannt. Diese Werte gehören zu einem anderen Gehäuse und lassen sich nicht auf dieses Modell übertragen. Sie zeigen aber, dass die Marke solche Angaben grundsätzlich macht, für diesen Artikel jedoch nicht. Wer eine breitere Einfahrt abdecken will und dafür eine belegte Reichweite mit Winkel und Montagehöhe braucht, ist mit einem Strahler mit dokumentierter Erfassungsgrafik besser bedient.
Nachlaufzeit, Dämmerung und was du nicht einstellen kannst
Der Angebotstext nennt eine Abschaltung nach 20 bis 40 Sekunden. Das ist kurz, und es ist als feste Eigenschaft formuliert, nicht als Einstellbereich. Zur Dämmerungsschwelle heißt es nur, die Leuchte schalte tagsüber automatisch ab und nachts automatisch ein. Ein Lux-Wert, ab dem der Sensor freigibt, fehlt. Damit bleibt offen, ob die Leuchte bereits in der Abenddämmerung reagiert oder erst bei völliger Dunkelheit.
Ebenso offen ist, ob es überhaupt Regler für Empfindlichkeit, Leuchtdauer und Helligkeitsschwelle gibt. Ohne Anleitung lässt sich das nicht klären, und der Unterschied fällt am Montagetag auf: Bei der Sensorleuchte RS 20 S stehen eine stufenlos einstellbare Nachlaufzeit von 5 Sekunden bis 15 Minuten und eine Dämmerungsschwelle von 2 bis 2000 Lux im Datenblatt des Herstellers, dazu eine Erfassungsgrafik. Hier gibt es zu beidem kein Papier, nur einen Satz im Angebotstext.
Zwei Dinge sind dagegen klar belegt. Das EU-Produktdatenblatt trägt bei dimmbar ein Nein und bei farblich abstimmbar ebenfalls ein Nein. Du kannst also weder die Helligkeit noch die Lichtfarbe verändern, und ein Dimmer in der Zuleitung ist damit ausgeschlossen. Wenn du eine Leuchte suchst, die dir nach dem Aufschließen oder beim Ausladen des Kofferraums noch zwei Minuten Licht lässt, sind 20 bis 40 Sekunden knapp bemessen. Plane das ein, oder suche nach einem Modell, dessen einstellbare Nachlaufzeit in einer Anleitung steht.
Schutzart, Befestigung und der Anschluss an 230 Volt
Titel und Merkmalstext nennen die Schutzart IP65 und beschreiben ein Aluminiumgehäuse mit dreischichtigem Dichtungsdesign. Wichtig ist die Herkunft dieser Angabe: IP65 steht ausschließlich im Angebot. Das EU-Produktdatenblatt kennt kein Feld für die Schutzart, und die Amazon-Attributtabelle schreibt nur pauschal wasserdicht. IP65 bedeutet staubdicht und geschützt gegen Strahlwasser aus einer Düse. Es bedeutet nicht, dass die Leuchte untergetaucht, in Dauernässe oder im feuchten Erdreich betrieben werden darf. Von beiden Formulierungen ist das schlichte wasserdicht die irreführendere.
Zur Elektrik ist die Lage eindeutig. Die Attributtabelle führt die Stromversorgung als kabelgebunden, ein Stecker ist nicht vorgesehen, die Leuchte wird fest an eine 230-Volt-Zuleitung angeklemmt. Das EU-Produktdatenblatt trägt bei der Art des Sockels einen Strich und weist die Leuchte als Netzspannungslichtquelle aus: Die vier COB-Module sind fest verbaut, ein Leuchtmittel kannst du nicht wechseln. Am Ende der Lebensdauer ist deshalb die komplette Leuchte fällig, samt der zugehörigen Elektroarbeit.
Für den Anschluss selbst gilt, was Leuchtenhersteller in ihre Sicherheitshinweise schreiben: Eine Leuchte, die über Anschlussklemmen an die Netzleitung kommt, bedeutet eine Arbeit an der Netzspannung und gehört in die Hand einer Elektrofachkraft, die nach den örtlichen Installationsvorschriften arbeitet. Im Außenbereich kommt hinzu, dass Anschlussdose und Kabeleinführung fachgerecht abgedichtet sein müssen, sonst nützt eine hohe Schutzart am Gehäuse wenig. Das Angebot verspricht, dass alle für die Montage nötigen Teile beiliegen, welche das sind, sagt es nicht. Wer im Freien Licht braucht und keine feste Zuleitung hat, ist mit einer Solarlösung näher an der Aufgabe, auch wenn deren Datenlage eigene Grenzen hat.
Vor dem Kauf am Montageort nachmessen
- Den Abstand vom geplanten Montagepunkt zu dem Weg oder der Tür, die du wirklich beleuchten willst, und die Höhe, in der die Leuchte sitzen kann. Solange keine belegte Reichweite vorliegt, ist das deine einzige belastbare Grundlage.
- Den Platz für das Gehäuse: laut EU-Produktdatenblatt 210 Millimeter Höhe, 110 Millimeter Breite und 110 Millimeter Tiefe, also Ausbaumaß von der Wand.
- Ob an dieser Stelle eine dauerhaft anliegende 230-Volt-Zuleitung mit Anschlussdose vorhanden ist, denn ein Stecker ist nicht vorgesehen.
- Ob die Wand in dieser Höhe eine Dübelbefestigung trägt und ob am Montagepunkt kein Wasser von einer Dachkante direkt auf das Gehäuse läuft.
Lichtfarbe, Farbwiedergabe und Flimmern nach dem EU-Datenblatt
Hier ist die Datenlage überraschend gut, weil das EU-Produktdatenblatt Werte enthält, die in Angeboten sonst fehlen. Laut Hersteller liegt die ähnliche Farbtemperatur bei 3000 Kelvin, also im warmweißen Bereich, der Farbwiedergabeindex bei 82 und der R9-Wert, der die Wiedergabe von sattem Rot beschreibt, bei 3. Ein R9-Wert in dieser Größe ist bei Außenlicht üblich und heißt in der Praxis, dass rote Farbtöne matt wirken. Die Farbkonsistenz gibt der Hersteller mit 2 MacAdam-Ellipsen an, was dafür sorgt, dass zwei Leuchten nebeneinander sichtbar dieselbe Lichtfarbe zeigen. Das ist an einer Hauswand mit zwei Leuchten links und rechts der Tür ein echtes Argument.
Für das Flimmern nennt das Datenblatt eine Flimmer-Messgröße von 0,3 und eine Messgröße für Stroboskop-Effekte von 0,3. Beide Werte liegen deutlich unter den Grenzwerten, die die EU seit 2021 für neue Lichtquellen verlangt. Der Lichtstromerhalt ist mit 0,96 angegeben, der Lebensdauerfaktor mit 1,00 und der Verschiebungsfaktor mit 0,48. Eine Nennlebensdauer in Stunden fehlt, ebenso ein Messabstand für Lux-Werte. Bei der Leistungsaufnahme im Bereitschaftszustand trägt das Datenblatt 0,00 Watt ein. Diese Angabe gilt nach der Verordnung für die Lichtquelle; ein Bewegungsmelder, der rund um die Uhr überwacht, braucht dennoch Strom, und wie viel das ist, sagt keine der Unterlagen.
Die Energieeffizienzklasse lautet G, das schlechteste Feld der Skala von A bis G. Das klingt schärfer, als es hier ausfällt: 1500 Lumen aus 24,0 Watt ergeben rechnerisch 62,5 Lumen je Watt, und dieser Wert erklärt die Einstufung. Der Verbrauch steht ebenfalls im Datenblatt, nämlich 24 Kilowattstunden je 1000 Betriebsstunden. Eine Leuchte mit Bewegungsmelder läuft aber nicht 1000 Stunden im Jahr, sondern bei 20 bis 40 Sekunden Nachlaufzeit nur wenige Stunden, weshalb die Klasse für deine Stromrechnung weniger aussagt als bei einer Leuchte im Dauerbetrieb. Wie sich Watt und Betriebsstunden in Kosten umrechnen, steht in unserer Übersicht zu Stromverbrauch und Kosten von LED-Licht.
Namensgleiche Varianten, ein zweites Angebot und eine Fremdmarke
Wer diese Leuchte kauft, sollte wissen, wie unübersichtlich das Umfeld ist. Amazon führt unter derselben Produktfamilie Ausführungen in Weiß, Schwarz, Dunkelgrau, Grau, Rostrot und Anthrazit, jeweils als Einzelstück und als Zweierpack, und alle tragen 24 Watt im Titel. Wie wenig die Merkmalstexte dabei zur einzelnen Variante gehören, zeigt ein Satz in diesem Angebot: Dort wird ein Gehäuse beschrieben, das mit weißer wasserabweisender Farbe beschichtet ist, verkauft wird unter dieser Nummer aber Anthrazit. Der Text ist offenbar von einer anderen Farbvariante übernommen.
Daneben existiert ein zweites Angebot mit exakt demselben Titel. In seiner Attributtabelle stehen ein Leuchtmittel und der Sockel GU24, während dieses Angebot vier Leuchtmittel und keinen Sockel führt. Beide Angaben können nicht gleichzeitig stimmen, und ein Sockel für ein wechselbares Leuchtmittel passt zu keinem Gehäuse mit fest verbauten COB-Modulen. Auf derselben Produktseite steht zusätzlich ein wortgleich aufgebautes Angebot der Marke vatato mit denselben Kernzahlen. Das Gehäuse wird also offenbar unter mehreren Markennamen verkauft.
Für dich heißt das zwei Dinge. Erstens: Verlass dich nicht darauf, dass ein Merkmalstext, ein Bild oder eine Bewertung, die du zu einer dieser Nummern findest, tatsächlich zu dem Artikel gehört, den du in den Warenkorb legst. Zweitens: Prüfe Farbe und Stückzahl in der Variantenauswahl und vergleiche sie mit dem Titel, bevor du bestellst. Bei einer Leuchte, die fest an die Wand kommt und deren Anschluss die Zeit einer Fachkraft kostet, ist eine Rücksendung wegen der falschen Stückzahl besonders ärgerlich. Eine Übersicht weiterer Einzelchecks findest du im Datencheck-Bereich.
Was offen bleibt und wie wir die Leuchte einordnen
Diese Angaben fehlen in allen Unterlagen
- Die empfohlene Montagehöhe und der Erfassungswinkel des Sensors. Ohne beides lässt sich die Angabe von 3 bis 5 Metern nicht in eine abgedeckte Fläche umrechnen.
- Die Dämmerungsschwelle in Lux und die Frage, ob Empfindlichkeit, Leuchtdauer oder Helligkeitsschwelle überhaupt einstellbar sind.
- Ein Prüfnachweis für die Schutzart IP65. Sie steht in keinem Herstellerdokument, sondern nur im Angebotstext und im Titel.
- Jede Aussage zur Blendung, ein UGR-Wert sowie das Verhalten gegenüber Haustieren und vorbeifahrenden Autos. Gerade der letzte Punkt entscheidet an einer Straße darüber, wie oft die Leuchte nachts anspringt.
- Der Messabstand für die Lichtangaben und die Nennlebensdauer in Stunden.
Unsere Einordnung
Diese Leuchte scheitert nicht an ihrer Technik, sondern an ihren Papieren. Was das EU-Produktdatenblatt belegt, ist für eine Außenleuchte in dieser Klasse unauffällig bis solide: 3000 Kelvin, Farbwiedergabeindex 82, niedrige Flimmerwerte und eine engere Farbkonsistenz, als man in dieser Preisklasse erwarten würde. Genau die drei Angaben, die im Alltag entscheiden, stehen dagegen nur im Angebotstext, und zwei davon in einer Form, die sich leicht zu groß liest.
In die Irre führt vor allem der Vergleich mit einer Glühlampe von 120 Watt. 1500 Lumen liegen darunter, und sie gelten laut Datenblatt für einen Kegel von 120 Grad, nicht rundum. Wer außerdem 24 Watt und 1500 Lumen als Wert für ein Gehäuse liest, kann bei der Einzelvariante mit deutlich weniger Licht dastehen als erwartet. Und wer wasserdicht als beliebige Nässe versteht, montiert die Leuchte womöglich an einer Stelle, für die IP65 nicht ausgelegt ist. Keiner dieser Punkte macht das Produkt untauglich, sie verschieben nur die Erwartung, und zwar jeweils nach unten.
Sinnvoll kaufen kannst du sie, wenn die Aufgabe klein und klar umrissen ist: ein Hauseingang, eine Nebentür, ein kurzer Weg, vorhandene feste Zuleitung, kurzes Licht genügt. Für eine breite Einfahrt, für eine gezielte Erfassung ohne Fehlauslösungen an der Straße oder für eine einstellbare Nachlaufzeit brauchst du ein Modell mit Datenblatt und Anleitung. Und weil hier im Außenbereich fest an 230 Volt angeschlossen wird, gehört der elektrische Teil unabhängig vom Kaufpreis in fachkundige Hände, zusammen mit einer abgedichteten Kabeleinführung. Für Wohnräume ist diese Leuchte ohnehin nicht gedacht, sie gehört an die Hauswand.
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