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Datencheck Leuchtmittel

Philips Hue White E27: 1055 Lumen bei 9,5 Watt, Klasse F im Register, rechnerisch knapp E

Philips Hue nennt 1055 Lumen bei 9,5 Watt und 2700 Kelvin, das Register führt dieselben Werte. Rechnerisch sind das 111,1 Lumen je Watt, also knapp Klasse E, eingetragen ist aber Klasse F. Die 1100 im Produktnamen sind der Nennlichtstrom, mit dem Philips die Nennlichtausbeute von 115,8 rechnet. Sprachassistenten brauchen laut Philips die Bridge.

Stand: 20. Oktober 2026

KI-gestützter Text redaktionell geprüft · Bilder sind echte Produktfotos, keine KI-Bilder · Details

Passt, wenn: Du willst zwei vorhandene E27-Fassungen mit warmweißem, dimmbarem Licht ausstatten, ohne Farbwechsel und ohne wählbare Weißtöne. Dafür ist diese Lampe gedacht, und sie ist gut belegt: Philips Hue führt eine Produktseite mit Datentabelle, und im EU-Produktregister steht die Lampe unter der Nummer 403542. Beide Quellen stimmen bei 1055 Lumen, 9,5 Watt und 2700 Kelvin überein. Drei Dinge entscheiden vor dem Kauf: Sprachassistenten laufen laut Philips nur mit einer Hue Bridge, die Zahl 1100 im Produktnamen ist der Nennlichtstrom und nicht der Registerwert, und die Registerklasse F liegt knapp unter dem, was die Rechnung mit den eingetragenen Werten ergibt. Sobald du am Arbeitsplatz oder tagsüber neutraleres Licht brauchst, ist diese Stufe die falsche.

Welche Unterlagen es zu dieser Lampe gibt

Bei smarten E27-Lampen ist die Unterlagenlage selten ein Problem, bei diesem Doppelpack ist sie gut. Philips Hue gehört zu Signify, und die Marke führt zu genau diesem Modell eine eigene deutsche Produktseite mit Datentabelle. Zusätzlich steht die Lampe im EU-Produktregister EPREL unter der Nummer 403542, eingetragen vom Hersteller selbst. Wir zählen deshalb zwei Herstellerunterlagen: die Produktseite und den Registerdatensatz. Eine Bedienungsanleitung führt die Produktseite nicht, sie meldet an der entsprechenden Stelle ausdrücklich, dass keine vorhanden ist.

Die Produktseite gilt für die Verpackungseinheit mit der EAN 8719514289192, also den Doppelpack mit zwei Lampen. Der Registerdatensatz beschreibt die einzelne Lampe mit der Modellkennung 9290024692, die dem Anfang der Artikelnummer 929002469205 entspricht. Dass beide zusammengehören, ist unser Schluss aus dieser Übereinstimmung und aus der EPREL-Nummer, die Philips selbst in der Datentabelle nennt. Die Lampe ist kein neues Modell: Das Register nennt als Erstveröffentlichung den 31. August 2021 und als Markteinführung den 1. September 2021. Der Eintrag liegt inzwischen in der dritten Fassung.

Das Amazon-Angebot ist in diesem Datencheck die dritte Quelle, aber keine Herstellerunterlage. Es nennt Doppelpack, 2x1055 Lumen, dimmbar und warmweiß. Diese Zahlen stimmen mit Produktseite und Register überein. Was nur im Angebot steht, behandeln wir als Anbieterangabe, und das betrifft vor allem den Smart Button im ersten Aufzählungspunkt, dazu mehr im Abschnitt über das, was keine Quelle beantwortet.

Die Daten im Überblick: Was Philips und das Register nennen

Die folgende Tabelle stellt die beiden Herstellerquellen nebeneinander.

AngabeProduktseite Philips HueEU-Register EPREL
Lichtstrombis zu 1055 lm bei 2700 K (Nennwert 1100 lm im Namen)1055 lm
Leistung im Ein-Zustand9,5 W9,5 W
Farbtemperatur2700 K, warmweiß2700 K als Einzelwert
FarbwiedergabeCRI mindestens 8080 (R9: 0)
EffizienzklasseFF
Bereitschaft vernetzt0,41 W0,43 W
Lebensdauer25.000 h Nennlebensdauer, 50.000 SchaltzyklenÜberlebensfaktor 0,9, Lichtstromerhaltung 0,96
Bauform und MaßeA60, Durchmesser 60 mm (andere Zeile 67 mm), Höhe 110 mm61 mm und 110 mm
FunkBluetooth und Zigbee, Matter über Bridgevernetzte Lichtquelle

Auffällig ist, wie wenig sich die beiden Quellen widersprechen. Lichtstrom, Leistung, Farbtemperatur, Klasse und Farbwiedergabe sind identisch. Zwei Abweichungen gibt es: den Bereitschaftsverbrauch (0,41 Watt bei Philips, 0,43 Watt im Register) und den Durchmesser, den die Produktseite in zwei Zeilen mit 60 und mit 67 Millimetern nennt, während das Register 61 Millimeter führt. Für den Standby ist der Unterschied zu klein, um eine Rolle zu spielen. Beim Durchmesser lohnt ein Blick auf deine Leuchte: Eine A60-Lampe hat laut Bezeichnung 60 Millimeter, die 67 Millimeter stehen in einer Zeile, die auch ein Gewicht von 67 Gramm nennt. Welche Größe diese Zeile beschreibt, sagt die Produktseite nicht.

Dazu kommen die Angaben zum Funk. Laut Philips genügt Bluetooth für die Steuerung per App, solange du dich in Reichweite befindest, und die Reichweite beträgt etwa neun Meter. Für Sprachassistenten nennt Philips die Hue Bridge ausdrücklich als Voraussetzung. Ebenso läuft Matter laut Datentabelle über die Bridge. Das Amazon-Angebot nennt zwar die Alexa-Kompatibilität im Titel, den Bridge-Zusatz aber nur im letzten Aufzählungspunkt als separat erhältlich. Wer Alexa, Google Assistant oder Apple Home nutzen will, plant die Bridge deshalb von Anfang an ein, mehr dazu im Datencheck zur Hue Bridge Pro und im Ratgeber zum Lampen-Limit der Hue Bridge.

1055 oder 1100 Lumen: was im Produktnamen steht und was gilt

Der Produktname von Philips lautet „E27 - Smarte Lampe A60 Doppelpack - 1100“. In der Datentabelle steht dazu eine Lichtleistung von 1100 Lumen, im Kopf der Seite dagegen „bis zu 1055 Lumen“ mit Sternchen, und die Zeile „Lichtleistung von 2.700 K“ nennt 1055. Das Register führt nur 1055 Lumen. Die beiden Zahlen unterscheiden sich um 45 Lumen, das sind 1055 geteilt durch 1100 gleich 95,9 Prozent. Die Zahl 1100 ist demnach der Nennlichtstrom der Produktreihe, die Zahl 1055 der bei 2700 Kelvin deklarierte Wert dieser Lampe. Das ist unsere Deutung: Philips sagt selbst nicht, warum zwei Zahlen auf einer Seite stehen.

Eine Rechnung stützt diese Deutung. Die Nennlichtausbeute, die Philips mit 115,8 angibt, ergibt sich als 1100 geteilt durch 9,5 gleich 115,8 Lumen je Watt. Mit dem deklarierten Lichtstrom von 1055 Lumen sind es dagegen 1055 geteilt durch 9,5 gleich 111,1 Lumen je Watt. Die höhere Zahl steht also auf der Produktseite, die niedrigere gilt für den Wert, den das Register führt. Beide sind korrekt gerechnet, sie beziehen sich nur auf zwei verschiedene Lichtströme. Wer Lampen vergleicht, sollte darauf achten, welcher Wert in der Tabelle des Mitbewerbers steht, vor allem bei Angeboten, die nur „Lumen“ ohne Bezugsfarbtemperatur nennen.

Im Alltag ist der Unterschied klein, ein Rückgang auf 95,9 Prozent ist bei einer Lampe, die das Register mit einer Äquivalenzangabe von 75 Watt Glühlampe führt, kaum wahrnehmbar. Für die Planung heißt das trotzdem: Rechne mit 1055 Lumen je Lampe, also 2110 Lumen für den Doppelpack, und nicht mit 2200. Wie viel das für deinen Raum bedeutet, steht im Ratgeber wie viel Lumen ein Raum braucht. Eine grobe Orientierung ohne Abzüge: In einem Raum von 15 Quadratmetern ergeben 2110 Lumen rund 141 Lumen je Quadratmeter. Schirme, dunkle Wände und hohe Decken senken diesen Wert, und die Rechnung ist eine Obergrenze und keine Messung.

Klasse F im Register, 111 Lumen je Watt in der Rechnung

Die Effizienzklasse ergibt sich aus Anhang II der Verordnung (EU) 2019/2015: Nutzlichtstrom geteilt durch Leistungsaufnahme im Ein-Zustand, multipliziert mit einem Faktor aus Tabelle 2. Der Faktor hängt von zwei Merkmalen ab. Der Registerdatensatz führt diese Lampe als ungebündelt (NDLS) und als netzbetrieben (MLS). Für diese Kombination gilt der Faktor 1,000. Die Faktoren 0,926 für ungebündelt ohne direkten Netzanschluss, 1,176 für gebündelt am Netz und 1,089 für gebündelt ohne Netzanschluss sind hier nicht einschlägig.

Damit rechnen wir: 1055 Lumen geteilt durch 9,5 Watt gleich 111,05 Lumen je Watt, mal 1,000 gleich 111,05. Nach den Klassengrenzen beginnt Klasse E bei 110 Lumen je Watt, Klasse F gilt von 85 bis unter 110. Mit den eingetragenen Werten liegt die Lampe also rund einen Lumen je Watt über der Grenze zu E, eingetragen und von Philips angegeben ist aber F. Das ist ein Befund, und er ist knapp. Für Klasse F müsste die Leistung bei 1055 Lumen mindestens 9,59 Watt betragen (1055 geteilt durch 110), der Registerwert von 9,5 Watt liegt 0,09 Watt darunter.

Mögliche Erklärungen gibt es mehrere. Die Leistung wird im Register auf eine Nachkommastelle gerundet, der zugrunde liegende Messwert kann etwas höher liegen. Auch die Angabe zum Energieverbrauch (10 Kilowattstunden je 1000 Stunden) passt zu 9,5 Watt, weil dieser Wert auf ganze Zahlen aufgerundet wird, und widerlegt die Klasse deshalb nicht. Welche Erklärung zutrifft, sagt keine Unterlage. Wir behaupten daher keinen Fehler des Herstellers, sondern halten fest: Die Klasse F ist deklariert und im Register geführt, die Rechnung aus den eingetragenen Rundungswerten ergibt E.

Für deine Entscheidung ist das zweitrangig. Zwischen 111 und 109 Lumen je Watt liegen im Betrieb Bruchteile eines Watts. Wichtiger ist der Gesamtverbrauch: Zwei Lampen mit je 9,5 Watt nehmen bei voller Helligkeit 19 Watt auf, und bei drei Stunden Betrieb am Tag sind das 19 Watt mal 1095 Stunden gleich 20,8 Kilowattstunden im Jahr. Mit dem Annahmewert unseres Ratgebers von rund 35 Cent je Kilowattstunde sind das etwa 7,30 Euro, ein Annahmewert und kein Tagespreis. Mehr zur Methode im Ratgeber LED-Stromverbrauch einordnen.

Standby, Leistungsfaktor und Lebensdauer: was die Zahlen bedeuten

Eine Funklampe verbraucht auch im ausgeschalteten Zustand Strom, weil sie auf Befehle warten muss. Philips nennt dafür 0,41 Watt, das Register 0,43 Watt als Bereitschaft vernetzt. Rechnet man mit dem höheren Wert und 8760 Stunden im Jahr, kommen 0,43 mal 8760 gleich 3,77 Kilowattstunden je Lampe heraus, für zwei Lampen 7,5 Kilowattstunden. Das ist eine Obergrenze, weil die Lampe während des Leuchtens ohnehin Strom zieht und die Bereitschaftsstunden entsprechend kürzer sind. Mit den 35 Cent aus der Annahme oben sind das höchstens etwa 2,60 Euro im Jahr für den Bereitschaftsbetrieb des Pärchens. Wie Funkstandards dabei zusammenhängen, steht im Ratgeber Standby-Verbrauch smarter Lampen.

Der Leistungsfaktor ist mit 0,5 angegeben, das Register führt dazu einen Verschiebungsfaktor von 0,7. Das sind zwei verschiedene Größen und kein Widerspruch. Ein Leistungsfaktor von 0,5 bedeutet, dass die Lampe bei 9,5 Watt Wirkleistung eine Scheinleistung von 9,5 geteilt durch 0,5 gleich 19 Voltampere aus dem Netz zieht. Für einen Haushalt ist das unerheblich. Es erklärt aber, warum Hersteller von Dimmern bei kleinen LED-Lasten Mindestlasten nennen, und das Register trägt die Dimmbarkeit der Lampe entsprechend nur als „bestimmte Dimmer“ ein. Wir lesen das so, dass die Lampe über Hue App und Hue Dimmschalter gedimmt werden soll und nicht über einen Wanddimmer.

Die Nennlebensdauer von 25.000 Stunden nennt Philips auf der Produktseite zusammen mit 50.000 Schaltzyklen. Bei drei Stunden am Tag sind 25.000 Stunden gleich 8333 Tage oder knapp 23 Jahre, bei zehn Schaltvorgängen am Tag halten 50.000 Zyklen rund 13,7 Jahre. Das sind reine Divisionen, und sie sagen nichts darüber, ob die Elektronik so lange hält. Das Register führt einen Überlebensfaktor von 0,9 und eine Lichtstromerhaltung von 0,96. Auf welche Betriebsstunden sich beide Faktoren beziehen, nennt der Auszug nicht, deshalb leiten wir daraus keine Aussage ab. Laut Philips gibt es eine Garantie von zwei Jahren und einen Support-Zeitraum von mindestens 60 Monaten ab Kaufdatum bei einem autorisierten Händler. Die gesetzlichen Rechte aus dem Kaufvertrag bleiben davon unberührt.

Was keine Quelle beantwortet

Ein Datenblatt sagt nicht, ob 1055 Lumen für deinen Raum reichen. Das hängt an Raumgröße, Deckenhöhe, Wandfarbe und daran, ob die Lampe frei strahlt oder in einem geschlossenen Schirm sitzt, der einen Teil des Lichts schluckt. Das Register nennt für die Abstrahlung 360 Grad, was für die Lampe im offenen Zustand gilt, nicht für ihren Einbau in einen Schirm.

Offen bleibt außerdem, wie viele Lampen sich per Bluetooth noch bequem gemeinsam schalten lassen. Die Produktseite nennt dazu keine Zahl, sondern für die Bridge einen Wert von 12 Zubehörteilen, also eine ganz andere Größe. Ab welcher Anzahl der Weg über die Bridge klar komfortabler wird, sagt keine Herstellerunterlage, die wir gefunden haben. Wer ein ganzes Zimmer mit mehreren Lampen und Schaltern plant, sollte das im Ratgeber Hue-Bridge-Limit prüfen.

Dazu kommen zwei Punkte aus den Angebotsunterlagen. Erstens steht auf der Produktseite in der Zeile „Wähle Deine Farbe“ ein Ja, obwohl die Lampe laut Register nur 2700 Kelvin als Einzelwert führt und nicht farbabstimmbar ist. Wir lesen das als Seitenvorlage, die für alle Hue-Lampen gleich ist, belegen es aber nicht. Zweitens nennt der erste Aufzählungspunkt des Amazon-Angebots einen Smart Button als Lichtschalter und Fernbedienung. Die Produktseite von Philips für diese EAN führt dagegen einen Doppelpack mit zwei Lampen und zeigt zu einem Schalter im Lieferumfang nichts an. Ob im Karton ein Button liegt, haben wir nicht klären können. Rechne beim Kauf nicht damit und prüfe die Artikelbeschreibung vor der Bestellung.

Nicht beantwortet ist auch das Dimmverhalten im unteren Bereich. Philips nennt keinen Dimmbereich in Prozent und keine Mindesthelligkeit. Für ein Nachtlicht im Kinderzimmer oder ein Schlafzimmer ist gerade dieser Wert wichtig, und wer dort auf sehr dunkle Stufen angewiesen ist, sollte das vor dem Kauf klären. Außerdem führt das Register die Verfügbarkeit des Modells nur für Nordirland (XI) an, während ein anderes Feld alle EU-Länder nennt. Wir halten das für ein Registerartefakt und leiten daraus nichts ab.

Flackern, Farbwiedergabe und Weißton: was die Registerwerte hergeben

Das Register nennt ein Flackermaß Pst LM von 1 und einen stroboskopischen Effekt von 0,4. Die Verordnung (EU) 2019/2020 setzt die Grenzwerte bei Pst LM höchstens 1,0 und SVM höchstens 0,4. Die eingetragenen Werte entsprechen also genau den Grenzwerten und nicht besseren Messwerten. Das heißt nicht, dass die Lampe sichtbar flackert, es heißt nur, dass das Register keine Reserve gegenüber dem Limit ausweist. Der Hintergrund von Flackern und Dimmen steht im Ratgeber LED flackert: Ursachen und Abhilfe.

Der Farbwiedergabeindex liegt laut Philips bei mindestens 80, im Register steht 80 und für den Sonderwert R9 eine Null. Ein CRI von 80 gilt in Wohnräumen als üblicher Standard. R9 beschreibt gesättigte Rottöne, eine Null ist bei Lampen dieser Klasse nicht ungewöhnlich, sagt aber, dass Hauttöne und rote Stoffe zurückhaltender wirken können. Das ist unsere Einordnung und keine Herstelleraussage. Die Farbkonsistenz von 6 Schritten (SDCM) ist eine weite Toleranz: Zwei Lampen derselben Packung können sich im Weißton leicht unterscheiden. Das Register trägt für den Weißton die Koordinaten 0,458 und 0,41 ein, das entspricht dem festen warmen Weiß von 2700 Kelvin.

Dieser Weißton ist die eigentliche Festlegung des Produkts. Wer zwischen warmem Abendlicht und neutralem Tageslicht wechseln will, braucht White Ambiance oder eine Lampe mit Farbwahl. Warum die Wahl der Lichtfarbe zählt, steht im Ratgeber Lichtfarbe in Kelvin, und für die Variante mit einstellbarem Weiß haben wir die Hue White Ambiance E27 mit wählbaren Weißtönen eingeordnet. Wer lieber auf Matter statt auf das Hue-System setzt, findet im Vergleich die Tapo L535E als Matter-Alternative mit E27, und die Systemfrage greift Hue oder WiZ auf.

Für wen diese Lampe passt und für wen nicht

Hue White ist die Basisstufe eines Systems, das nach oben offen bleibt. Wer ohnehin nur warmweißes Wohnlicht dimmen möchte, bekommt hier genau das und zahlt nichts für Funktionen, die er nie nutzt. Die Lampe passt in jede E27-Fassung und hat mit 61 mal 110 Millimetern die übliche A60-Größe. Sie ist für den Innenraum gedacht, die Produktseite nennt Schlaf-, Kinder-, Ess-, Arbeits- und Wohnzimmer. Für Leuchten im Freien zählt die IP-Schutzart der Leuchte, nicht der Lampe: Die Datentabelle nennt für die Lampe keine Schutzart.

Sie passt für dich, wenn du zwei vorhandene Fassungen hast, warmweißes Licht willst und Dimmen über App oder Hue Schalter genügt. Sie passt auch, wenn du später auf Bridge und Sprachsteuerung ausbauen willst, denn die Lampe spricht Zigbee und ist laut Philips ein Repeater im Mesh. Sie passt weniger, wenn du am Schreibtisch neutraleres Licht brauchst: Dort stört der feste Weißton von 2700 Kelvin, und du tauschst die Leuchtmittel später ein zweites Mal aus. Sie passt auch nicht für Farbszenen und nicht für Lichttherapie. Bei Gesundheitsfragen zum Licht gilt: Lichtanwendung ersetzt keine ärztliche Behandlung.

Entscheide deshalb zuerst über die Lichtaufgabe im Raum, dann über das System und erst danach über die konkrete Lampe. Wer sich nicht fest an ein Ökosystem binden will, legt vergleichbare E27-Lampen anderer Anbieter daneben. Die Frage nach der Fassung klärt der Ratgeber E27 oder E14, wie sich Schalter in ein smartes System einfügen, smarte Lampen und Lichtschalter und der Datencheck zum Hue Dimmschalter. Für die Raumplanung hilft der Licht-Planer. Wenn du die Lampe in eine Leuchte mit Wandschalter setzt, lass den Schalter eingeschaltet, sonst ist die Lampe für die App nicht mehr erreichbar. Das folgt aus dem Funkbetrieb und ist keine Herstelleraussage.

Quellen und Transparenz

Diese Seite entsteht aus Unterlagen, nicht aus einem eigenen Labor. Unten stehen alle Quellen, die dafür geöffnet wurden, und daneben ausdrücklich jede Aussage, die eine eigene Rechnung oder Einordnung ist.

Geprüfte Quellen

Eigene Rechnung, Auslegung oder Zuordnung

  • manufacturerDocCount steht auf 2. Gezählt sind die deutsche Produktseite von Philips Hue und der EPREL-Datensatz 403542, beide zu diesem Modell. Eine Anleitung und ein Datenblatt als Download gibt es nicht.
  • Die Zuordnung des Registerdatensatzes zur Verpackungseinheit mit der EAN 8719514289192 ist unser Schluss aus der Modellkennung 9290024692, der Artikelnummer 929002469205 und der EPREL-Nummer, die Philips in der Datentabelle selbst nennt.
  • Die Deutung, dass 1100 Lumen der Nennlichtstrom der Reihe und 1055 Lumen der bei 2700 Kelvin deklarierte Wert sind, ist unsere. Die Rechnung 1100 durch 9,5 gleich 115,8 stützt sie, Philips erklärt es nicht.
  • Die Effizienzrechnung 1055 durch 9,5 gleich 111,05 Lumen je Watt mit dem Faktor 1,000 (NDLS, MLS laut Register) und die Zuordnung zu Klasse E nach den Grenzen der Verordnung (EU) 2019/2015 sind unsere eigene Rechnung. Der Registereintrag weist F aus. Die Mindestleistung von 9,59 Watt für Klasse F ist unsere Umstellung der Formel. Wir behaupten keinen Fehler, weil die Rundung der Leistung offen ist.
  • Die Jahresrechnungen (19 W mal 1095 Stunden gleich 20,8 kWh, Standby 0,43 W mal 8760 Stunden gleich 3,77 kWh je Lampe) und der Kostenansatz mit rund 35 Cent je Kilowattstunde sind eigene Rechnungen mit einem gekennzeichneten Annahmewert und kein Tagespreis. Die Lebensdauerumrechnung in Jahre ist eine reine Division und sagt nichts über die tatsächliche Haltbarkeit.
  • Die Scheinleistung 9,5 W geteilt durch 0,5 gleich 19 VA und die Lesart, dass die Bindung an bestimmte Dimmer auf Hue App und Hue Dimmschalter zielt, sind unsere Auslegung und keine Herstelleraussage.
  • Die Einordnung von CRI 80, R9 gleich 0 und Farbkonsistenz von 6 Schritten sowie die Feststellung, dass Flackermaß und stroboskopischer Effekt genau auf den Grenzwerten der Verordnung (EU) 2019/2020 liegen, sind unser Abgleich zwischen Register und Verordnungstext und keine Herstelleraussage.
  • Der Hinweis, den Wandschalter eingeschaltet zu lassen, folgt aus dem Funkbetrieb und ist keine Herstelleraussage. Garantie von zwei Jahren und Support von 60 Monaten sind Angaben von Philips Hue, die gesetzlichen Gewährleistungsrechte bleiben unberührt. Preise nennen wir nicht.

Was offen bleibt

  • Warum die Registerklasse F mit den eingetragenen Werten 1055 Lumen und 9,5 Watt (111,05 lm/W, Grenze zu E bei 110) knapp unterschritten wirkt, ließ sich nicht klären. Die Leistung wird im Register gerundet, der Messwert kann höher liegen. Eine Unterlage dazu haben wir nicht gefunden.
  • Ob im Karton des Amazon-Angebots ein Smart Button liegt, den der erste Aufzählungspunkt nennt, bleibt offen. Die Produktseite von Philips für die EAN 8719514289192 führt nur den Doppelpack mit zwei Lampen.
  • Welche Größe die Zeile Durchmesser 67 Millimeter in der Produktseite beschreibt, während andere Zeilen 60 und das Register 61 Millimeter nennen, sagt keine Unterlage. Für enge Schirme ist das relevant.
  • Auf welche Betriebsstunden sich Überlebensfaktor 0,9 und Lichtstromerhaltung 0,96 im Register beziehen, nennt der Auszug nicht. Eine Aussage zur Restlichtleistung nach 25.000 Stunden ist deshalb nicht möglich.
  • Der Dimmbereich in Prozent, die Mindesthelligkeit und das Verhalten bei sehr niedriger Helligkeit werden nicht angegeben. Das Register trägt die Dimmbarkeit nur für bestimmte Dimmer ein.
  • Wie viele Lampen sich per Bluetooth ohne Bridge steuern lassen, steht auf der Produktseite nicht. Genannt wird nur die Bluetooth-Reichweite von etwa neun Metern und für die Bridge 12 Zubehörteile.
  • Das Register führt die Modellverfügbarkeit nur für Nordirland (XI), ein anderes Feld nennt alle EU- und EWR-Länder. Welche Angabe gilt, ist unklar.
  • Ob die Zeile Wähle Deine Farbe mit Ja auf der Produktseite einen Fehler der Vorlage darstellt, ist offen. Das Register führt die Lampe als nicht farbabstimmbar.

Geprüft und nicht erreichbar

  • Eine Bedienungsanleitung zu diesem Modell bietet die Produktseite nicht an, sie meldet ausdrücklich, dass keine vorhanden ist.
  • Ein separates Datenblatt als Download war auf der Produktseite nicht erreichbar. Die Datentabelle der Seite und der EPREL-Datensatz sind die einzigen Herstellerunterlagen.
  • Die Programmierschnittstelle des EU-Produktregisters beantwortet Abrufe nur mit den Kopfzeilen User-Agent und Referer. Ohne beide kommt Statuscode 403, mit beiden 200.
  • EUR-Lex beantwortet Abrufe mit dem Statuscode 202, weil die Seite die Inhalte nachlädt. Die Verordnungstexte sind im Browser erreichbar.