Start/Datenchecks/Steinel XLED home 2 XL S, LED-Strahler mit 180-Grad-Bewegungsmelder, 2124 Lumen laut Hersteller, IP44

Datencheck Außenbeleuchtung

Steinel XLED home 2 XL S: 10 Meter Reichweite gelten nur quer, Klasse E ist knapp erreicht

Das Angebot wirbt mit 10 Metern Reichweite. Laut Datenblatt gelten sie nur quer zum Sensor, frontal sind es 5 Meter und 39 statt 157 Quadratmeter Erfassungsfläche. Dazu kommt eine knappe Rechnung: 2124 Lumen bei 19,3 Watt sind 110,05 Lumen je Watt, Klasse E beginnt bei 110. Das Register und die Anleitung führen dieselbe Klasse.

Stand: 20. Oktober 2026

KI-gestützter Text redaktionell geprüft · Bilder sind echte Produktfotos, keine KI-Bilder · Details

Passt, wenn: Du suchst eine fest verdrahtete Leuchte mit Bewegungsmelder für Einfahrt, Hof oder Terrasse, die du auf etwa zwei Metern Höhe seitlich zur Gehrichtung montieren kannst. Dafür ist der XLED home 2 XL S gebaut, und er ist besser dokumentiert als die meisten Außenstrahler: Steinel liefert Produktseite, Datenblatt und Anleitung, dazu steht das Gerät im EU-Produktregister. Die Zahl, die über den Kauf entscheidet, fehlt im Angebot: Die beworbenen 10 Meter gelten laut Datenblatt nur quer zum Sensor, frontal sind es 5 Meter. Außerdem liegen 2124 Lumen bei 19,3 Watt rechnerisch bei 110,05 Lumen je Watt, und Klasse E beginnt bei 110. Mehr Spielraum hat das Gerät nicht. Dimmen, Grundlicht und App-Bedienung bietet diese Ausführung nicht.

Steinel XLED home 2 XL S im Überblick: was belegt ist

Der Steinel XLED home 2 XL S (Artikelnummer 030070, EAN 4007841030070) ist ein fest montierter Wandstrahler für außen mit eingebautem Infrarot-Bewegungsmelder. Die Herstellerunterlagen sind vollständig: eine Produktseite, ein Datenblatt und eine Bedienungsanleitung. Laut Hersteller liefert er 2124 Lumen bei 19,3 Watt, 3000 Kelvin warmweiß, eine Farbabweichung von SDCM 3 und einen Erfassungswinkel von 180 Grad. Schutzart IP44, Schutzklasse II und ein Temperaturbereich von minus 20 bis plus 40 Grad stehen in beiden Herstellerdokumenten gleich.

Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, die Abdeckung aus opalem Kunststoff, die Maße betragen laut Hersteller 161 mal 180 mal 240 Millimeter. Beim Gewicht weichen die Angaben leicht ab: Die Produktseite nennt 0,614 Kilogramm, die Anleitung 0,620 Kilogramm, das Angebot 0,630 Kilogramm. Das Datenblatt führt kein Gewicht. Für die Montage spielt der Unterschied von 16 Gramm keine Rolle, für die Frage, wie sorgfältig Angebotstexte gepflegt sind, schon.

Den Farbwiedergabeindex nennt die Anleitung mit Ra 82, das Datenblatt gibt die Spanne 80 bis 89 an. Der Sensor braucht im Dauerbetrieb 0,50 Watt Standby, der Netzstrom liegt bei 113 Milliampere, der Leistungsfaktor bei 0,74. Steinel gibt eine Herstellergarantie von fünf Jahren an. Eingestellt wird das Gerät über zwei Potentiometer an der Unterseite, eine Vernetzung ist bei dieser Variante nicht vorgesehen. Die Anleitung weist es außerdem als Produkt mit einer Lichtquelle der Energieeffizienzklasse E aus.

Ein Wort zur Quellenlage: Die Zahlen auf dieser Seite stammen aus den drei Steinel-Dokumenten, dem EU-Produktregister und dem Amazon-Angebot, das wir ausdrücklich als Anbieterangabe behandeln. Wir haben das Gerät nicht in der Hand gehabt und nichts gemessen. Alles, was nach Praxis klingt, ist eine Auslegung der Herstellerunterlagen und als solche gekennzeichnet. Hast du das Gerät bereits montiert, ersetzt deine Beobachtung unsere Auslegung.

Die entscheidende Zahl steht nicht im Angebot: tangential gegen radial

Das Angebot wirbt mit einer maximalen Reichweite von 10 Metern. Das Datenblatt trennt dagegen zwei Fälle. Tangential, also quer zum Sensor, sind es 10 Meter Radius und 157 Quadratmeter Erfassungsfläche. Radial, wenn du also direkt auf die Leuchte zugehst, nennt Steinel 5 Meter Radius und 39 Quadratmeter. Als Montagebereich gibt die Erfassungsgrafik 1,80 bis 4,00 Meter an, optimal sind 2 Meter.

Die Flächenangaben lassen sich nachrechnen. Bei einem Erfassungswinkel von 180 Grad ist die Fläche ein Halbkreis, also Kreiszahl mal Radius zum Quadrat geteilt durch zwei. Für 10 Meter ergibt das 157,1 Quadratmeter, für 5 Meter 39,3 Quadratmeter. Beide Herstellerwerte stimmen damit. Die Fläche schrumpft beim Wechsel von quer auf frontal auf ein Viertel, weil der Radius sich halbiert und die Fläche mit dem Quadrat des Radius geht.

Was das für dich bedeutet, hängt von deinem Weg ab. Für eine Zufahrt, an deren Ende der Strahler an der Garagenwand sitzt, gilt der radiale Wert: Wer frontal auf die Leuchte zufährt oder geht, wird erst auf 5 Metern erfasst. Bei einer Gehgeschwindigkeit von rund 1,4 Metern pro Sekunde (unsere Annahme) vergehen von der Erfassung bis zur Leuchte etwa 3,6 Sekunden. Sitzt der Strahler dagegen an der Hauswand neben dem Weg, läuft die Person quer durch den Erfassungsfächer, und die 10 Meter greifen. Genau das schreibt auch die Anleitung: Die sicherste Bewegungserfassung entstehe bei seitlicher Montage ohne Sichthindernisse wie Bäume oder Mauern.

Die Justierung ist großzügig. Der Sensor lässt sich horizontal um 180 Grad schwenken und vertikal um 90 Grad kippen, das LED-Panel um 180 Grad in beide Richtungen. Ein Unterkriechschutz ist vorhanden. Über den beiliegenden Abdeckaufkleber lassen sich einzelne Linsensegmente abdecken, um die Reichweite einzuschränken und bekannte Störstellen auszublenden. Wer die Lichtmenge auf einer Fläche einschätzen will, sollte Erfassung und Beleuchtung trennen: Der Sensor sieht 157 Quadratmeter, das Licht fällt dagegen nur dorthin, wohin du das Panel richtest.

Als Größenordnung, ausdrücklich als eigene Modellrechnung ohne Verluste: Verteilte man alle 2124 Lumen gleichmäßig über die tangentiale Erfassungsfläche, ergäben sich im Mittel rund 13,5 Lux. Über die radiale Fläche wären es rund 54 Lux. Die echte Verteilung ist ungleichmäßig, die Mitte des Lichtkegels ist heller, der Rand dunkler. Ein Messwert zur Beleuchtungsstärke steht in keiner Unterlage, mehr dazu im Abschnitt über offene Fragen. Für eine Grundorientierung bei der Lichtplanung hilft der Licht-Planer, die Umrechnung von Lumen in Raumhelligkeit erklärt Wie viel Lumen pro Raum.

Lumen, Watt und Klasse E: die Rechnung mit offenem Rechenweg

Die Energieeffizienzklasse einer Lichtquelle folgt aus einer Gesamt-Netzspannungslichtausbeute, die in Anhang II der Verordnung (EU) 2019/2015 beschrieben ist: Nutzlichtstrom geteilt durch Leistungsaufnahme im Ein-Zustand, multipliziert mit einem Faktor aus Tabelle 2. Es gibt vier Faktoren, sie hängen von zwei Merkmalen ab. Ungebündelt und am Netz betrieben gilt 1,000, ungebündelt ohne direkten Netzanschluss 0,926, gebündelt am Netz 1,176 und gebündelt ohne direkten Netzanschluss 1,089.

Das EU-Produktregister (Registriernummer 1162671) führt den Strahler als ungebündelte (NDLS) und netzbetriebene (MLS) Lichtquelle. Damit gilt der Faktor 1,000. Die Rechnung lautet 2124 Lumen geteilt durch 19,3 Watt gleich 110,05 Lumen je Watt. Die Klassengrenzen der Verordnung: E ab 110, D ab 135, C ab 160, B ab 185, A ab 210, F ab 85. Klasse E stimmt also mit der Anleitung und dem Register überein. Das Datenblatt rundet auf 110 Lumen je Watt.

GrößeWertRechenweg
Lichtausbeute110,05 lm/W2124 geteilt durch 19,3
Faktor laut Register1,000NDLS und MLS
Klasse E ab110 lm/WVerordnung (EU) 2019/2015
Höchste Leistung für Klasse E bei 2124 lm19,31 W2124 geteilt durch 110
Abstand zur Klassengrenze0,05 lm/W110,05 minus 110

Der Befund ist der geringe Spielraum. Eine Leistungsaufnahme von 19,4 Watt statt 19,3 ergäbe bei gleichem Lichtstrom 109,5 Lumen je Watt und damit Klasse F. Das heißt nicht, dass die Angabe falsch ist: Sie ist durch drei Quellen gedeckt und rechnerisch richtig. Es heißt, dass die Klasse E für dieses Gerät eine Zahl an der Kante ist und keine Reserve. Wer vergleicht, sollte das wissen und nicht den Buchstaben für ein Qualitätsmerkmal halten, das über Nachkommastellen hinaus etwas sagt.

Die Gegenprobe gegen die Schwestermodelle zeigt etwas, das die Namen nicht verraten: Das kleinere XLED home 2 S liefert 1550 Lumen bei 13,7 Watt, also 113,1 Lumen je Watt. Das XLED home 2 SC liegt bei 1550 Lumen und 13,8 Watt, also 112,3 Lumen je Watt. Der größere XL S ist damit nicht effizienter, sondern etwas weniger effizient. Der Mehrlichtstrom von 574 Lumen kostet 5,6 Watt zusätzlich, das sind 102,5 Lumen je zusätzlichem Watt. Wer mehr Licht will, zahlt dafür überproportional mit Strom.

Wo Datenblatt und Anleitung sich widersprechen

Bei zwei Einstellwerten sagen die Herstellerquellen nicht dasselbe. Die Datentabelle im Datenblatt nennt eine Zeiteinstellung von 5 Sekunden bis 35 Minuten und eine Dämmerungseinstellung von 2 bis 1000 Lux. Die Symbolleiste auf derselben Seite desselben Datenblatts nennt dagegen 8 Sekunden bis 35 Minuten und 2 bis 2000 Lux. Die Bedienungsanleitung bestätigt die zweite Variante und ergänzt die Werkseinstellungen: 8 Sekunden Nachlaufzeit und 2000 Lux, also Tagbetrieb. Das Amazon-Angebot folgt der Anleitung.

Auch bei der Lebensdauer stehen zwei Zahlen nebeneinander. Das Datenblatt nennt 50.000 Stunden nach L70B10, die Anleitung eine mittlere Bemessungslebensdauer von mehr als 60.000 Stunden nach L70B50 bei 25 Grad. Die beiden Angaben unterscheiden sich im Ausfallanteil (B10 gegen B50): Bei B10 darf höchstens ein Zehntel der Geräte unter 70 Prozent des Anfangslichtstroms gefallen sein, bei B50 die Hälfte. Das erklärt, warum die B50-Zahl höher ausfällt, und es ist kein Widerspruch, sondern zwei Auslegungen derselben Kennlinie. Das ist unsere Einordnung der Norm-Kurzzeichen, keine Aussage des Herstellers.

Datenblatt und Anleitung führen außerdem beide das Kühlsystem HCMC aus hochwärmeleitendem Magnesium-Composite neben der Lebensdauer von 50.000 Stunden. Dass das eine das andere bewirkt, behauptet nur der Angebotstext. Das Wort innovativ aus dem Angebot ersetzen wir nicht durch eine Wertung, wir lassen es weg.

Praktisch sind die Unterschiede klein, für die Erwartung aber wichtig. Verlass dich beim Einstellen auf das Papier, das dem Gerät beiliegt, und nicht auf eine Zahl aus einem Angebotstext oder auf die Datentabelle des Datenblatts. Rechnerisch spielt die Lebensdauer ohnehin eine kleine Rolle: Bei zwei Stunden Betrieb am Tag, also 730 Stunden im Jahr (unsere Annahme), wären 50.000 Stunden rund 68 Jahre. Dass die Elektronik oder der Sensor früher ausfällt als die LED, ist wahrscheinlicher als der Lichtstromverlust, eine Zahl dazu steht aber in keiner Unterlage.

Anschluss, Betriebskosten, Grenzen und das Lebensende

Der Strahler hängt an einer festen Zuleitung mit 220 bis 240 Volt und 50 bis 60 Hertz. Weil er in Schutzklasse II ausgeführt ist, muss der Schutzleiter laut Anleitung nicht angeschlossen werden, verbunden werden nur Außenleiter und Neutralleiter. Steinel schreibt ausdrücklich, dass es sich bei der Installation um eine Arbeit an der Netzspannung handelt und dass sie fachgerecht nach den länderspezifischen Installationsvorschriften auszuführen ist. Für Deutschland nennt der Hersteller die VDE 0100. Diese Arbeit gehört deshalb in die Hand einer Elektrofachkraft, ebenso wie eine Prüfung der Zuleitung im Außenbereich.

Die Schutzart IP44 ordnest du so ein: Die erste Ziffer 4 bedeutet Schutz gegen feste Fremdkörper ab 1 Millimeter, die zweite Ziffer 4 Schutz gegen Spritzwasser aus allen Richtungen. Das genügt für eine Wand unter einem Dachüberstand oder frei an der Hauswand bei Regen. Wasserdicht im Sinne von Untertauchen ist erst die zweite Ziffer 7, Strahlwasser nach 5 oder 6. Eine Einordnung für Bad und Außenbereiche liefert IP-Schutzart im Bad. Steinel gibt den Betrieb von minus 20 bis plus 40 Grad an.

Weitere Hinweise, die in Angebotstexten selten auftauchen: Zwischen Strahler und WLAN-Router oder Access Point sollen mindestens 3 Meter Abstand liegen, und die Leuchte darf nicht auf leicht entflammbaren Oberflächen montiert werden. Steinel nennt das Gerät ausdrücklich nicht dimmbar und ohne Grundlichtfunktion. Für Einbruchmeldeanlagen ist es laut Hersteller nicht geeignet, weil die dafür nötige Sabotagesicherheit fehlt. Als Ursachen für ungewollte Schaltvorgänge nennt die Anleitung Wind in Bäumen und Sträuchern, Tiere im Erfassungsbereich, Autos auf der Straße sowie plötzliche Temperaturwechsel durch Witterung oder Abluft aus Ventilatoren und offenen Fenstern.

Zum Stromverbrauch eine Beispielrechnung mit offengelegten Annahmen (unsere, nicht die des Herstellers): zwei Stunden Leuchtzeit am Tag, 730 Stunden im Jahr, bei 19,3 Watt sind das 14,1 Kilowattstunden. Dazu kommt der Sensor mit 0,5 Watt in den übrigen rund 8030 Stunden, also etwa 4,0 Kilowattstunden. Zusammen sind das gut 18 Kilowattstunden im Jahr, bei einem angenommenen Strompreis von 35 Cent je Kilowattstunde rund 6,30 Euro. Gut ein Fünftel davon entsteht im Bereitschaftsbetrieb. Die Grundlagen zu solchen Rechnungen stehen in LED-Stromverbrauch und Kosten.

Und es gilt der harte Satz aus der Anleitung: Die Lichtquelle ist nicht ersetzbar, das Betriebsgerät ist nicht austauschbar. Am Ende der Lebensdauer wird also der komplette Strahler ersetzt, und das ist auch der Grund, warum das Register ihn als Lichtquelle führt. Bei fest verbauter LED entscheidet die Haltbarkeit der Elektronik über die Nutzungsdauer, nicht der Lichtstrom allein.

Was keine Quelle beantwortet

Beide Herstellerdokumente beantworten nicht, wie viel Licht auf einer bestimmten Fläche ankommt. Es gibt kein Lichtstärkediagramm, keine Lux-Werte in Abständen und keinen Abstrahlwinkel des Panels in den Unterlagen, die wir gefunden haben. Auch der Registerdatensatz führt keinen Wert dafür. Die Mittelwerte von 13,5 und 54 Lux aus dem zweiten Abschnitt sind deshalb eine Obergrenze ohne Verteilung und kein Maß für den Lichteindruck.

Ebenso fehlen Angaben dazu, wie stark die Leuchte blendet und wie viel Streulicht Richtung Nachbargrundstück fällt. Bei 2124 Lumen, einer opalen Abdeckung und frei schwenkbarem Panel hängt beides von deiner Montage ab, und Steinel sagt dazu nichts Konkretes. Wenn Nachbarn betroffen sein können, ist das die Frage vor dem Kauf. Ebenso unbeantwortet bleibt, wie zuverlässig der Sensor bei Temperaturen nahe den Grenzwerten schaltet: Die Anleitung nennt Temperaturwechsel als Störquelle, aber keine Zahl.

Das Register führt zusätzlich Flimmer- und Stroboskopwerte (Flimmermetrik 1, Stroboskopeffektmetrik 2) und Lichtstromerhalt 0,98 sowie Überlebensfaktor 0,9. Wie diese Registerwerte gemessen wurden, steht nicht im Datensatz, und das Datenblatt wiederholt sie nicht. Wir deuten sie hier nicht als Aussage über das Flimmern im Alltag. Nicht gefunden haben wir außerdem einen Prüfbericht zur Schutzart, zur Lebensdauerkurve oder zur Reichweite, die Zahlen sind Herstellerangaben.

Ein Registereintrag der Marke trägt dieselben Werte (2124 Lumen, 19,3 Watt, Klasse E) unter der Modellkennung LS-0024, wir können nicht belegen, dass er zum selben Gerät gehört. Zur Klasse sagen die Unterlagen und das Register ohnehin dasselbe, das Ergebnis ändert sich nicht. Das Gerät hatten wir nicht in der Hand, die Praxis (Schaltverhalten, Blendung, Gehäuseverarbeitung) ist deshalb ohne dokumentierten Praxistest.

Abgrenzung zu den Schwestermodellen und für wen der XL S passt

Die Bedienungsanleitung deckt vier Varianten ab, und die Unterschiede sind größer, als die ähnlichen Namen vermuten lassen. Das XLED home 2 S liefert 1550 Lumen bei 13,7 Watt und ist mit 218 Millimetern niedriger. Das XLED home 2 SC bringt ebenfalls 1550 Lumen bei 13,8 Watt, lässt sich aber über Bluetooth und die Steinel Connect App einstellen, kennt einen Dauerlichtbetrieb und eine Zeiteinstellung von 5 Sekunden bis 60 Minuten. Das XLED home 2 ohne Zusatz hat gar keinen Bewegungsmelder. Nur die hier besprochene Ausführung XL S erreicht 2124 Lumen bei 19,3 Watt.

VarianteLichtstrom und LeistungLichtausbeute (Rechnung)Besonderheit laut Hersteller
XLED home 2 XL S2124 lm bei 19,3 W110,05 lm/WHöhe 240 mm, Drehregler
XLED home 2 S1550 lm bei 13,7 W113,1 lm/WHöhe 218 mm
XLED home 2 SC1550 lm bei 13,8 W112,3 lm/WBluetooth, Dauerlicht, bis 60 Minuten

Wer bereits den XLED ONE S kennt, sollte nicht von derselben Baureihe ausgehen: Jenes Modell hat ein Aluminiumgehäuse mit Glasabdeckung, Schutzklasse I und 2050 Lumen und wird bei uns separat im Datencheck zum Steinel XLED ONE S eingeordnet. Als Wandleuchte mit E27-Fassung und wechselbarem Leuchtmittel ist die Steinel L 12 S eine andere Geräteklasse, mit integriertem Sensor und festem Gehäuse gibt es außerdem die EGLO Grottazzolina. Wer ganz ohne Leitung arbeiten will, findet im Datencheck zu Solarleuchten die kabellose Alternative zu Strahlern wie diesem. Für Lichtfarben und Kelvin hilft Lichtfarbe und Kelvin.

Er passt, wenn du eine fest verdrahtete Leuchte für Einfahrt, Hof oder Terrasse suchst, einen Elektriker für den Anschluss hast, auf etwa zwei Metern Höhe montieren kannst und die Bewegung überwiegend quer am Sensor vorbeiläuft. Er passt auch, wenn dir warmweißes Licht mit 3000 Kelvin und eine Hersteller-Garantie von fünf Jahren wichtig sind und du keine Bedienung per App brauchst.

Er passt nicht, wenn Menschen frontal auf die Leuchte zugehen, etwa am Ende einer langen Zufahrt, weil dann nur 5 Meter und 39 Quadratmeter gelten. Er passt nicht, wenn du dimmen möchtest, ein dauerhaftes Grundlicht für die Terrasse brauchst oder später per App eingreifen willst: Dann ist die SC-Variante die bessere Basis. Ebenso nicht, wenn du eine Einbruchmeldeanlage anbinden willst, oder wenn du ein austauschbares Leuchtmittel erwartest. Unser Fazit: Für uns der klarste Kompromiss ist ein Strahler, der seitlich zum Weg sitzt und dessen Helligkeit du nicht nachregeln musst. Plane zuerst die Montageposition und erst danach die Helligkeit. Die Einordnung der Quellen erklärt So bewerten wir.

Quellen und Transparenz

Diese Seite entsteht aus Unterlagen, nicht aus einem eigenen Labor. Unten stehen alle Quellen, die dafür geöffnet wurden, und daneben ausdrücklich jede Aussage, die eine eigene Rechnung oder Einordnung ist.

Geprüfte Quellen

Eigene Rechnung, Auslegung oder Zuordnung

  • manufacturerDocCount steht auf 3: Produktseite, Datenblatt und Bedienungsanleitung aus dem Steinel-Shop. Das EU-Produktregister ist ein Eintrag des Herstellers und nicht als Dokument mitgezählt. Die Anleitung deckt vier Varianten ab, die Zuordnung der Werte zum XL S folgt den Spalten der Anleitung und der Artikelnummer im Datenblatt.
  • Die Rechnung 2124 geteilt durch 19,3 gleich 110,05 Lumen je Watt, der Faktor 1,000 für ungebündelte netzbetriebene Lichtquellen und die Zuordnung zu Klasse E ab 110 ist unsere eigene Rechnung aus Registerwerten und der Verordnung. Der Registereintrag weist die Klasse E selbst aus, den Rechenweg nennt er nicht.
  • Die Aussagen 19,31 Watt als höchste Leistung für Klasse E, 109,5 Lumen je Watt bei 19,4 Watt und 0,05 Lumen je Watt Abstand zur Grenze sind unsere eigenen Umstellungen der Klassenformel und stehen so in keiner Unterlage.
  • Die Flächenprüfung der Erfassung als Halbkreis (157,1 und 39,3 Quadratmeter) und die Aussage, dass die radiale Fläche ein Viertel der tangentialen ist, sind unsere eigenen Rechnungen. Die Herstellerwerte 157 und 39 Quadratmeter stimmen damit überein.
  • Die mittleren Beleuchtungsstärken 13,5 und 54 Lux sind unsere Division des Lichtstroms durch die Erfassungsfläche, ohne Verluste und ohne Lichtverteilung, und damit eine Obergrenze. Die Gehgeschwindigkeit von 1,4 Metern pro Sekunde und die daraus folgenden 3,6 Sekunden sind eine Annahme.
  • Die Unterschiede zwischen B10 und B50 und die Aussage, dass beide Lebensdauerangaben zwei Auslegungen derselben Kennlinie sind, ist unsere Einordnung der Kurzzeichen und keine Herstelleraussage. Die Umrechnung von 50.000 Stunden bei 730 Stunden im Jahr auf rund 68 Jahre ist unsere Rechnung.
  • Die Jahresrechnung mit 730 Stunden Leuchtzeit, 8030 Stunden Standby und 35 Cent je Kilowattstunde ist unsere eigene Beispielrechnung mit gekennzeichneten Annahmen und kein Tagespreis.
  • Die Rechnung 574 Lumen geteilt durch 5,6 Watt gleich 102,5 Lumen je zusätzlichem Watt sowie die Lichtausbeuten der Schwestermodelle (113,1 und 112,3) sind unsere Rechnungen aus Herstellerwerten der Anleitung. Die Zuordnung der Werte 1550 Lumen und 13,7 beziehungsweise 13,8 Watt stammt aus der Anleitung.
  • Die Auslegung der IP-Ziffern (4 gleich Fremdkörper ab 1 Millimeter, 4 gleich Spritzwasser) folgt der Systematik der Schutzartkennzeichnung und ist keine Aussage des Herstellers.
  • Die Einschätzung, dass die Elektronik eher ausfällt als die LED, und die Eignungsurteile im letzten Abschnitt sind redaktionelle Einschätzungen und keine Herstelleraussagen. Wir haben das Gerät nicht gemessen und nicht montiert.

Was offen bleibt

  • Wie viel Licht an welcher Stelle ankommt, beantwortet keine Unterlage. Ein Lichtstärkediagramm, Lux-Werte nach Abstand und der Abstrahlwinkel des Panels fehlen im Datenblatt, in der Anleitung und im Register.
  • Warum die Datentabelle des Datenblatts 5 Sekunden und 2 bis 1000 Lux nennt, die Symbolleiste desselben Blatts und die Anleitung aber 8 Sekunden und 2 bis 2000 Lux, sagt keine Quelle. Wir folgen der Anleitung, weil sie dem Gerät beiliegt.
  • Ob der zweite Registereintrag der Marke mit 2124 Lumen und 19,3 Watt unter der Modellkennung LS-0024 zum selben Gerät gehört, ließ sich nicht klären.
  • Wie Flimmermetrik 1 und Stroboskopeffektmetrik 2 aus dem Register in der Praxis zu deuten sind, ließ sich aus den Unterlagen nicht entscheiden. Wir nennen die Werte und werten sie nicht.
  • Ob die Herstellerseite steinel.de zum Gerät etwas anderes führt als der Steinel-Shop, haben wir wegen der begrenzten Abrufe nicht geprüft.

Geprüft und nicht erreichbar

  • Alle drei Seiten des Steinel-Shops (Produktseite, Datenblatt, Anleitung) und die Angebotsseite antworteten mit Statuscode 200. Der Datensatz im EU-Produktregister liegt hinter einer Programmierschnittstelle, die ohne die Kopfzeilen User-Agent und Referer mit 403 antwortet. Der Abruf mit beiden Kopfzeilen lieferte 200. Die Verordnungsseite bei EUR-Lex antwortete auf einen HEAD-Abruf mit 202.
  • Die Domain steinel.de wurde in diesem Lauf nicht abgerufen.