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Datencheck Einbaustrahler

GeyouLux Einbaustrahler 3CCT: die Lichtfarbe stellst du hinter der Decke ein

Die Lichtfarbe wird über einen Schiebeschalter auf der Rückseite jedes Spots gewählt, beschriftet mit WW, NW und CW. Nach dem Einbau sitzt dieser Schalter über der Decke und ist ohne Ausbau nicht mehr erreichbar. Das Handbuch nennt keinen Dimmertyp und keine IP-Kennzeichnung, dafür ein Haussymbol für den Innenbereich. Im EU-Produktregister stehen 30 Lichtquellen der Handelsmarke GeyouLux, aber keine unter der Modellkennung dieses Sets.

Stand: 26. August 2026

KI-gestützter Text redaktionell geprüft · Bilder sind echte Produktfotos, keine KI-Bilder · Details

Passt, wenn: Du willst sechs flache Deckenspots in eine abgehängte Decke setzen, das Lochmaß liegt bei 68 Millimetern, und du möchtest dich bei der Lichtfarbe nicht sofort festlegen. Für diese Aufgabe ist das Set gebaut, und es bleibt preislich in der Einstiegsklasse. Der Angebotstitel verspricht drei Dinge auf einmal: dimmbar, 3CCT und IP44. Jedes dieser drei Versprechen hat eine Bedingung, die im Titel fehlt. Das Installationshandbuch, das der Anbieter selbst zum Herunterladen bereitstellt, zeigt einen kleinen Schiebeschalter auf der Rückseite des Spots, beschriftet mit WW, NW und CW. Genau dieser Schalter verschwindet beim Einbau in der Decke. Zum Dimmen nennt weder das Handbuch noch die Angebotsseite einen freigegebenen Dimmertyp, und bei 5 Watt je Spot entscheidet die Mindestlast des Dimmers, ob überhaupt etwas passiert.

Was GeyouLux an Unterlagen liefert

Die gute Nachricht zuerst, denn sie ist bei No-Name-Deckenspots selten: Zu diesem Set gibt es eine echte Herstellerunterlage. Die Angebotsseite stellt unter der Überschrift Produktleitfäden und Dokumente ein Installationshandbuch zum Herunterladen bereit, und dieses Handbuch trägt in der Kopfzeile den Markennamen GeyouLux mit Registered-Zeichen sowie die Modellkennung GE-556-3CCT. Es enthält vier bebilderte Montageschritte, eine Symbolleiste mit den elektrischen Eckdaten und Sicherheitshinweise in acht Sprachen, darunter Deutsch. Das ist mehr, als die meisten Angebote dieser Warengruppe bieten.

Die schlechte Nachricht folgt gleich hinterher. Das Handbuch beschreibt die Montage, nicht das Produkt. Es nennt 220 bis 240 Volt, 50 Hertz, einen Mindestabstand von 0,5 Metern zur angestrahlten Fläche, das Doppelquadrat für Schutzklasse II und ein durchgestrichenes Dämmstoffsymbol. Es nennt aber keinen Lichtstrom, keine Farbtemperatur, keine Leistungsaufnahme, keine Schutzart und keinen freigegebenen Dimmertyp. Alle Zahlen, die im Angebotstitel und in der Datentabelle stehen, stehen ausschließlich dort und sind damit Anbieterangaben. Wir zählen deshalb genau eine Herstellerunterlage zu diesem Modell, und sie beantwortet fast keine der Fragen, die vor dem Kauf zählen.

Eine Markenseite gibt es nicht. Die Adressen geyoulux.de, geyoulux.net und geyoulux.eu haben keinen DNS-Eintrag, der Namensdienst antwortet mit der Meldung, dass die Domain nicht existiert. Für geyoulux.com liegt kein Eintrag für IPv4 oder IPv6 vor, die Adresse ist also ebenfalls nicht erreichbar. Als EU-Bevollmächtigter steht im Handbuch eine spanische Gesellschaft namens GAVIMOSA CONSULTORIA mit einer Adresse in Madrid und einer Kontaktadresse bei einem Freimail-Anbieter. Das ist ein Dienstleister für die Marktzulassung, kein Ort, an dem du ein Datenblatt oder Ersatzteile bekommst.

Bleibt das EU-Produktregister EPREL, und dort wird es interessant. Unter der Handelsmarke GeyouLux stehen 30 eingetragene Lichtquellen, eingereicht von drei verschiedenen Bevollmächtigten. Die Marke ist also keine Eintagsfliege, sondern ein Etikett, unter dem seit 2024 laufend Ware angemeldet wird. Nur: Keine einzige dieser 30 Modellkennungen lautet GE-556, GE-556-3CCT oder SZ-556-CCT-SN-6, also so, wie sich dieses Set im Handbuch und in der Angebotstabelle nennt. Die Energieklasse E, die das Angebot ausweist, lässt sich damit im Register nicht gegenprüfen. Wie eine Seite aussieht, hinter der ein Markenhersteller mit vollständigen Unterlagen steht, zeigt unser Datencheck zur Paulmann Nova Plus.

Der 3CCT-Schalter sitzt nach dem Einbau über der Decke

3CCT heißt: Der Spot kann drei Lichtfarben, hier laut Angebot 2700 Kelvin warmweiß, 4000 Kelvin neutralweiß und 6000 Kelvin kaltweiß. Die entscheidende Frage lautet nicht, ob er das kann, sondern wie du umschaltest. Dafür gibt es am Markt drei übliche Bauarten: ein kleiner Schalter am Gerät, eine Schaltfolge über den vorhandenen Wandschalter, oder eine Fernbedienung. Zwischen diesen drei Varianten liegen im Alltag Welten, und der Angebotstitel sagt dazu kein Wort.

Das Handbuch sagt es. In der Montagezeichnung ist die Rückseite des Spots von oben zu sehen, und dort sitzt ein kleiner Schiebeschalter, den ein gezeichneter Finger nach links oder rechts bewegt. Daneben stehen drei Kürzel: WW NW CW, also warmweiß, neutralweiß, kaltweiß, mit Pfeilen in beide Richtungen. Es ist ein mechanischer Wahlschalter am Gehäuse, keine Fernbedienung und keine Umschaltung über den Lichtschalter. Die Angebotstabelle behauptet an dieser Stelle etwas anderes und nennt als Steuerungsart Drucktaste und als Schaltertyp Dimmer. Beides deckt sich nicht mit der Zeichnung des Herstellers.

Daraus folgt die praktische Konsequenz, die diesen Datencheck trägt. Ein Einbaustrahler dieser Bauart wird mit zwei Federklammern in den Deckenausschnitt gedrückt; die Klammern klappen über der Decke auf und ziehen den Spot bündig an. Sobald das passiert ist, liegt der Schiebeschalter über der Decke und ist von unten nicht mehr zu erreichen. Du legst die Lichtfarbe also vor dem Einbau fest, für jeden der sechs Spots einzeln. Willst du sie später ändern, musst du jeden Spot wieder aus dem Ausschnitt hebeln, den Schalter umlegen und ihn erneut einsetzen. Bei sechs Spots in einer frisch gespachtelten Decke ist das kein Handgriff, sondern eine Aktion. Ausdrücklich schreibt das Handbuch diese Folge nicht hin; sie ist unsere Auslegung seiner eigenen Zeichnung, die Schiebeschalter, Steckklemme und Federklammern auf derselben Seite des Spots zeigt.

Zwei weitere Punkte gehören dazu. Erstens: Weil jeder Spot seinen eigenen Schalter hat, entscheidest du sechsmal einzeln. Ein übersehener Spot leuchtet dauerhaft in einer anderen Lichtfarbe als die anderen fünf, und das fällt in einer Reihe an der Decke sofort auf. Kontrolliere die Stellung deshalb vor dem Einsetzen bei eingeschalteter Leitung, nicht danach. Zweitens: Diese Bauart hat einen Vorteil, den du mitnehmen solltest. Weil die Farbe fest eingestellt ist, springt sie nicht um, wenn der Strom kurz weg war. Leuchten, die ihre Lichtfarbe über eine Schaltfolge am Wandschalter wählen, tun genau das, und das ist im Alltag die deutlich lästigere Eigenschaft. Was die drei Kelvin-Stufen im Raum bedeuten, ordnet unser Artikel zu Lichtfarbe und Kelvin ein.

Dimmbar: 5 Watt je Spot und die Mindestlast des Dimmers

Dimmbar steht im Titel, dimmbar steht als Produktmerkmal in der Datentabelle, und dimmbar ist auch für die vergleichbaren GeyouLux-Einträge im EU-Register angegeben. Was nirgends steht, ist die eine Angabe, die über Erfolg oder Misserfolg entscheidet: welcher Dimmertyp freigegeben ist. Ein 230-Volt-LED-Spot mit eingebautem Treiber will in aller Regel einen Phasenabschnittdimmer, oft als RC-Dimmer oder als Universaldimmer bezeichnet. Ein alter Phasenanschnittdimmer aus der Halogenzeit ist für solche Treiber häufig nicht geeignet. Weder das Handbuch noch das Angebot sagt dazu etwas.

Die zweite Zahl ist die Mindestlast. Jeder Dimmer braucht eine Grundlast, unter der er nicht sauber arbeitet, und bei 5 Watt je Spot wird das schnell knapp. Das Set enthält sechs Spots, macht rechnerisch 6 mal 5 Watt gleich 30 Watt Anschlussleistung, wenn wirklich alle sechs an einem Dimmer hängen. Wie viele Spots ein Dimmer mindestens sehen will, hängt von seiner Mindestlast ab, und die steht im Datenblatt des Dimmers, nicht in dem der Leuchte. Die folgende Tabelle rechnet die üblichen Mindestlasten in eine Stückzahl um. Die Werte in der linken Spalte sind am Markt gängige Dimmer-Mindestlasten und stammen aus keiner Unterlage zu dieser Leuchte; die Umrechnung in Stückzahlen ist unsere eigene Rechnung mit 5 Watt je Spot.

Mindestlast des Dimmersnötige Anzahl Spots à 5 Wattreicht das 6er-Set?
3 Watt1 Spotja, auch einzeln
10 Watt2 Spotsja
20 Watt4 Spotsja, aber nicht in Teilgruppen
40 Watt8 Spotsnein, 30 Watt sind zu wenig
60 Watt12 Spotsnein

Damit ist die Kernaussage klar: Ein moderner LED-Dimmer mit 3 bis 10 Watt Mindestlast kommt mit diesem Set zurecht, ein älteres Modell mit 40 Watt Mindestlast nicht, obwohl es rein von der Maximalleistung her mehr als genug Reserve hätte. Wenn du das Set auf zwei Schaltgruppen aufteilst, etwa drei Spots über der Arbeitsfläche und drei über dem Essplatz, sinkt die Last je Dimmer auf 15 Watt, und die 20-Watt-Zeile der Tabelle fällt bereits durch. Prüfe deshalb zuerst das Datenblatt deines Dimmers und plane danach die Gruppen, nicht umgekehrt.

Ein Detail aus dem Register gehört noch dazu, weil es die Sache nicht leichter macht. Die vergleichbaren GeyouLux-Einträge nennen einen Verschiebungsfaktor von 0,50, teilweise sogar 0, und der Beschreibungstext des Angebots gibt für dieses Set selbst einen Leistungsfaktor von über 0,5 an. Ein Verschiebungsfaktor von 0,5 heißt überschlägig gerechnet, dass die Scheinleistung doppelt so hoch liegt wie die Wirkleistung: Aus 30 Watt werden dann rund 60 Voltampere, die der Dimmer verkraften muss. Diese Umrechnung ist unsere eigene und lässt Oberschwingungen außer Betracht. Für Leistungsaufnahmen bis 5 Watt schreibt die Ökodesign-Verordnung keinen Mindestwert vor, der Wert ist also zulässig, aber er ist niedrig. Zusammen mit einer knappen Grundlast ist genau das die Konstellation, aus der Flackern und Brummen entstehen. Die Hintergründe stehen in unserem Artikel zu flackernden LED-Lampen.

IP44 richtig gelesen, und was das Haussymbol bedeutet

IP44 steht im Titel, IP44 steht im Feld Größe, und in den Produktmerkmalen stehen zusätzlich die Worte Wasserdicht und Wasserfest. Das ist die häufigste Fehldeutung überhaupt, deshalb hier die Auflösung: Die zweite Ziffer der IP-Kennzahl beschreibt den Schutz gegen Wasser, und eine 4 bedeutet Schutz gegen Spritzwasser aus allen Richtungen. Nicht Strahlwasser, nicht Untertauchen, nicht wasserdicht. Wasserdicht wäre erst ab der zweiten Ziffer 7 zutreffend, also ab zeitweiligem Untertauchen. Die erste Ziffer 4 steht für den Schutz gegen feste Fremdkörper ab einem Millimeter Durchmesser, nicht gegen Staub.

Für ein Bad heißt das konkret: IP44 ist die übliche und ausreichende Anforderung für den Bereich außerhalb der unmittelbaren Nasszone, also für die Decke über dem Waschtisch oder über dem Raum. Direkt über der Duschtasse oder über der Wanne gelten strengere Anforderungen, und dort ist auch die Frage nach dem Schutzbereich und dem Fehlerstromschutzschalter eine Sache für die Elektrofachkraft. Was in welchen Bereich darf, haben wir in unserem Artikel zur IP-Schutzart im Bad zusammengestellt.

Jetzt die eigentliche Auffälligkeit. Die Symbolleiste des Installationshandbuchs führt CE, 220/240 Volt, 50 Hertz, den Mindestabstand von 0,5 Metern, das Doppelquadrat für Schutzklasse II, ein durchgestrichenes Dämmstoffsymbol, ein Haussymbol und mehrere Entsorgungszeichen. Eine IP-Kennzeichnung fehlt in dieser Leiste vollständig. Die einzige Stelle, an der IP44 auftaucht, ist der Angebotstext. Das Haussymbol wiederum steht in der Leuchtenkennzeichnung für die Verwendung im Innenraum, und passend dazu sagt die Angebotstabelle selbst zweimal Innenbereich, in den Feldern Verwendung im Innen- und Außenbereich sowie Empfohlene Verwendungsbereiche. Die Schutzart ist hier also kein Freibrief für den Außenbereich, sondern der Nachweis, dass der Spot in einem feuchten Innenraum bestehen soll.

Und selbst innerhalb dieses Rahmens gilt die Spritzwasserfestigkeit sinnvollerweise nur für die sichtbare Seite. Ein Einbaustrahler wird von unten in die Decke gesetzt; die Rückseite mit Klemme, Treiber und Schiebeschalter liegt im Deckenhohlraum. Dass diese Rückseite Spritzwasser aushält, sagt keine Unterlage, und es wäre auch kein sinnvolles Prüfszenario. Zwei weitere Symbole des Handbuchs zielen genau dorthin: Das durchgestrichene Dämmstoffsymbol heißt, dass der Spot nicht mit Dämmmaterial abgedeckt werden darf, und der Mindestabstand von 0,5 Metern gilt für angestrahlte Flächen. In einer gedämmten Dachschräge oder unter aufgelegter Mineralwolle hat dieser Spot damit nichts verloren.

Nachgerechnet: 600 Lumen an 5 Watt

Die Angebotstabelle nennt 600 Lumen bei 5 Watt. Das ergibt 600 geteilt durch 5 gleich 120 Lumen je Watt. Auf diesen Quotienten kommt noch der Faktor FTM, und der hängt an zwei Merkmalen zugleich: netzbetrieben oder nicht, und ungebündelt oder gebündelt. Für ungebündelte netzbetriebene Lichtquellen beträgt er 1,000, für gebündelte netzbetriebene dagegen 1,176. Die vergleichbaren GeyouLux-Spots stehen im Register als ungebündelt und netzbetrieben; mit dem Faktor 1,000 bleibt die Gesamtnetzlichtausbeute bei 120. Die Klassengrenzen der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2015 lauten E ab 110 und D ab 135 Lumen je Watt. Damit landet die Rechnung bei Klasse E, und genau diese Klasse weist das Angebot auch aus. Unter dieser Einstufung sind die Zahlen des Anbieters in sich stimmig, das ist ausdrücklich ein Pluspunkt. Würde man den Spot dagegen als gebündelte Lichtquelle einstufen, ergäben dieselben 120 Lumen je Watt mit dem Faktor 1,176 rund 141 und damit Klasse D. Welche der beiden Einstufungen für dieses Set gilt, klärt keine Unterlage, weil ein eigener Registereintrag fehlt.

Gegenprobe im Register: Die GeyouLux-Einträge, die einen dimmbaren 3CCT-Spot dieser Größenordnung beschreiben, nennen durchweg 550 Lumen bei 4,9 Watt. Das sind 112,2 Lumen je Watt, ebenfalls Klasse E, aber nur 2,2 Lumen je Watt über der Grenze zu F. Zwischen 600 und 550 Lumen liegen gut neun Prozent, und ein Eintrag für die Modellkennung dieses Sets fehlt im Register. Sicher ist damit: Die Klasse E ist plausibel, sie liegt aber am unteren Rand ihres Feldes. Ein paar Lumen weniger in der Serienstreuung, und dieselbe Leuchte wäre ein F-Produkt.

Für den Raum gerechnet: Sechs Spots ergeben zusammen 3600 Lumen. Auf zehn Quadratmeter verteilt sind das rechnerisch 360 Lux, auf 15 Quadratmeter 240 Lux. Das sind Obergrenzen ohne Abzüge für Reflexion, Abstrahlwinkel und Verluste; in der Praxis kommt weniger auf der Fläche an. Für ein Bad oder eine Küchendecke ist das eine brauchbare Grundhelligkeit, für einen Arbeitsplatz mit 500 Lux Anforderung reicht es nicht ohne zusätzliches Licht. Richtwerte je Raum stehen in unserem Artikel wie viel Lumen pro Raum.

Und der Verbrauch: 30 Watt für das ganze Set, bei drei Betriebsstunden am Tag sind das rund 32,9 Kilowattstunden im Jahr. Zum Vergleich: Sechs 35-Watt-Halogenspots derselben Bauform kämen bei gleicher Brenndauer auf rund 230 Kilowattstunden. Der Sprung ist also groß, auch wenn die Klasse E im heutigen Buchstabenfeld unauffällig aussieht. Wie du das für deine eigene Deckenplanung durchrechnest, steht in unserem Artikel zu LED-Stromverbrauch und Kosten. Zum Farbwiedergabeindex nennt der Beschreibungstext des Angebots einen Wert von Ra über 90. Belegt ist diese Zahl allerdings nur durch den Anbietertext: Weder das Handbuch noch ein Registereintrag zu diesem Modell bestätigt sie, und die Einträge derselben Marke schwanken zwischen 80 und 90. Für Küche und Bad ist diese Spanne durchaus spürbar.

Was keine Quelle beantwortet

Fangen wir bei der Einbautiefe an, denn hier schweigen die Quellen nicht vollständig, sie sind nur ungleich belastbar. Die Angebotstabelle nennt als Artikelabmessungen 9 mal 9 mal 3 Millimeter, was offensichtlich falsch ist und wohl Zentimeter meinen soll. Der Beschreibungstext desselben Angebots nennt dagegen konkrete Zahlen: Produktgröße 90 mal 25 Millimeter und Einbautiefe 30 Millimeter. Das Handbuch bestätigt das nicht; es zeigt eine Schnittzeichnung, aber keine Bemaßung. Die 30 Millimeter sind damit eine reine Anbieterangabe, und sie sagen nichts darüber, wie viel Platz Klemme und Zuleitung über der Decke zusätzlich brauchen. Bei einer abgehängten Gipskartondecke mit knappem Hohlraum ist genau das die Frage vor dem Bohren.

Ebenso offen bleibt die Frage nach dem Treiber. Die Zeichnung führt die Netzleitung über eine zweipolige Steckklemme direkt in den Spot; ein separates Vorschaltgerät ist nirgends abgebildet. Ob der Treiber also im Gehäuse sitzt oder in einer kleinen Dose an der Zuleitung, sagt keine Unterlage. Davon hängt ab, wie warm es im Deckenhohlraum wird und ob der Spot bei einem Defekt komplett getauscht werden muss. Die Zeile Glühbirnensockel GX5.3 in der Datentabelle passt dazu ohnehin nicht: GX5.3 ist ein Niedervoltsockel, und das Angebot spricht im selben Atemzug von 230 Volt.

Der freigegebene Dimmertyp fehlt, wie beschrieben, vollständig. Ebenso fehlt eine Angabe zur Mindestlast auf der Leuchtenseite und eine Aussage dazu, ob mehrere dieser Spots gemeinsam an einem Dimmer betrieben werden dürfen. Der Abstrahlwinkel steht immerhin im Beschreibungstext des Angebots, dort mit 120 Grad, dazu ein Schwenkwinkel von 45 Grad. In der Produktdatentabelle und im Handbuch fehlt beides, eine Herstellerunterlage bestätigt die Zahlen also nicht. Bei einem Deckenspot entscheidet der Abstrahlwinkel darüber, ob sechs Stück eine Fläche gleichmäßig aufhellen oder sechs getrennte Lichtkegel auf den Boden werfen. Und es fehlt jede Angabe zur Lebensdauer in Betriebsstunden, was bei fest verbauter LED die Nutzungsdauer der gesamten Leuchte bestimmt.

Schließlich die Frage nach der Zuordnung. Das Handbuch nennt GE-556-3CCT, die Angebotstabelle SZ-556-CCT-SN-6, und das EU-Register kennt beides nicht. Welcher der 30 GeyouLux-Registereinträge zu diesem Set gehört, lässt sich deshalb nicht sagen. Möglich ist, dass die Kennung im Register anders geschrieben ist, möglich ist auch, dass für dieses Modell keine eigene Registrierung vorliegt. Beides lässt sich von außen nicht klären, und wir schreiben es lieber hin, als eine Zuordnung zu behaupten, die wir nicht belegen können.

Für wen die Spots passen und für wen nicht

Passend ist das Set, wenn du eine abgehängte Decke oder eine Zwischendecke im Innenraum mit sechs gleichmäßigen Lichtpunkten ausstatten willst, das Lochmaß zwischen 68 und 80 Millimetern liegt und du dich bei der Lichtfarbe einmal entscheidest und dann dabei bleibst. Genau für diesen Fall ist die Bauart mit dem Schiebeschalter sogar angenehm: Du stellst warmweiß, neutralweiß oder kaltweiß ein, und danach passiert nichts Unerwartetes mehr, auch nicht nach einem Stromausfall.

Passend ist es auch für Bad und Küche, solange die Spots nicht direkt über Wanne oder Duschtasse sitzen. IP44 deckt Spritzwasser ab, und für die Decke eines normal genutzten Bads ist das die richtige Größenordnung. Der 230-Volt-Festanschluss ohne Stecker heißt allerdings, dass hier eine Elektrofachkraft ans Werk gehört; das Handbuch schreibt das selbst so, im Satz, dass der Elektroanschluss durch eine Fachperson mit entsprechenden Befugnissen auszuführen ist. In einem Bad kommen Schutzbereiche und Fehlerstromschutz dazu, und das ist keine Heimwerkerfrage.

Nicht passend ist das Set, wenn du die Lichtfarbe im Alltag wechseln willst, etwa morgens kaltweiß und abends warmweiß. Das leistet diese Bauart nicht; dafür brauchst du eine Leuchte mit Fernbedienung, mit Wandschalter-Umschaltung oder gleich eine smarte Lösung. Ebenso wenig passt es, wenn deine Decke gedämmt ist: Das durchgestrichene Dämmstoffsymbol im Handbuch ist eindeutig, und in einer Dachschräge mit anliegender Mineralwolle hat dieser Spot nichts zu suchen.

Nicht passend ist es außerdem für den Außenbereich, auch wenn IP44 im Titel steht. Das Haussymbol im Handbuch und die zwei Innenbereich-Angaben in der Angebotstabelle sprechen dieselbe Sprache. Für Terrasse, Carport oder Vordach brauchst du Leuchten, die als Außenleuchten geführt werden; unsere Auswahl dazu steht unter Außenbeleuchtung. Und wenn dein vorhandener Dimmer eine hohe Mindestlast hat, gehört er getauscht oder die Dimmfunktion gestrichen, bevor du 30 Watt daran hängst.

Unterm Strich: ein ehrlich kalkuliertes Einstiegsset mit stimmiger Lumen-Watt-Rechnung, einer echten wenn auch dünnen Herstellerunterlage und drei Titelversprechen, die alle eine Bedingung tragen. Wer diese Bedingungen vor dem Bohren kennt, bekommt für wenig Geld sechs solide Lichtpunkte. Wer sie erst nach dem Einbau entdeckt, hebelt sechs Spots wieder aus der Decke. Wenn du lieber wechselbare Leuchtmittel hättest, ist eine Einbaufassung mit GU10-Lampe die flexiblere Bauform; dazu passen unsere Datenchecks zu den dimmbaren GU10-Lampen von Linkind und zur Leuchtmittel-Übersicht.

Quellen und Transparenz

Diese Seite entsteht aus Unterlagen, nicht aus einem eigenen Labor. Unten stehen alle Quellen, die dafür geöffnet wurden, und daneben ausdrücklich jede Aussage, die eine eigene Rechnung oder Einordnung ist.

Geprüfte Quellen

Eigene Rechnung, Auslegung oder Zuordnung

  • manufacturerDocCount steht auf 1. Gezählt ist das Installationshandbuch GE-556-3CCT, das die Angebotsseite ausliefert. Es beschreibt Montage und Sicherheit, nennt aber keinen Lichtstrom, keine Farbtemperatur, keine Leistungsaufnahme und keine Schutzart. Die 30 EPREL-Einträge der Marke zählen wir nicht mit, weil keiner die Modellkennung dieses Sets trägt.
  • Die Aussage, dass der 3CCT-Schalter nach dem Einbau nicht mehr erreichbar ist, ist unsere Auslegung der Montagezeichnung. Belegt ist die Zeichnung selbst: ein Schiebeschalter auf der Rückseite mit der Beschriftung WW NW CW und zwei Federklammern, die den Spot in den Deckenausschnitt ziehen. Einen Satz, der die Erreichbarkeit ausdrücklich beschreibt, enthält das Handbuch nicht.
  • Die Rechnung 600 Lumen geteilt durch 5 Watt gleich 120 Lumen je Watt ist unsere eigene. Sie nutzt ausschließlich Zahlen der Produktdatentabelle des Angebots und den Faktor 1,000 für ungebündelte netzbetriebene Lichtquellen. Die Zuordnung zu Klasse E stammt aus der Klassentabelle der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2015.
  • Der Faktor FTM hängt nicht nur davon ab, ob eine Lichtquelle netzbetrieben ist, sondern auch davon, ob sie als gebündelt oder ungebündelt eingestuft wird. Wir rechnen mit 1,000, weil die vergleichbaren GeyouLux-Einträge im Register als ungebündelt und netzbetrieben geführt sind. Für dieses Set selbst fehlt ein Registereintrag; bei einer Einstufung als gebündelt gälte 1,176, und dieselben Zahlen ergäben rund 141 Lumen je Watt und damit Klasse D.
  • Die Gegenrechnung 550 Lumen geteilt durch 4,9 Watt gleich 112,2 Lumen je Watt stützt sich auf EPREL-Einträge derselben Handelsmarke, aber anderer Modellkennungen. Dass diese Einträge dasselbe Bauteil beschreiben, ist unsere Vermutung aus den übereinstimmenden Werten für Lichtstrom, Leistung, Farbstufen und Abmessungen, kein belegter Zusammenhang.
  • Die Mindestlast-Tabelle ist eine reine Rechnung mit 5 Watt je Spot. Die Mindestlasten stammen nicht aus einer Unterlage zu dieser Leuchte, sondern sind die am Markt üblichen Werte von Dimmern. Welchen Wert dein Dimmer verlangt, steht ausschließlich in dessen eigenem Datenblatt.
  • Der Hinweis, dass ein niedriger Verschiebungsfaktor zusammen mit knapper Grundlast Flackern begünstigt, ist allgemeines Elektrowissen. Belegt ist nur der Registerwert 0,50 beziehungsweise 0 bei den vergleichbaren Einträgen derselben Marke.
  • Die Auslegung des durchgestrichenen Dämmstoffsymbols und des Haussymbols folgt der üblichen Leuchtenkennzeichnung. Eine Textstelle, die diese Symbole in Worte fasst, enthält das Handbuch nicht.
  • Die Feststellung, dass eine IP-Kennzeichnung in der Symbolleiste des Handbuchs fehlt, beruht auf unserer Sichtung der Leiste. IP44 steht ausschließlich im Angebotstext und im Feld Größe der Produktdatentabelle.
  • Die Umrechnung von 3600 Lumen auf 360 beziehungsweise 240 Lux ist eine reine Division ohne Abzüge für Abstrahlwinkel, Leuchtenwirkungsgrad und Raumreflexion. Die Werte sind als Obergrenze zu lesen.
  • Der Vergleich mit sechs 35-Watt-Halogenspots ist ein Rechenbeispiel mit gleicher Brenndauer, kein gemessener Verbrauch und keine Aussage über ein bestimmtes Halogenprodukt.
  • Die Einordnung als fester 230-Volt-Anschluss ohne Stecker folgt aus der Steckklemme mit L und N in der Montagezeichnung und aus dem Fehlen jeder Steckerangabe. Der Hinweis auf die Elektrofachkraft steht dagegen wörtlich im Handbuch.
  • Der Preis wird nur als Klasse genannt. Die Einordnung Einstiegsklasse bezieht sich auf die Preislage von Sechser-Sets dieser Bauform, nicht auf einen bestimmten Betrag.
  • Die Kundenbewertungen der Angebotsseite haben wir gelesen, aber nicht als Beleg verwendet. Für Aussagen zu Haltbarkeit oder Dimmverhalten ist eine Sternebewertung keine belastbare Grundlage.
  • Einbautiefe, Abstrahlwinkel, Schwenkwinkel und Farbwiedergabeindex stehen ausschließlich im Beschreibungstext der Angebotsseite. Wir führen sie als Anbieterangaben, weil weder das Installationshandbuch noch ein Registereintrag dieses Modells sie bestätigt.

Was offen bleibt

  • Eine von einer Herstellerunterlage gedeckte Einbautiefe fehlt. Der Beschreibungstext des Angebots nennt 30 Millimeter Einbautiefe und 90 mal 25 Millimeter Produktgröße, die Datentabelle derselben Seite dagegen unsinnige 9 mal 9 mal 3 Millimeter, und das Handbuch zeigt eine Schnittzeichnung ohne Bemaßung. Wie viel Platz Klemme und Zuleitung über der Decke zusätzlich brauchen, sagt keine Quelle.
  • Ob der LED-Treiber im Gehäuse des Spots sitzt oder in einer separaten Dose an der Zuleitung, geht aus der Montagezeichnung nicht hervor. Davon hängen Wärmeentwicklung im Deckenhohlraum und Reparierbarkeit ab.
  • Ein freigegebener Dimmertyp wird nirgends genannt. Weder Phasenabschnitt noch Phasenanschnitt steht im Handbuch oder im Angebot, obwohl dimmbar an drei Stellen behauptet wird.
  • Wie viele dieser Spots gemeinsam an einem Dimmer betrieben werden dürfen und welche Mindestlast der Treiber selbst braucht, sagt keine Unterlage. Unsere Tabelle rechnet deshalb von der Dimmerseite her.
  • Der Abstrahlwinkel steht nur im Beschreibungstext des Angebots, dort mit 120 Grad, dazu 45 Grad Schwenkwinkel. Eine Herstellerunterlage bestätigt diese Zahlen nicht, und in der Produktdatentabelle fehlen sie.
  • Für welche der drei Lichtfarben die 600 Lumen gelten, steht nirgends. Bei 3CCT-Spots unterscheiden sich Lichtstrom und Effizienz zwischen warmweiß und kaltweiß üblicherweise deutlich.
  • Der Farbwiedergabeindex ist nur als Anbieterangabe belegt: Der Beschreibungstext des Angebots nennt Ra über 90, das Handbuch nennt keinen Wert, und die Registereinträge derselben Marke schwanken zwischen 80 und 90.
  • Eine Lebensdauerangabe in Betriebsstunden fehlt. Weil die LED fest verbaut ist, bestimmt sie die Nutzungsdauer der gesamten Leuchte.
  • Welcher der 30 EPREL-Einträge der Marke GeyouLux zu diesem Set gehört, ließ sich nicht klären. Weder die Handbuchkennung GE-556-3CCT noch die Angebotskennung SZ-556-CCT-SN-6 ist im Register auffindbar.
  • Ob eine deutschsprachige Bedienungsanleitung über die Montageanleitung hinaus beiliegt, ist offen. Das gefundene Handbuch behandelt ausschließlich den Einbau und die Sicherheitshinweise.
  • Ob die sechs Spots eines Sets ab Werk auf dieselbe Lichtfarbe eingestellt sind, sagt keine Quelle. Bei einem mechanischen Schiebeschalter ist die Auslieferungsstellung nicht garantiert.
  • Die Schutzart der Rückseite ist nicht dokumentiert. Ob IP44 nur für die sichtbare Seite gilt, was bei Einbaustrahlern der Normalfall ist, steht in keiner Unterlage dieses Modells.

Geprüft und nicht erreichbar

  • geyoulux.com: Der Namensdienst liefert weder einen IPv4- noch einen IPv6-Eintrag. Die Adresse ist nicht erreichbar, eine Markenseite existiert unter diesem Namen nicht.
  • geyoulux.de: kein DNS-Eintrag, der Namensdienst antwortet mit der Meldung, dass die Domain nicht existiert.
  • geyoulux.net: kein DNS-Eintrag, Antwort des Namensdienstes lautet Non-existent domain.
  • geyoulux.eu: kein DNS-Eintrag, Antwort des Namensdienstes lautet Non-existent domain.
  • EU-Produktregister EPREL, Abfrage der Modellkennung GE-556-3CCT im Bereich Lichtquellen: null Treffer. Dieselbe Abfrage mit GE-556 und mit SZ-556-CCT-SN-6 liefert ebenfalls null Treffer, obwohl unter der Handelsmarke GeyouLux 30 Lichtquellen eingetragen sind.
  • Eine Website des im Handbuch genannten EU-Bevollmächtigten GAVIMOSA CONSULTORIA war nicht auffindbar; als Kontakt nennt das Handbuch nur eine Adresse in Madrid und ein Postfach bei einem Freimail-Anbieter.
  • Ein Datenblatt mit Lichtstrom, Abstrahlwinkel, Farbwiedergabeindex oder Einbautiefe zu diesem Modell ist im Netz nicht auffindbar. Weder unter der Handbuchkennung noch unter der Angebotskennung führt ein Sammelportal für Anleitungen einen Eintrag.