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Datencheck Pendelleuchten

Finktonglan 2-Ring-Pendelleuchte: dimmbar im Titel, nicht dimmbar im Angebotstext

Im Titel steht Dimmbar mit Fernbedienung, im ersten Aufzählungspunkt steht gesteuert durch normalen Schalter und Nicht dimmbar. Das Produktdatenblatt, das die Angebotsseite ausliefert, trägt die Marke Aluxa und die Modellkennung CHDX-LED0015, nennt 41,6 Watt statt 55 und eine feste Farbtemperatur statt drei. Aus den Angaben der Seite selbst, 2000 Lumen bei 55 Watt, ergeben sich 36 Lumen je Watt und damit Klasse G, ausgewiesen wird Klasse E.

Stand: 13. August 2026

KI-gestützter Text redaktionell geprüft · Bilder sind echte Produktfotos, keine KI-Bilder · Details

Passt, wenn: Du suchst einen Blickfang über dem Esstisch, zwei ovale Kristallringe mit 56 und 32 Zentimetern, und willst dabei unter hundert Euro bleiben. Für diese Aufgabe ist die Leuchte gebaut, und die Ringmaße passen zu einem Tisch ab etwa 140 Zentimetern Länge. Bevor du bestellst, solltest du wissen, dass sich das Angebot in der wichtigsten Funktion selbst widerspricht: Der Titel verspricht Dimmbar, Helligkeit und Farbtemperatur einstellbar sowie eine Fernbedienung, der erste Aufzählungspunkt darunter sagt gesteuert durch normalen Schalter und ausdrücklich Nicht dimmbar. Das einzige technische Dokument, das die Angebotsseite bereitstellt, läuft auf eine andere Marke und eine andere Modellkennung. Und die drei Zahlen, die auf derselben Seite stehen, ergeben zusammen keine gültige Effizienzklasse.

Was Finktonglan an Unterlagen liefert

Die Marke heißt Finktonglan, verkauft wird über ein Marktplatzkonto namens qihang lighting, und im Feld Hersteller der Produktdatentabelle steht qihan. Die Modellnummer, die dieselbe Tabelle ausweist, lautet 07bc10e4-c263-4c53-b667-efe69db497d6. Das ist keine Modellkennung, sondern eine zufällig erzeugte Zeichenkette, wie sie Warenwirtschaftssysteme vergeben, wenn niemand eine echte Typenbezeichnung eingetragen hat. Damit fällt schon der erste Schritt jeder Recherche aus: Es gibt keinen Namen, unter dem sich ein Datenblatt, eine Anleitung oder ein Registereintrag suchen ließe.

Eine Markenseite haben wir gesucht und nicht gefunden. Die Adresse finktonglan.com antwortet zwar, zeigt aber eine Parkseite mit dem Hinweis, dass die Domain zum Verkauf stehen könnte, dazu zwei Standardtexte zu Nutzungsbedingungen und Datenschutz. Produkte, Anleitungen, ein Impressum oder auch nur das Wort Beleuchtung stehen dort nicht. Die naheliegenden Alternativen finktonglan.de, finktonglan.net, finktonglan.shop sowie tonglanlighting.com und tonglanlighting.de lösen überhaupt nicht auf. Es gibt also keinen Ort im Netz, an dem diese Marke ihre eigenen Produkte beschreibt.

Bleibt das EU-Produktregister EPREL. Dort steht unter der Handelsmarke Finktonglan kein einziger Eintrag. Das ist hier anders zu bewerten als bei einer Deko-Kerze mit wenigen Lumen: Eine Pendelleuchte mit fest verbauten LED-Chips enthält eine Lichtquelle, die nach der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2015 in den Anwendungsbereich fällt, sobald ihr Lichtstrom zwischen 60 und 82.000 Lumen liegt. Das Angebot selbst nennt 2000 Lumen. Eine Registrierung müsste es also geben, und die Angebotsseite zeigt folgerichtig auch ein Energieabzeichen. Nur steht auf dem dazugehörigen Dokument eine andere Marke, dazu gleich mehr.

Worauf stützt sich dieser Datencheck dann? Auf den Angebotstext, auf die Produktdatentabelle des Marktplatzes, auf das Energielabel und das Produktdatenblatt, die die Seite ausliefert, auf ein Angebot desselben Auswahlbaums und auf zwei Registerabfragen. Für dieses Modell selbst zählen wir null Herstellerunterlagen, denn das einzige technische Dokument der Seite trägt weder den Markennamen noch die Daten dieser Leuchte. Eine Bedienungsanleitung ist im Netz nirgends auffindbar, und das Feld mit den Angaben zur verantwortlichen Person lieferte beim Abruf nur eine Fehlermeldung des Marktplatzes. Wie eine Seite aussieht, hinter der ein Hersteller mit eigenen Datenblättern steht, zeigt unser Datencheck zum FORAM Badspiegel.

Dimmbar im Titel, nicht dimmbar im ersten Satz

Der Widerspruch steht auf derselben Bildschirmseite, keine zwei Handbreit auseinander. Der Produkttitel lautet in Auszügen: 56/32 cm, 55W, Dimmbar, 3 Lichtfarben, Helligkeit und Farbtemperatur einstellbar, Fernbedienung. Der erste Aufzählungspunkt darunter beginnt mit den drei Lichtfarben, nennt für kaltweiß 4500 bis 6000 Kelvin, für warmweiß 2500 bis 3500 Kelvin und für natürliches Licht 3500 bis 4500 Kelvin, und endet mit dem Satz: gesteuert durch normalen Schalter. Nicht dimmbar. Damit widerlegt der Anbieter im ersten inhaltlichen Satz seiner eigenen Beschreibung drei Versprechen aus der Überschrift, nämlich die Dimmbarkeit, die einstellbare Helligkeit und die Fernbedienung.

Die Erklärung liegt im Aufbau des Angebots. Diese Leuchte gehört zu einer Auswahlfamilie mit sechs Einträgen, und die Varianten heißen dort unter anderem 3c-dimmbar, Rect-dimmbar, Oval-kaltweiß, Weiß und Silber. Das hier besprochene Modell ist die Variante Silber. Die dimmbaren Ausführungen sind eigene Artikel mit eigenen Nummern. Der Titel, der über allen Varianten steht, sammelt die Eigenschaften der ganzen Familie ein. Wer die Variante Silber in den Warenkorb legt, kauft die Ausführung ohne Dimmung, liest aber im Titel und in den Datenfeldern das Gegenteil.

Denn auch die Produktdatentabelle bleibt bei der Fernbedienung. Dort stehen gleich drei Zeilen, die eine Funksteuerung behaupten: Steuerungsart Ferngesteuert, Controllertyp Fernsteuerung, Schaltertyp Fernbedienung. Das technische Dokument der Seite sagt in der Zeile Dimmbar dagegen schlicht Nein. Vier Datenpunkte auf einer Seite, drei behaupten eine Fernbedienung, zwei sagen ausdrücklich, dass sich nichts dimmen lässt, und keiner davon ist als Anbieterangabe gekennzeichnet. Für dich heißt das: Verlass dich auf den Aufzählungspunkt und auf das Datenblatt, nicht auf den Titel und nicht auf die Tabelle.

Praktisch zieht das eine Konsequenz nach sich, die vor dem Kauf geklärt sein will. Wenn die Leuchte nicht dimmbar ist, gehört sie an keinen Dimmer. Es gibt für sie keinen freigegebenen Dimmertyp, weder Phasenanschnitt noch Phasenabschnitt, und die Frage nach der Mindestlast eines Dimmers stellt sich gar nicht erst, weil das Vorschaltgerät für den Dauerbetrieb an vollen 230 Volt gebaut ist. Hängst du sie trotzdem an einen vorhandenen Dimmer im Wohnzimmer, sind Flackern, Brummen und im ungünstigen Fall ein defekter Treiber die erwartbaren Folgen; die Zusammenhänge stehen in unserem Artikel zu flackernden LED-Lampen. Dasselbe gilt für smarte Zwischenschalter und Bewegungsmelder, die die Leitung trennen: Jede Unterbrechung schaltet bei dieser Bauart die Lichtfarbe eine Stufe weiter, worauf wir im übernächsten Abschnitt zurückkommen.

Ein Produktdatenblatt, das einer anderen Marke gehört

Klickt man auf der Angebotsseite die Schaltfläche Energieeffizienz an, öffnet sich ein Energielabel und ein vierseitiges Produktdatenblatt nach Delegierter Verordnung (EU) 2019/2015. Beide Dateien liegen zusätzlich in der Bildergalerie des Angebots. Und beide tragen in der Kopfzeile nicht Finktonglan, sondern Aluxa. Als Modellkennung steht dort CHDX-LED0015, als Anschrift des Lieferanten Yue Dong, Friedrich-Alfred-Str. 184, D-47226 Duisburg, als Kundenbetreuung eine Mobilnummer und eine Adresse bei einem Freimail-Anbieter. Der Name der Marke, unter der die Leuchte verkauft wird, kommt auf keiner der vier Seiten vor.

Die Werte des Blattes passen ebenfalls nicht zum Angebot. Es nennt eine Leistungsaufnahme im Ein-Zustand von 41,6 Watt, während Titel und Tabelle 55 Watt ausweisen. Es nennt eine einzige ähnliche Farbtemperatur von 3000 Kelvin und trägt in der Zeile farblich abstimmbare Lichtquelle ein Nein, während das Angebot drei umschaltbare Lichtfarben zwischen 2500 und 6000 Kelvin verspricht. Es nennt einen Nutzlichtstrom von 3000 Lumen in der Kugel bei 360 Grad, während die Produktdatentabelle 2000 Lumen führt. Nur in einem Punkt sind sich Blatt und Aufzählungspunkt einig, und das ist ausgerechnet der Punkt, den der Titel bestreitet: In der Zeile Dimmbar steht Nein.

Interessant sind die Abmessungen auf dem Blatt: Höhe 300, Breite 580, Tiefe 50 Millimeter. Das liegt nahe an den beiden Ringen dieser Leuchte mit 560 und 320 Millimetern. Wir halten es deshalb für wahrscheinlich, dass das Dokument zu einer bau- oder typgleichen Leuchte gehört, die unter einem anderen Handelsnamen vertrieben wird. Das entlastet den Anbieter aber nicht, sondern verschiebt nur die Frage: Welche der beiden Leistungsangaben gilt dann, 41,6 oder 55 Watt, und welche der beiden Lichtstromangaben, 3000 oder 2000 Lumen? Eine Unterlage, die dieselbe Leuchte mit anderen Zahlen beschreibt, ist als Beleg für keine der Zahlen brauchbar.

Bleibt die Registriernummer, die das Blatt nennt: EPREL 1142386. Ruft man diesen Datensatz im öffentlichen Register ab, kommt kein Produkt zurück, sondern eine Sperrmeldung. Der Lieferant hat die vorgeschriebene Identitätsprüfung nicht abgeschlossen, deshalb bleiben die Daten verborgen; die Kommission weist in derselben Meldung darauf hin, dass sie die Richtigkeit der Angaben ohnehin nicht prüft, sondern die nationalen Marktaufsichtsbehörden. Eine Suche nach der Handelsmarke Aluxa liefert null Treffer, eine Suche nach Finktonglan ebenfalls. Dass es kein Einzelfall ist, zeigt das Schwestermodell mit drei Ringen aus derselben Auswahlfamilie: Auch dessen Label trägt die Marke Aluxa, dort mit der Kennung CHDX-LH0003, und weist einen Verbrauch von 20 kWh je 1000 Stunden aus, während das Angebot im Titel 58 Watt nennt. 58 Watt wären 58 kWh je 1000 Stunden, also fast das Dreifache.

Nachgerechnet: 2000 Lumen, 55 Watt und die Klasse E

Die Effizienzklasse einer Lichtquelle ist keine Geschmacksfrage, sie ist eine Division. Nach Anhang II der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2015 teilt man den Nutzlichtstrom durch die Leistungsaufnahme im Ein-Zustand und multipliziert das Ergebnis mit einem Faktor, der von der Bauart abhängt. Für ungebündelte, unmittelbar an die Netzspannung angeschlossene Lichtquellen beträgt dieser Faktor 1,000, es bleibt also beim reinen Quotienten. Genau diese Bauart weist das Produktdatenblatt der Seite aus: ungebündelt und netzbetrieben. Die Klassengrenzen lauten 210 Lumen je Watt für A, 185 für B, 160 für C, 135 für D, 110 für E und 85 für F. Alles darunter ist G.

Jetzt die Zahlen der Angebotsseite. Sie nennt in der Produktdatentabelle 2000 Lumen und 55 Watt. 2000 geteilt durch 55 ergibt 36,4 Lumen je Watt. Das ist nicht Klasse E, das ist nicht einmal in der Nähe der untersten Grenze für F. Es ist Klasse G, und zwar mit großem Abstand. Ausgewiesen wird auf derselben Seite aber Klasse E. Die Rechnung geht auch andersherum nicht auf: Damit eine Leuchte mit 55 Watt die Klasse E erreicht, müsste sie mindestens 6050 Lumen abgeben, also gut das Dreifache dessen, was hier steht. Und damit 2000 Lumen für Klasse E reichen, dürfte die Leuchte höchstens 18,2 Watt aufnehmen.

Nimmt man stattdessen die Zahlen des Produktdatenblatts, wird es nicht besser, nur anders falsch. Dort stehen 3000 Lumen und 41,6 Watt. 3000 geteilt durch 41,6 ergibt 72,1 Lumen je Watt. Auch das liegt unter der Grenze von 85 und wäre damit Klasse G. Das Blatt selbst trägt in der Zeile Energieeffizienzklasse trotzdem ein E, und das Energielabel setzt den Pfeil ebenfalls auf E. Die vier Zusatzfälle, in denen die Verordnung eine Korrektur zulässt, greifen hier nicht: In den Zeilen vernetzte Lichtquelle, farblich abstimmbare Lichtquelle, Lichtquelle mit hoher Leuchtdichte und Blendschutzschild steht jeweils Nein. Es bleibt beim schlichten Quotienten, und der ergibt in beiden Lesarten G.

Für den Alltag zählt eine zweite Rechnung mehr als die Klassenfrage. Das Angebot empfiehlt Räume von 15 bis 20 Quadratmetern. Verteilt man 2000 Lumen rechnerisch auf 15 Quadratmeter, stehen 133 Lux zur Verfügung, auf 20 Quadratmetern noch 100 Lux, und das jeweils ohne Abzüge für Wirkungsgrad, Kristallstreuung und Raumreflexion. Als Grundlicht in einem Wohnzimmer ist das vertretbar, für die Arbeitsfläche einer Kücheninsel oder für einen Esstisch, an dem auch gelesen wird, ist es die Untergrenze. Die Richtwerte je Raum stehen in unserer Übersicht zu Lumen pro Raum, die Umrechnung von Watt auf Lumen in der Lumen-Watt-Tabelle. Und wenn du die laufenden Kosten kalkulieren willst, macht der Unterschied zwischen 41,6 und 55 Watt bei täglich vier Stunden über ein Jahr rund 20 Kilowattstunden aus; wie du das durchrechnest, steht unter LED-Stromverbrauch und Kosten.

Anschluss, Gewicht und Decke: was vor dem Bohren zu klären ist

Der dritte Aufzählungspunkt nennt eine Spannung von 85 bis 265 Volt. Ein Stecker kommt im ganzen Angebot nicht vor, in der Zeile Stromversorgung und Steckertyp steht Kabelgebunden, und die Bilder zeigen einen runden Baldachin an der Decke. Das bedeutet: fester 230-Volt-Anschluss an der Deckenauslassdose, nicht Stecker in Steckdose. Wer nicht sicher weiß, wie man den Stromkreis freischaltet, die Spannungsfreiheit prüft und die Leiter richtig auflegt, holt dafür eine Elektrofachkraft. Der weite Eingangsbereich von 85 bis 265 Volt ist übrigens kein Qualitätsmerkmal, sondern zeigt nur, dass dasselbe Vorschaltgerät für 110-Volt- und 230-Volt-Märkte gebaut wurde.

Die zweite Frage vor dem Bohren ist das Gewicht, und darauf gibt keine einzige Quelle eine Antwort. In der Produktdatentabelle fehlt die Zeile Artikelgewicht vollständig, im Aufzählungstext steht nichts, im Produktdatenblatt steht nichts. Dabei ist gerade hier die Angabe entscheidend: Zwei Ringe mit 56 und 32 Zentimetern Durchmesser, besetzt mit Kristall und getragen von Edelstahl, hängen laut Produktbild an drei dünnen Stahlseilen unter einem einzigen Baldachin. Die gesamte Last liegt damit auf einer Befestigung. Ob du in Beton, in eine Hohlkammerdecke oder in eine abgehängte Gipskartondecke bohrst, entscheidet über den Dübel, und welchen Dübel du brauchst, entscheidet das Gewicht. Die Auswahl haben wir unter Lampe an der Betondecke aufhängen aufgeschrieben.

Die Produktdatentabelle hilft an dieser Stelle nicht, sie verwirrt. In der Zeile Erforderliche Montage steht Nein, obwohl eine Pendelleuchte ohne Montage weder an der Decke noch am Strom hängt. Die Montageart wird zweimal genannt, einmal als Deckenmontage und einmal als Halb-Unterputzmontage, was zwei verschiedene Bauformen sind. Beim Material steht das chinesische Schriftzeichen für Glas, unübersetzt, während der Aufzählungspunkt von K9-Kristall und Edelstahl spricht und die Tabelle an anderer Stelle Kristallglas und Schirmmaterial Glas führt. Und in der Zeile Glühbirnensockel steht GU10, obwohl derselbe Aufzählungspunkt als Leuchtmittel-Typ ausdrücklich LED-Chips nennt und das Produktdatenblatt in der Zeile Art des Sockels ein N/A einträgt. Beides zusammen geht nicht: Entweder stecken zwei wechselbare GU10-Lampen darin, oder die LED ist fest verbaut. Nach Aufzählungspunkt und Datenblatt ist sie fest verbaut, und das heißt, dass die Leuchte am Ende ihrer Lebensdauer komplett getauscht wird.

Bleibt die Aufhängehöhe. Der zweite Aufzählungspunkt nennt eine verstellbare Drahthöhe von mindestens 30 Zentimetern bis maximal 1200 Millimetern, also 120 Zentimetern, und mischt dabei in einem Satz zwei Maßeinheiten. Über einem Esstisch ist der Spielraum in der Praxis kleiner als diese Spanne vermuten lässt, weil unter der Leuchte noch Sichtachse bleiben muss und über ihr die Deckenhöhe begrenzt; die Faustwerte dazu stehen unter Pendelleuchte über dem Esstisch. Mit einer Gesamtabmessung von 59,5 mal 35 Zentimetern trägt die Leuchte über einem Tisch von 140 Zentimetern Länge gut auf, an einem 90 Zentimeter schmalen Tisch wird sie schnell zu breit. Weitere Bauformen für die Decke findest du in unserer Übersicht zu LED-Deckenleuchten.

Was keine Quelle beantwortet

Am größten ist die Lücke beim Gewicht. Weder Angebot noch Datenblatt nennen ein Kilogramm, und ohne diese Zahl lässt sich die Deckenbefestigung nicht planen. Genauso wenig steht irgendwo, wie groß der Baldachin ist, wie viele Aufhängeseile mitgeliefert werden, ob sie sich kürzen lassen und ob das Vorschaltgerät im Baldachin oder im Ring sitzt. Ob es überhaupt eine deutschsprachige Anleitung gibt, konnten wir nicht klären: Im Lieferumfang steht nur Montagezubehör, im Netz findet sich zu diesem Modell nichts.

Bei den Lichtwerten fehlt fast alles, was eine Lichtplanung braucht. Das Angebot nennt einen einzigen Lichtstrom von 2000 Lumen, sagt aber nicht, für welche der drei Lichtfarben er gilt. Bei Leuchten, die über den Wandschalter zwischen warmweiß, neutralweiß und kaltweiß umschalten, unterscheiden sich die Werte je Stufe regelmäßig deutlich, weil unterschiedlich viele Dioden brennen. Ein Farbwiedergabeindex für diese Leuchte steht nirgends; das fremde Datenblatt nennt 82, was ein ordentlicher, aber kein guter Wert wäre. Zur Lebensdauer in Betriebsstunden schweigen beide Dokumente ebenso wie zu Flimmerwerten für dieses Modell.

Offen bleibt auch, was nach einem Stromausfall passiert. Bei der Umschaltung über den vorhandenen Wandschalter zählt die Elektronik jede Trennung der Leitung als Befehl. Ob dieses Modell die zuletzt gewählte Lichtfarbe speichert oder beim nächsten Einschalten eine Stufe weiterspringt, sagt keine Quelle. Für den Alltag ist das der entscheidende Punkt: Springt die Leuchte, dann steht nach jedem kurzen Ausfall im Esszimmer eine andere Lichtfarbe, und du schaltest dich von Hand wieder durch. Wer die Farbtemperatur bewusst wählen will, findet die Einordnung der Kelvin-Werte unter Lichtfarbe und Kelvin.

Ungeklärt bleiben schließlich die formalen Angaben. Welche Schutzklasse die Leuchte hat, steht nirgends, und damit auch nicht, ob der Schutzleiter der Deckendose aufgelegt werden muss oder nicht. Eine echte Modellkennung existiert nicht, sondern nur eine zufällige Zeichenkette. Die Angaben zur verantwortlichen Person nach der Produktsicherheitsverordnung ließen sich auf der Angebotsseite nicht laden, dort erschien nur eine Fehlermeldung. Und ob die Kristallelemente aus Glas oder aus Acryl bestehen, bleibt trotz vier verschiedener Materialangaben auf derselben Seite offen. Wie eine sauber dokumentierte Pendelleuchte dasteht, kannst du in unserem Datencheck zur B.K.Licht Pendelleuchte nachlesen.

Für wen die Leuchte passt und für wen nicht

Zuerst das, was hier tatsächlich trägt. Die Bauform ist ehrlich beschrieben und nachprüfbar: zwei ovale Ringe mit 560 und 320 Millimetern, eine Gesamtabmessung von 59,5 mal 35 mal 21 Zentimetern, eine Aufhängung, die sich zwischen 30 und 120 Zentimetern einstellen lässt, Kristall an Edelstahl. Diese Angaben stimmen über Titel, Aufzählungspunkte und Tabelle hinweg überein, und für eine Leuchte dieser Preisklasse ist das ein ordentlicher Auftritt. Wer einen Blickfang über dem Esstisch sucht und mit einer festen Lichtstimmung leben kann, bekommt für unter hundert Euro eine große Ringleuchte, die es in dieser Größe sonst selten gibt.

Dagegen stehen vier Angaben, die keiner Prüfung standhalten. Der Titel verspricht Dimmbarkeit, einstellbare Helligkeit und eine Fernbedienung, die der erste Aufzählungspunkt und das Datenblatt der Seite ausdrücklich verneinen. Die Effizienzklasse E ist mit keiner Zahlenkombination der Seite zu erreichen, weder mit 2000 Lumen bei 55 Watt noch mit 3000 Lumen bei 41,6 Watt; beide Rechnungen ergeben Klasse G. Das Produktdatenblatt gehört einer anderen Marke mit einer anderen Modellkennung und nennt eine andere Leistung sowie eine feste statt drei Farbtemperaturen. Und die Registriernummer, auf die das Blatt verweist, ist im öffentlichen Register gesperrt, weil der Lieferant die Identitätsprüfung nicht abgeschlossen hat.

Für wen passt die Leuchte? Für Esszimmer, Wohnzimmer und Schlafzimmer zwischen 15 und 20 Quadratmetern, in denen eine feste Lichtstimmung reicht und in denen die Leuchte am ganz normalen Wandschalter hängt, ohne Dimmer und ohne smarten Zwischenstecker. Für Räume mit ausreichend Deckenhöhe, denn 30 Zentimeter Mindestabhängung plus 21 Zentimeter Bauhöhe machen zusammen gut einen halben Meter. Und für alle, die eine Elektrofachkraft ohnehin im Haus haben oder den Deckenanschluss sicher selbst beherrschen. In dieser Rolle ist die Leuchte eine vertretbare Dekorationsentscheidung.

Für wen passt sie nicht? Für alle, die dimmen wollen, denn dieses Modell kann es nicht, und die dimmbaren Ausführungen sind eigene Artikel derselben Auswahlfamilie. Für alle, die eine Fernbedienung erwarten, denn sie ist im Titel und in drei Datenfeldern versprochen und im Beschreibungstext ausgeschlossen. Für alle, die die Lichtfarbe verlässlich steuern wollen, denn die Umschaltung läuft über den Wandschalter und keine Quelle sagt, was nach einem Stromausfall passiert. Für Decken, bei denen die Befestigung geplant werden muss, denn ohne Gewichtsangabe lässt sich kein Dübel auswählen. Und für alle, die vor dem Kauf wissen wollen, wie hell und wie effizient eine Leuchte wirklich ist, denn hier stehen für dieselbe Leuchte zwei verschiedene Lichtströme, zwei verschiedene Leistungen und eine Effizienzklasse im Raum, die zu keinem der beiden Wertepaare passt.

Ein letzter Hinweis in eigener Sache: Das hier ist eine Datenprüfung, keine Kaufempfehlung. Wir haben nichts vermessen und keine Leuchte in der Hand gehabt, sondern nur nachgerechnet, was der Anbieter und die von ihm bereitgestellten Dokumente behaupten. Wo Zahlen fehlen, steht das ausdrücklich da. Weitere Prüfungen dieser Art findest du in der Übersicht unserer Datenchecks.

Quellen und Transparenz

Zu diesem Modell war keine Herstellerunterlage auffindbar. Was hier steht, stammt deshalb aus dem Angebotstext, aus amtlichen Registern und aus eigenen Rechnungen. Beides ist unten getrennt ausgewiesen.

Geprüfte Quellen

Eigene Rechnung, Auslegung oder Zuordnung

  • manufacturerDocCount steht auf 0, und das ist eine Wertung. Die Angebotsseite liefert zwar ein Energielabel und ein vierseitiges Produktdatenblatt aus, beide tragen aber die Handelsmarke Aluxa und die Modellkennung CHDX-LED0015, nennen 41,6 statt 55 Watt und eine feste statt drei Farbtemperaturen. Wir zählen ein Dokument, das eine andere Marke und andere Werte ausweist, nicht als Unterlage zu diesem Modell.
  • Die Vermutung, dass das Aluxa-Datenblatt zu einer bau- oder typgleichen Leuchte gehört, ist unsere eigene Schlussfolgerung aus den Abmessungen von 580 mal 300 Millimetern, die den Ringmaßen von 560 und 320 Millimetern nahekommen. Ein Dokument, das die beiden Marken verbindet, liegt uns nicht vor.
  • Die Rechnung 2000 Lumen geteilt durch 55 Watt gleich 36,4 Lumen je Watt ist unsere eigene. Sie verwendet ausschließlich Zahlen aus der Produktdatentabelle des Angebots und den Faktor 1,000 für ungebündelte netzbetriebene Lichtquellen, der sich aus der Bauartangabe des Datenblatts ergibt.
  • Die Gegenrechnung 3000 Lumen geteilt durch 41,6 Watt gleich 72,1 Lumen je Watt stammt ebenfalls von uns und verwendet nur Werte aus dem Produktdatenblatt der Seite. Dass beide Ergebnisse unter der Grenze von 85 Lumen je Watt liegen und damit Klasse G bedeuten, ist unsere Zuordnung anhand der Klassentabelle der Verordnung.
  • Die Aussage, dass hier keine der vier Korrekturen der Verordnung greift, stützt sich auf die vier Nein-Einträge des Datenblatts bei vernetzter Lichtquelle, farblich abstimmbarer Lichtquelle, Lichtquelle mit hoher Leuchtdichte und Blendschutzschild. Für das tatsächlich verkaufte Modell mit drei Lichtfarben wäre die Zeile farblich abstimmbar allerdings zu hinterfragen; das ist einer der Punkte, an denen Blatt und Angebot auseinanderlaufen.
  • Die Umrechnung von 2000 Lumen auf 133 beziehungsweise 100 Lux für 15 und 20 Quadratmeter ist eine reine Division ohne Abzüge für Leuchtenwirkungsgrad, Kristallstreuung und Raumreflexion. In der Praxis kommt weniger auf der Fläche an; die Werte sind als Obergrenze zu lesen.
  • Die Beispielrechnung mit rund 20 Kilowattstunden Unterschied im Jahr beruht auf der Annahme von vier Betriebsstunden am Tag und auf der Differenz zwischen 41,6 und 55 Watt. Sie ist ein Rechenbeispiel, kein gemessener Verbrauch.
  • Die Einordnung als fester 230-Volt-Anschluss ohne Stecker leiten wir aus dem Fehlen jeder Steckerangabe, der Tabellenzeile Kabelgebunden und den Produktbildern mit Baldachin ab. Eine Herstellerunterlage, die den Anschluss beschreibt, gibt es nicht.
  • Die Feststellung, dass die gesamte Last an einer einzigen Deckenbefestigung hängt, stammt aus der Betrachtung des Produktbildes und ist keine Angabe des Anbieters. Wie der Baldachin befestigt wird, dokumentiert niemand.
  • Der Hinweis, dass eine nicht dimmbare Leuchte an einem Dimmer flackern oder Schaden nehmen kann, ist allgemeines Elektrowissen und keine Aussage einer Unterlage zu diesem Modell. Belegt ist nur die Angabe Dimmbar Nein.
  • Die Aussage, dass jede Trennung der Leitung bei dieser Bauart die Lichtfarbe weiterschaltet, beschreibt das übliche Verhalten von Leuchten mit Schalterumschaltung. Für dieses Modell selbst ist es nicht dokumentiert, und genau deshalb steht die Frage auch bei den offenen Punkten.
  • Die Zuordnung der Variante Silber zu diesem Angebot und der Varianten mit dem Namensbestandteil dimmbar zu anderen Artikelnummern stammt aus der Auswahlfamilie der Angebotsseite. Der Anbieter kennzeichnet diesen Unterschied im Titel nicht.
  • Der Preis wird nur als Klasse genannt, nicht als Tagespreis. Die Einordnung unter hundert Euro bezieht sich auf die Preisklasse dieser Bauform, nicht auf einen bestimmten Betrag.
  • Die Kundenbewertungen der Angebotsseite haben wir gelesen, aber nicht als Quelle verwendet. Bei 23 Stimmen ist die Grundlage für Aussagen über Haltbarkeit oder Montage zu schmal.

Was offen bleibt

  • Das Gewicht der Leuchte nennt keine Quelle. Ohne diese Zahl lässt sich weder der passende Dübel noch die Tragfähigkeit der vorhandenen Deckenbefestigung beurteilen, und das ist bei zwei kristallbesetzten Ringen an drei Seilen die wichtigste Angabe überhaupt.
  • Für welche der drei Lichtfarben die 2000 Lumen gelten, steht nirgends. Bei Leuchten mit Wandschalter-Umschaltung brennen je Stufe unterschiedlich viele Dioden, die Werte können deshalb deutlich auseinanderliegen.
  • Ob die Leuchte die zuletzt gewählte Lichtfarbe speichert oder nach jedem Stromausfall eine Stufe weiterspringt, sagt weder das Angebot noch das Datenblatt. Genau daran hängt, ob die Bedienung im Alltag funktioniert.
  • Welche der beiden Leistungsangaben gilt, die 55 Watt aus Titel und Tabelle oder die 41,6 Watt aus dem Produktdatenblatt, ist ungeklärt. Zwischen beiden liegen rund 32 Prozent.
  • Welcher der beiden Lichtströme gilt, die 2000 Lumen der Produktdatentabelle oder die 3000 Lumen des Produktdatenblatts, ist ebenfalls offen. Beide führen rechnerisch zu Klasse G, aber zu deutlich verschiedener Helligkeit im Raum.
  • Ob zwei wechselbare GU10-Lampen verbaut sind oder fest verlötete LED-Chips, widerspricht sich innerhalb der Seite. Davon hängt ab, ob die Leuchte reparierbar ist oder am Ende komplett getauscht werden muss.
  • Ein Farbwiedergabeindex für dieses Modell ist nirgends angegeben. Der Wert 82 stammt aus dem Datenblatt einer anderen Marke und lässt sich nicht auf diese Leuchte übertragen.
  • Die Schutzklasse ist nicht dokumentiert. Damit bleibt offen, ob beim Anschluss ein Schutzleiter aufzulegen ist, was für die Elektrofachkraft vor Ort eine praktische Frage ist.
  • Ob eine deutschsprachige Montage- und Bedienungsanleitung beiliegt, ist ungeklärt. Der Lieferumfang nennt nur Montagezubehör, im Netz ist zu diesem Modell keine Anleitung auffindbar.
  • Der Durchmesser des Baldachins, die Anzahl der Aufhängeseile und die Frage, ob sie sich kürzen lassen, stehen in keiner Quelle. Für die Montage an einer vorhandenen Deckendose ist beides entscheidend.
  • Ob die Kristallelemente aus Glas oder aus Acryl bestehen, bleibt trotz vierer Materialangaben auf derselben Seite offen. Genannt werden K9-Kristall, Kristallglas, Schirmmaterial Glas und ein unübersetztes chinesisches Schriftzeichen.
  • Eine Angabe zur Lebensdauer in Betriebsstunden fehlt. Bei fest verbauter LED bestimmt sie, wie lange die gesamte Leuchte nutzbar bleibt.
  • Wer die Marke Finktonglan rechtlich verantwortet, ließ sich nicht feststellen. Das Feld zur verantwortlichen Person auf der Angebotsseite lieferte nur eine Fehlermeldung.

Geprüft und nicht erreichbar

  • finktonglan.com: Die Domain löst auf und antwortet mit HTTP 200, zeigt aber nur eine Parkseite mit dem Hinweis, dass die Domain zum Verkauf stehen könnte, dazu zwei Standardtexte zu Nutzungsbedingungen und Datenschutz. Produkte, Anleitungen oder ein Impressum gibt es dort nicht.
  • finktonglan.de, finktonglan.net und finktonglan.shop: kein DNS-Eintrag, die Namen lösen nicht auf.
  • tonglanlighting.com und tonglanlighting.de: ebenfalls kein DNS-Eintrag, obwohl das Verkäuferkonto auf dem Marktplatz qihang lighting heißt und in Suchergebnissen der Name tonglanlighting auftaucht.
  • EU-Produktregister EPREL, Datensatz 1142386: Die Nummer steht auf dem Produktdatenblatt der Angebotsseite, der Abruf über die öffentliche Schnittstelle antwortet aber mit HTTP 403 und der Meldung UNVERIFIED_SUPPLIER. Der Lieferant hat die vorgeschriebene Identitätsprüfung nicht abgeschlossen, deshalb sind die Daten nicht einsehbar.
  • EU-Produktregister EPREL, Suche nach der Handelsmarke Finktonglan im Bereich Lichtquellen: null Treffer.
  • EU-Produktregister EPREL, Suche nach der Handelsmarke Aluxa, also nach der Marke auf dem Datenblatt dieses Angebots: ebenfalls null Treffer. Über die öffentliche Suche ist der Datensatz nicht erreichbar.
  • Die Angaben zur verantwortlichen Person und zu den Herstellerinformationen auf der Angebotsseite ließen sich nicht laden. Dort steht nur der Satz, dass die Informationen wegen eines Problems nicht angezeigt werden können.
  • Eine Bedienungs- oder Montageanleitung zu diesem Modell ist im Netz nicht auffindbar. Weder ein Hersteller noch ein Sammelportal für Anleitungen führt die Modellkennung oder die Bezeichnung dieser Leuchte.