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Datencheck Einbauleuchten

Paulmann Nova Plus 93684: IP65 gilt nur nach unten

IP65 gilt laut Montageanleitung nur von unten, oberhalb der Decke ist das Set IP20. 3x470 Lumen bei 3x6 Watt rechnen sich zu rund 78 Lumen je Watt (Klasse G). Der Hohlraum braucht 30 Millimeter für den Körper und mehr für das Betriebsgerät.

Stand: 20. Oktober 2026

KI-gestützter Text redaktionell geprüft · Bilder sind echte Produktfotos, keine KI-Bilder · Details

Passt, wenn: Du willst drei flache Einbauspots in eine Decke setzen und fragst dich, ob das Set Bad und Dimmer mitmacht. Laut Hersteller gilt IP65 nur auf der sichtbaren Seite, oberhalb der Decke ist die Leuchte IP20. Gedimmt wird mit einem R+C-Dimmer, der Anschluss an 230 Volt gehört in die Hand einer Elektrofachkraft. Aus 470 Lumen bei 6 Watt ergeben sich rund 78 Lumen je Watt, zur ausgewiesenen Klasse G passt das. Das Set passt für flache Decken mit trockenem Hohlraum, nicht für den ungeschützten Außenbereich.

Was Paulmann zum Set 93684 belegt

Paulmann führt das Set unter der Artikelnummer 93684 als LED Einbauleuchte Nova Plus Coin Basisset, schwenkbar, IP65, rund, 93 Millimeter, 30 Grad, Coin, 3x6W, 3x470lm, 230V, dimmbar, 2700K, Chrom. Es ist eines der wenigen Einbauspot-Sets, bei dem Hersteller, Montageanleitung und Sicherheitshinweise als abrufbare Unterlagen vorliegen. Das macht den Datencheck möglich, und es macht sichtbar, an welchen Stellen die Unterlagen schweigen.

Die Produktseite des Herstellers nennt laut Hersteller einen Außendurchmesser von 93 Millimetern, einen Einbaudurchmesser (Ausschnitt) von 83 Millimetern, eine Einbautiefe von 45 Millimetern und eine benötigte Hohlraumtiefe von 30 Millimetern. Das Nettogewicht des Sets liegt bei 718 Gramm, das Material ist Aluminium in Chrom. Lichttechnisch führt Paulmann 2700 Kelvin, einen Nennlichtstrom von 470 Lumen je Spot, einen Farbwiedergabeindex über 80 Ra, einen Ausstrahlwinkel von 120 Grad und eine Farbkonsistenz von SDCM 6. Die Lebensdauer gibt der Hersteller mit 30.000 Stunden an, den Verbrauch mit 6 Kilowattstunden je 1000 Stunden, die Energieeffizienzklasse des LED-Moduls mit G. Als Glühlampenäquivalent nennt Paulmann 43 Watt je Spot. Der Schwenkbereich beträgt 30 Grad, die Spannung 230 Volt Wechselstrom bei 50 Hertz, die Schutzklasse ist II.

Die Angaben im Amazon-Angebot decken sich an den wichtigen Stellen: Es nennt eine mögliche Hohlraumtiefe von 30 bis 35 Millimetern, den 230-Volt-Direktanschluss und eine enthaltene Lichtquelle der Energieeffizienzklasse G. Alles, was nur im Angebotstext steht, behandeln wir als Anbieterangabe. Alles, was auf der Herstellerseite oder in den Herstellerdokumenten steht, geben wir als „laut Hersteller“ wieder. Eigene Messungen gibt es nicht, und das Set hatten wir nicht in der Hand.

Wer eine Alternative zu diesem Set sucht, findet im Bestand der Seite das GeyouLux Einbaustrahler-Set mit umschaltbarer Lichtfarbe. Es ist anders aufgebaut und verlangt eine andere Prüfung. Wo es einen Unterschied gibt, der für die Kaufentscheidung zählt, benennen wir ihn weiter unten im Abschnitt zur Einordnung.

IP65 gilt nur nach unten

Auf der Produktseite steht bei der Schutzart der Zusatz „IP65 Deckenmontage“. Die Montageanleitung zu 93684 macht daraus eine eindeutige Grafik: Von unten, also auf der sichtbaren Seite, gilt IP65. Oberhalb der Decke, wo Einbaukörper und Betriebsgerät sitzen, gilt IP20. Das ist der Unterschied zwischen einer Leuchte, die von unten Spritz- und Strahlwasser aushält, und einer Leuchte, die von oben trocken bleiben muss.

Zur Einordnung der Ziffern: Die zweite Ziffer 5 steht für Schutz gegen Strahlwasser aus beliebiger Richtung, die erste Ziffer 6 für Staubdichtheit. „Wasserdicht“ im Sinne von zeitweiligem Untertauchen wäre erst die zweite Ziffer 7, und die erreicht das Set an keiner Stelle. IP20 oberhalb der Decke bedeutet: Schutz gegen Berührung mit Fingern, aber keinerlei Schutz gegen Wasser. Für Bad, Dusche und geschlossene Deckenaufbauten ist das die passende Bauart, für eine offene Terrassendecke ohne dichten Aufbau ist es nicht automatisch geeignet.

Paulmann bewirbt die Reihe auf der Produktseite als geeignet für den Einbau in Feuchträumen oder im Außenbereich. Nach der Montageanleitung gilt das nur, solange der Einbaukörper oberhalb der Decke trocken bleibt. Ein Vordach, bei dem Schlagregen, Kondenswasser oder Spritzwasser in den Deckenhohlraum gelangen kann, erfüllt diese Bedingung nicht. Wer im Bad plant, braucht darüber hinaus die Frage nach den Schutzbereichen: Je nach Abstand zu Wanne und Dusche gelten Mindestanforderungen an die Schutzart, und die klärt die Elektrofachkraft vor Ort, nicht dieser Text.

Die Anleitung nennt zusätzlich klare Einbaumaße: Ausschnitt 83 Millimeter, Deckenstärke 3 bis 20 Millimeter, mindestens 5 Zentimeter Abstand zu Wänden und mindestens 20 Zentimeter zwischen zwei Leuchten. Das Anschlusskabel darf 8 bis 12 Millimeter Durchmesser haben. Eine eigene Abbildung zeigt falsche und richtige Einbausituationen in der Decke und verweist auf die Sicherheitshinweise Nummer 15 und 16. Dieselbe Anleitung gilt für mehrere Artikelnummern der Reihe, unter anderem 936.81 bis 936.86 sowie 930.82 und 924.59. Achte deshalb darauf, welche Abbildung für das Dreierset gilt und welche für eine Einzelleuchte.

Maße und Hohlraum: Die 30 Millimeter reichen nicht allein

Die 30 Millimeter gelten laut Hersteller für den Einbaukörper selbst. Gleichzeitig nennt die Produktseite eine Einbautiefe von 45 Millimetern. Beide Zahlen stehen nebeneinander, und die Unterlagen erklären ihr Verhältnis nicht. Unsere Auslegung: Die Einbautiefe beschreibt die Gesamtlänge des Körpers, die Hohlraumtiefe den Platz, den er hinter der Deckenfläche mindestens braucht. Die Montageanleitung zeigt daneben eine zweite Maßkette von über 45 Millimetern für den Bereich, in dem das Betriebsgerät liegt.

Daraus folgt eine einfache Planungsregel: Plane den Hohlraum nicht auf die kleinste genannte Zahl, sondern auf den Platz, den das Betriebsgerät zusätzlich braucht. Das Amazon-Angebot spricht von 30 bis 35 Millimetern. Wer eine abgehängte Decke mit genau 30 Millimetern Luft hat, hat rechnerisch keine Reserve für Kabelschleifen und Federn.

Hinzu kommt das Raster. Rechnet man die genannten Mindestabstände durch, ergibt sich für drei Spots in einer Reihe: Meint die Anleitung 20 Zentimeter zwischen den Leuchtenrändern, liegen die Mittelpunkte bei 93 Millimetern Außendurchmesser mindestens 20 plus 9,3 gleich 29,3 Zentimeter auseinander. Meint sie 20 Zentimeter von Mitte zu Mitte, sind es eben 20. Ob die Anleitung Rand zu Rand oder Mitte zu Mitte meint, ist der Grafik nicht zweifelsfrei zu entnehmen. Das solltest du vor dem Bohren anhand der Anleitung zu deinem Set klären, denn zwischen beiden Lesarten liegen gut 9 Zentimeter.

Die Deckenstärke von 3 bis 20 Millimetern deckt dünne Plattendecken ab. Zwei Lagen Gipskarton oder eine Dämmschicht mit Platte darüber liegen dagegen darüber. Wer dicker baut, braucht eine andere Leuchte oder muss die Deckenstärke am Ausschnitt reduzieren, und das ist eine bauliche Frage.

Dimmen, Leuchtmitteltausch und der 230-Volt-Anschluss

Bei der Dimmbarkeit schreibt Paulmann nicht einfach ja, sondern: mit Dimmer R+C für elektronische Trafos und 230-Volt-Lampen. Gemeint sind Dimmer, die sowohl mit ohmscher als auch mit kapazitiver Last umgehen, also Phasenanschnitt und Phasenabschnitt. Ein alter Drehdimmer aus Glühlampenzeiten fällt oft nicht in diese Kategorie. Dazu kommt die geringe Last: Drei Spots ergeben zusammen 18 Watt (3 mal 6 Watt), und viele ältere Dimmer verlangen eine deutlich höhere Mindestlast, damit sie sauber arbeiten. Wer dimmen will, klärt deshalb vor dem Kauf, welcher Dimmertyp in der Wand sitzt, statt später über Flackern zu rätseln. Dazu gehört ein Blick auf die Mindestlast, die auf dem Dimmer oder in seiner Anleitung steht.

Beim Leuchtmittel ist die Lage besser als bei vielen Einbauspots, hat aber einen Haken: Paulmann führt das Leuchtmittel als enthalten und wechselbar, als Bauform und Fassung steht jedoch Coin und nicht GU10. Du tauschst also kein handelsübliches Leuchtmittel aus dem Baumarktregal, sondern ein Coin-Modul aus dem Paulmann-System. Die Tauschbarkeit ist zudem ausdrücklich eingestuft als Lichtquelle, die durch eine Elektrofachkraft ohne dauerhafte Beschädigung der Leuchte austauschbar ist.

Genau dieser Punkt zieht sich durch das ganze Produkt: Die Leuchten hängen direkt an 230 Volt. Die beiliegenden Sicherheitshinweise von Paulmann halten fest, dass Montage- und Reparaturarbeiten nur von einer Elektrofachkraft nach den örtlichen Sicherheitsvorschriften ausgeführt werden dürfen und dass vor allen Arbeiten die Spannungsversorgung abzuschalten ist. Es gibt keinen Stecker für Laien. Rechne die Elektrofachkraft deshalb von Anfang an ein, nicht als Notlösung, wenn das Kabel schon aus der Decke hängt. Die Schutzklasse II (laut Hersteller) bedeutet doppelte oder verstärkte Isolierung, ersetzt aber nicht die Fachkraft für die Installation.

Zur Wahl des Dimmers findest du Hintergründe im Datencheck warum dimmbar nicht gleich dimmbar heißt. Er behandelt ein anderes Produkt, aber dieselbe Frage: Welche Last verträgt welcher Dimmer?

Lichtstrom und Effizienz: Was sich aus 470 Lumen und 6 Watt rechnen lässt

Die Rechnung ist einfach, und sie steht nicht in den Unterlagen. 470 Lumen geteilt durch 6 Watt ergeben rund 78,3 Lumen je Watt (Nennwerte laut Hersteller). Für die Einstufung nach Verordnung (EU) 2019/2015 wird die Netzspannungs-Lichtausbeute mit einem Faktor aus Anhang II, Tabelle 2 multipliziert. Es gibt vier Faktoren: 1,000 für ungebündelte Lichtquellen am Netz, 0,926 für ungebündelte ohne direkten Netzanschluss, 1,176 für gebündelte am Netz und 1,089 für gebündelte ohne direkten Netzanschluss. Die Klassengrenze für F liegt bei 85 Lumen je Watt, für E bei 110.

Zwei der Rechenwege führen zu Klasse G (unter 85): 78,3 mal 1,000 ergibt 78,3, und 78,3 mal 0,926 ergibt 72,5. Bei 1,089 kämen 85,3 heraus, bei 1,176 sogar 92,1, und beides läge über der Grenze zur Klasse F. Die von Paulmann ausgewiesene Klasse G ist also mit den Faktoren 1,000 und 0,926 vereinbar, mit den gebündelten Faktoren nur, wenn die tatsächliche Leistungsaufnahme im Ein-Zustand höher liegt als die genannten 6 Watt. Welcher Faktor zutrifft, hängt davon ab, ob das Coin-Modul als gebündelte (DLS) oder ungebündelte (NDLS) und als Netz- (MLS) oder Nicht-Netz-Lichtquelle (NMLS) registriert ist. Das konnten wir nicht prüfen, denn zu 93684 haben wir im EU-Produktregister keinen Eintrag gefunden (siehe offene Fragen).

Die Gegenprobe über die Glühlampen-Äquivalenz: Paulmann nennt 43 Watt je Spot. Das Verhältnis 43 zu 6 ergibt rund 7,2. Für die Praxis taugt das als grobe Vorstellung, mehr nicht, denn die Zuordnung eines Lichtstroms zu einer früheren Glühlampenleistung ist eine Konvention und keine Messgröße.

Der Verbrauch von 6 Kilowattstunden je 1000 Stunden passt zu 6 Watt je Spot. Für das ganze Set gilt: Drei Spots sind 18 Watt. Bei 1000 Betriebsstunden sind das 18 Kilowattstunden, bei der Lebensdauer von 30.000 Stunden laut Hersteller wären das 540 Kilowattstunden für das Set. Das ist eine Hochrechnung aus Nennwerten, kein Messergebnis.

Was keine Quelle beantwortet

Kein Datenblatt sagt dir, wie viele Spots deine Decke braucht. Drei Leuchten mit je 470 Lumen ergeben zusammen 1410 Lumen (3 mal 470), und das ist in einem normalen Badezimmer eine Grundausstattung, in einer offenen Küche eher der Anfang. Eine Faustrechnung für den Bedarf findest du im Wissensbeitrag wie viel Lumen ein Raum braucht. Ebenso wenig steht in den Unterlagen die Beleuchtungsstärke auf der Arbeitsfläche, denn die hängt an Deckenhöhe, Schwenkwinkel, Möblierung und Wandfarbe. Bei der Überschlagsrechnung hilft der Licht-Planer für die Raumbeleuchtung.

Beachtenswert ist die angegebene Farbkonsistenz von SDCM 6: Je höher dieser Wert, desto größer die zulässige Farbabweichung zwischen einzelnen Lichtquellen. Bei drei Spots, die nebeneinander in einer Reihe sitzen, kann ein Unterschied im Weißton deshalb sichtbar werden. Wie stark, sagt die Zahl nicht. Zur Lichtfarbe selbst gibt es den Beitrag Lichtfarbe und Kelvin verstehen: 2700 Kelvin gelten als warmweiß.

Unter derselben Artikelnummer 93684 kursiert im Handel außerdem eine Bezeichnung mit 3x6,8 Watt und 3x425 Lumen. Die aktuell abrufbare Paulmann-Produktseite nennt 3x6 Watt und 3x470 Lumen, und darauf beziehen sich die Zahlen in diesem Datencheck. Rechnerisch ergeben 425 geteilt durch 6,8 genau 62,5 Lumen je Watt, also klar weniger als die 78,3 der aktuellen Angabe. Entweder wurde das Modul geändert, oder der Handel führt eine ältere Datenlage. Das lässt sich aus den Unterlagen nicht entscheiden. Prüfe im Zweifel die Angaben auf der Verpackung, die du tatsächlich in der Hand hältst.

Offen bleibt auch, ob 6 Watt die Leistung des Moduls oder des Gesamtsystems mit Betriebsgerät beschreiben. Zudem nennt die Produktseite nur den Ausstrahlwinkel von 120 Grad des Moduls und den Schwenkbereich von 30 Grad. Wie sich beides zu einem Lichtkegel auf einer Wand zusammensetzt, steht nirgends. Dazu fehlen uns Messdaten, und wir haben nichts gemessen. Eine Garantiedauer nennen wir nicht, weil wir die Bedingungen des Herstellers nicht gegen das konkrete Set geprüft haben.

Fehlentscheidungen, die sich vermeiden lassen

Aus den Unterlagen lassen sich vier typische Fehlkäufe ableiten, jeweils mit der Prüfung, die sie verhindert.

  • IP65 mit wasserdicht verwechselt: Die Schutzart gilt von unten. Oberhalb der Decke ist die Leuchte IP20. Prüfe, ob der Deckenhohlraum trocken bleibt.
  • Dimmer nicht geprüft: Gefordert ist laut Hersteller ein R+C-Dimmer. Bei 18 Watt Gesamtlast ist die Mindestlast des vorhandenen Dimmers der häufigste Stolperstein.
  • Ersatzleuchtmittel aus dem Baumarkt erwartet: Bauform Coin, kein GU10. Ersatz kommt aus dem Paulmann-System, und der Tausch gehört in die Hand einer Elektrofachkraft.
  • Hohlraum zu knapp geplant: 30 Millimeter für den Körper, aber über 45 Millimeter für den Bereich des Betriebsgeräts.

Ein fünfter Punkt ist die Menge. Drei Spots mit zusammen 1410 Lumen füllen kein größeres Zimmer. Wer mehr Auslässe plant, kauft entweder mehrere Sets oder ein Erweiterungsset der Reihe. Ob Erweiterungssets exakt dieselbe Lichtquelle führen, steht auf der Produktseite des Basissets nicht. Achte beim Nachkauf auf Artikelnummer, Lichtstrom und Wattangabe, denn bei dieser Reihe kursieren, wie oben gezeigt, zwei Zahlenpaare unter derselben Nummer.

Wer nur ein dimmbares Flächenlicht sucht und nichts in die Decke bauen will, findet mit dem Paulmann Velora als dimmbares LED-Panel eine Alternative zu diesem Set. Es hat eine andere Bauform und einen anderen Einbauaufwand, stammt aber ebenfalls aus der Marke.

Für wen das Set passt und für wen nicht

Passt, wenn: Du drei flache Einbauspots in eine Decke mit mindestens 30 Millimetern Hohlraum setzen willst, warmweißes Licht mit einem Ausschnitt von 83 Millimetern brauchst und den 230-Volt-Anschluss von einer Elektrofachkraft ausführen lässt. Es passt auch, wenn du Licht auf eine Wand oder eine Arbeitsplatte lenken willst, denn der Schwenkbereich von 30 Grad hilft, wenn das Licht nicht senkrecht nach unten fallen soll. Und es passt für das Bad mit trockenem Deckenhohlraum, weil die Leuchte von unten IP65 erreicht.

Passt nicht, wenn: Du eine Leuchte für den ungeschützten Außenbereich suchst, einen einfachen Leuchtmitteltausch per GU10 erwartest, einen alten Drehdimmer weiterverwenden willst oder mehr als rund 1400 Lumen in einem Raum brauchst, ohne weitere Auslässe zu planen. Auch wer auf hohe Effizienz achtet, ist hier falsch: Die Klasse G des LED-Moduls ist kein Auszeichnungsmerkmal, sie zeigt, dass hier Bauhöhe und Bauform wichtiger waren als Effizienz.

Unsere Einordnung: Das Set ist eine brauchbare Lösung für flache Decken, weil 30 Millimeter Hohlraum in abgehängten Decken und im Trockenbau oft die reale Grenze sind. Wer die Decke ohnehin öffnet, entscheidet sinnvollerweise zuerst über die Anzahl der Auslässe und über den Dimmer und erst danach über die konkrete Leuchte. Eine Beurteilung der Lichtqualität im Raum können wir nicht abgeben, weil wir das Set nicht montiert haben und die Zahlen der Unterlagen dafür nicht reichen. Die Kriterien solcher Seiten stehen in unseren Quellenregeln.

Quellen und Transparenz

Diese Seite entsteht aus Unterlagen, nicht aus einem eigenen Labor. Unten stehen alle Quellen, die dafür geöffnet wurden, und daneben ausdrücklich jede Aussage, die eine eigene Rechnung oder Einordnung ist.

Geprüfte Quellen

Eigene Rechnung, Auslegung oder Zuordnung

  • Die Rechnung 470 Lumen geteilt durch 6 Watt gleich 78,3 Lumen je Watt und die Durchrechnung mit den vier Faktoren aus Anhang II sind unsere eigene Rechnung aus Herstellernennwerten, keine Angabe des Herstellers.
  • Die Erklärung, wie Einbautiefe 45 Millimeter und Hohlraumtiefe 30 Millimeter zusammenhängen, und die Rasterrechnung aus 20 Zentimetern Abstand sind unsere Auslegung der Anleitung.
  • Die ASIN B07N2TC9H3 stammt aus unserem Recherchebrief zum Dreierset und wurde in diesem Lauf nicht neu gegen das Amazon-Angebot geprüft.
  • Hochrechnungen zum Energieverbrauch über 30.000 Stunden sind Nennwertrechnungen, keine Messwerte.

Was offen bleibt

  • Im EU-Produktregister (EPREL) haben wir zur Kennung 93684 keinen Eintrag gefunden, die Suche lieferte nur fremde Kennungen mit ähnlichen Ziffern. Ob das Coin-Modul als gebündelt oder ungebündelt und als Netz- oder Nicht-Netz-Lichtquelle registriert ist, und damit der Faktor aus Anhang II, bleibt offen.
  • Handelsangaben mit 3x6,8 Watt und 3x425 Lumen unter derselben Artikelnummer sind nicht gegen eine Herstellerunterlage aufgelöst. Ob es zwei Modulstände gibt, ist offen.
  • Ob die 20 Zentimeter Mindestabstand zwischen Leuchten von Rand zu Rand oder von Mitte zu Mitte gemeint sind, lässt sich der Abbildung in der Anleitung nicht sicher entnehmen.
  • Eine Garantiedauer und deren Bedingungen haben wir nicht gegen das konkrete Set geprüft und nennen sie deshalb nicht.
  • Ob Erweiterungssets der Nova-Plus-Reihe dieselbe Lichtquelle führen, steht nicht auf der Produktseite des Basissets.