Wer hinter LUXULA steckt und welche Unterlagen es wirklich gibt
Bei Bürostehleuchten aus dem Marktplatzhandel ist die Unterlagenlage meistens dürftig: eine Handelsmarke ohne Webseite, ein Angebotstext voller Zahlen, sonst nichts. LUXULA ist ein angenehmer Sonderfall, und der erste Schritt dieses Datenchecks bestand darin, die Marke überhaupt einzuordnen. Die naheliegende Adresse luxula.de liefert über eine verschlüsselte Verbindung gar nichts, der Aufbau bricht beim Zertifikatsaustausch ab. Ruft man dieselbe Adresse unverschlüsselt auf, antwortet sie mit einer dauerhaften Weiterleitung auf einen deutschen Leuchtenshop. Und dessen Impressum nennt genau die Gesellschaft, die im EU-Produktregister als Inhaberin der Marke LUXULA und als Registrantin sämtlicher LUXULA-Datensätze eingetragen ist, mit identischer Anschrift in Jever.
Damit ist die Lage geklärt, und sie ist für diese Warengruppe ungewöhnlich gut. LUXULA ist keine anonyme Marktplatzmarke, sondern die Eigenmarke eines deutschen Leuchtenhändlers, der seine Produkte selbst in Verkehr bringt, sie im EU-Produktregister anmeldet und dafür eine Handelsregisternummer, eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und eine WEEE-Registriernummer angibt. Unter der Marke stehen 419 Lichtquellen im Register. Eine Kontrollabfrage mit einer erfundenen Marke liefert null Treffer, die 419 sind also echt und kein Artefakt der Suche.
Zu genau dieser Leuchte zählen wir drei Herstellerunterlagen: die Produktseite im eigenen Shop des Markeninhabers, ein Produktdatenblatt als PDF mit Briefkopf, Anschrift und WEEE-Nummer, und eine vierseitige Bedienungsanleitung mit Modelltabelle, Maßzeichnung, Bedienfeld und Montageschritten. Datenblatt und Anleitung liegen nicht auf einem Server der Marke, sondern werden über den Dokumentenserver einer Baumarktplattform ausgeliefert, auf der derselbe Anbieter die Leuchte ebenfalls verkauft. Autor und Absender der Dokumente sind trotzdem eindeutig der Markeninhaber, deshalb zählen wir sie als Herstellerunterlagen.
Ein Detail dazu, weil es beim Nachschlagen wichtig wird: Die Anleitung verweist für die neueste Fassung auf die Firmenwebseite. Diese Webseite existiert, sie stellt das Unternehmen und seine Eigenmarken vor, führt aber keinen erreichbaren Downloadbereich für Datenblätter. Der Dateiserver, auf dem das Unternehmen nachweislich Datenblätter für andere Artikel ablegt, beantwortet den Verzeichnisaufruf mit einer Zugriffsverweigerung. Wer die Anleitung zu dieser Leuchte sucht, findet sie nur über das Händlerlisting, und dazu muss er die Artikelnummer bereits kennen.
Und genau hier liegt der Haken, mit dem dieser Datencheck sich beschäftigt. Das Angebot nennt keine Artikelnummer. Es nennt keine EAN, keine Registriernummer, keine Maße, kein Gewicht, keine Schutzart und keine Effizienzklasse. Alles, was du im Angebot bekommst, sind fünf Aufzählungspunkte mit sieben Zahlen: 2 mal 50 Watt, 100 Watt, 7000 Lumen, 4000 Kelvin, UGR 16, CRI 98 und RG 0. Sobald du diese sieben Zahlen gegen die Unterlagen desselben Anbieters hältst, gehen zwei davon nicht auf, und eine dritte lässt sich überhaupt nicht prüfen.
7000 Lumen bei 100 Watt: was die Klassenrechnung ergibt
Fangen wir mit der Rechnung an, die jeder selbst nachvollziehen kann. Die Effizienz einer Lichtquelle ist Lichtstrom geteilt durch Leistungsaufnahme. 7000 Lumen geteilt durch 100 Watt sind 70 Lumen je Watt. Die Delegierte Verordnung (EU) 2019/2015 legt die Klassengrenzen fest: A beginnt bei 210, B bei 185, C bei 160, D bei 135, E bei 110 und F bei 85 Lumen je Watt. Wer darunter liegt, bekommt G. 70 liegt unter 85, also ergeben die beworbenen Zahlen Klasse G.
Für den Faktor, mit dem die Rechnung noch korrigiert wird, gibt der Registereintrag die Antwort. Er führt die Leuchte als netzbetriebene Lichtquelle, also MLS, und als ungebündelt, also NDLS. Für diese Kombination beträgt der Faktor 1,000, es wird also nichts korrigiert. Der Faktor 0,926, den man bei akkubetriebenen Leuchten anwenden würde, gilt hier ausdrücklich nicht. Und selbst mit dem für einen Netzbetrieb günstigsten Faktor 1,176, der für gebündelte Lichtquellen vorgesehen ist, kämen 70 mal 1,176 gleich 82,3 Lumen je Watt heraus. Auch das bleibt unter 85. Mit den beworbenen Zahlen ist Klasse F auf keinem Rechenweg erreichbar.
Der Markenshop schreibt trotzdem F. Er schreibt in dieselbe Datentabelle zusätzlich den Wert 70 lm/W. Beide Zeilen können nicht gleichzeitig stimmen. Die Auflösung steht im EU-Produktregister, und sie ist eindeutig: Dort ist dieselbe Modellkennung mit 9000 Lumen bei 100 Watt eingetragen. 9000 geteilt durch 100 sind 90 Lumen je Watt, und 90 liegt über 85. Die deklarierte Klasse F gehört also zu 9000 Lumen, nicht zu den 7000 Lumen, mit denen geworben wird.
| Quelle | Lichtstrom | Leistung | Rechnung | Klasse |
|---|---|---|---|---|
| Angebot dieser Leuchte | 7000 lm | 100 W | 70 lm/W | nicht genannt |
| Shop des Markeninhabers | 7000 lm | 100 W | 70 lm/W deklariert | F |
| Produktdatenblatt PDF | 7000 lm | 100 W | 70 lm/W | nicht genannt |
| Baumarktlisting, Artikelnummer endend auf 193 | 7000 lm | 100 W | 70 lm/W | F |
| Baumarktlisting, Artikelnummer endend auf 191 | 7000 lm | 100 W | 70 lm/W | G |
| EU-Produktregister, beide Kennungen | 9000 lm | 100 W | 90 lm/W | F |
Die vorletzte Zeile ist der schärfste Befund dieses Datenchecks. Derselbe Anbieter deklariert auf derselben Handelsplattform für die eine Artikelnummer Klasse G und für die andere Klasse F, obwohl beide Artikelnummern in beiden Registereinträgen exakt denselben Lichtstrom, dieselbe Leistungsaufnahme, denselben Farbwiedergabeindex und dieselbe Farbtemperatur tragen. Ein sachlicher Grund für zwei verschiedene Klassen ist in keiner Unterlage erkennbar. Das G ist dabei die Angabe, die zu den beworbenen 7000 Lumen passt, und das F die Angabe, die zu den registrierten 9000 Lumen passt.
Um den Abstand greifbar zu machen: Für Klasse F müsste eine Leuchte mit 100 Watt mindestens 8500 Lumen liefern. Die beworbenen 7000 Lumen liegen 1500 Lumen darunter, die registrierten 9000 Lumen liegen 500 Lumen darüber. Zwischen beiden Angaben liegen 2000 Lumen, also gut ein Fünftel des registrierten Wertes. Das ist keine Rundungsdifferenz, das ist ein anderer Datensatz. Wie sich Watt und Lumen bei LED-Technik überhaupt zueinander verhalten und welche Werte in welcher Bauart realistisch sind, haben wir in der Lumen-Watt-Tabelle zusammengestellt.
Dasselbe Muster wiederholt sich in der größeren Ausführung derselben Baureihe. Dort bewirbt der Markenshop 8500 Lumen bei 120 Watt, schreibt daneben wieder 70 lm/W und wieder Klasse F. 8500 geteilt durch 120 sind 70,8 Lumen je Watt, also erneut G. Im Register steht dieselbe Modellkennung mit 10500 Lumen bei 120 Watt, das sind 87,5 Lumen je Watt und damit tatsächlich F. Der Anbieter bewirbt seine Leuchten also durchgängig mit einem niedrigeren Lichtstrom, als er ihn angemeldet hat, und behält dabei die Klasse bei, die zum höheren Wert gehört.
Zwei Angebote, zwei Artikelnummern: was sich wirklich unterscheidet
Neben diesem Angebot verkauft dieselbe Marke eine zweite Leuchte, deren Titel sich nur in der Wortstellung unterscheidet: einmal Büro Stehlampe LED Weiß, einmal LED Büro Stehleuchte Weiß. Beide nennen 2 mal 50 Watt, 7000 Lumen und 4000 Kelvin. Vier der fünf Aufzählungspunkte sind Wort für Wort gleich. Abweichend ist genau ein Punkt: Dieses Angebot nennt zwei voreingestellte Modi, das andere drei Modi mit den Namen Nacht, Relax und Lesen. Die Frage, die daraus folgt, entscheidet über den Kauf: ein Modell oder zwei?
Die Antwort lautet: zwei Modelle, und der Unterschied ist größer als die Zahl der Modi. Im Shop des Markeninhabers stehen zwei getrennte Artikelnummern mit zwei getrennten EANs. Die ältere trägt die Endziffern 191 und ist seit Ende Januar 2025 auf dem Markt, die neuere trägt die Endziffern 193 und ist seit Ende Juli 2025 auf dem Markt. Beide sind im EU-Produktregister mit eigener Registriernummer eingetragen, und die dort hinterlegten Abmessungen stimmen jeweils exakt mit der Datentabelle im Shop überein. Diese Abmessungen sind der Schlüssel, mit dem sich die Angebote zuordnen lassen.
| Merkmal | Artikelnummer endend auf 191 | Artikelnummer endend auf 193 |
|---|---|---|
| Maße | 300 x 640 x 1980 mm | 365 x 630 x 2030 mm |
| Material | Aluminium | Metall, Kunststoff |
| Lebensdauer | 30.000 h | 25.000 h |
| Bedienfeld laut Anleitung | vier Tasten: Mondlicht, Ein-Aus, Relax, Lesen | fünf Tasten: Uplight, Mondlicht, Ein-Aus, Lesen, Downlight |
| Modi laut Datenblatt | Nacht, Entspannung, Ein-Aus, Lesen, Dimmen | Nacht, Ein-Aus, Lesen, Dimmen |
| Gewicht laut Baumarktlisting | 9,6 kg | 12,8 kg |
| Baureihenname | ohne Zusatz | ECO Line |
| Lichtstrom, Leistung, Kelvin, CRI | 7000 lm, 100 W, 4000 K, Ra 98 | 7000 lm, 100 W, 4000 K, Ra 98 |
Damit ist die Bedienung tatsächlich der ehrlichste Unterschied, aber sie geht in die andere Richtung, als der Angebotstext nahelegt. Die ältere Ausführung hat ein Bedienfeld mit vier Tasten und drei Lichtszenen: Mondlicht, Relax und Lesen. Die neuere Ausführung hat ein Bedienfeld mit fünf Tasten, aber nur zwei Lichtszenen. Die beiden zusätzlichen Tasten heißen UP Light und DOWN Light, und die Anleitung erklärt ausdrücklich, dass sich damit das Licht nach oben und das Licht nach unten getrennt ein- und ausschalten und getrennt dimmen lassen. Die ältere Ausführung kann das nicht.
Das ist eine echte Kaufentscheidung, und kein Angebotstext erwähnt sie. Wer die Leuchte als Deckenfluter im Wohnzimmer will, braucht das Uplight allein und stört sich an einem hellen Kegel auf dem Tisch. Wer am Schreibtisch arbeitet, braucht das Downlight und will die Decke nicht mitbeleuchten. Die neuere Ausführung erlaubt beides getrennt, die ältere schaltet die Szenen als Paket. Der verlorene Relax-Modus ist der schlechtere Tausch, die getrennte Auf- und Abstrahlung der bessere. Für die Frage, welche Lichtmenge du am Arbeitsplatz überhaupt brauchst, hilft unsere Übersicht zu Lumen pro Raum.
Sauber ist die Dokumentenlage dabei nicht. Die Anleitung zur neueren Ausführung führt in ihrer Modelltabelle die Maße der älteren, also 300 mal 640 mal 1980 Millimeter, obwohl Datenblatt, Shop und Register für dieses Modell 365 mal 630 mal 2030 Millimeter nennen. Die Maßzeichnung derselben Anleitung nennt wiederum 200 Zentimeter Höhe. Drei Herstellerdokumente, drei Höhen: 1980, 2000 und 2030 Millimeter. Beim Gewicht dasselbe Bild: Der Shop nennt für beide Ausführungen 9.600 Gramm, das Baumarktlisting nennt für die neuere 12,8 Kilogramm. Und der Beschreibungstext des Baumarktlistings behauptet für die neuere Ausführung drei Modi mit Relax, obwohl das Datenblatt desselben Anbieters für dieselbe Artikelnummer nur zwei Szenen führt.
Für dich heißt das: Der Angebotstext mit zwei Modi beschreibt die neuere Ausführung mit getrenntem Up- und Downlight, der Angebotstext mit drei Modi die ältere mit Relax-Szene. Diese Zuordnung ist unser Schluss aus der Modibeschreibung und nicht aus einer Artikelnummer im Angebot, denn eine solche Nummer nennt keines der beiden Angebote. Wenn du sichergehen willst, frage vor dem Kauf die EAN ab und vergleiche sie mit den beiden Nummern, die im Datenblatt stehen.
UGR 16, CRI 98 und RG 0: was davon belegt ist und was nicht
Drei Kennzahlen tragen das Versprechen vom augenschonenden Licht, und sie sind unterschiedlich gut belegt. Fangen wir mit der besten an. Der Farbwiedergabeindex von 98 ist tatsächlich belegt, und zwar an der Stelle, an der es zählt: Der Registereintrag führt für beide Artikelnummern einen allgemeinen Farbwiedergabeindex von 98 und zusätzlich einen R9-Wert von 98. Der R9-Wert beschreibt die Wiedergabe von gesättigtem Rot und ist die Zahl, an der billige LEDs regelmäßig scheitern. 98 ist dort ein sehr hoher Wert. Wer Farben beurteilen muss, bekommt hier also wirklich etwas.
Eine Einschränkung gehört trotzdem dazu, und sie steht ebenfalls im Register: Die Farbkonsistenz ist mit 6 Schritten eingetragen. Diese Zahl beschreibt, wie weit die Lichtfarbe zweier Exemplare desselben Modells auseinanderliegen darf. Sechs Schritte sind eine weite Toleranz, bei hochwertigen Bürobeleuchtungen sind drei üblich. Zwei Leuchten dieses Typs nebeneinander können also sichtbar unterschiedlich weiß leuchten, obwohl beide 4000 Kelvin auf dem Etikett tragen. Wer zwei Stück für dasselbe Zimmer kauft, sollte das wissen.
Deutlich schwächer steht es um den UGR-Wert von 16. UGR ist die Abkürzung für Unified Glare Rating, und dieser Wert beschreibt keine Eigenschaft eines Geräts, sondern eine Eigenschaft einer Installation. Er wird für einen Referenzraum berechnet, aus der Lichtstärkeverteilung der Leuchte, den Raumabmessungen, den Reflexionsgraden von Decke, Wand und Boden, der Anordnung der Leuchten und der Blickrichtung des Betrachters. Ein und dieselbe Leuchte kann in einem kleinen hellen Raum einen niedrigen und in einem großen dunklen Raum einen deutlich höheren UGR-Wert erzeugen. Ohne die Angabe, für welchen Raum gerechnet wurde, ist die Zahl 16 nicht überprüfbar.
Und genau diese Angabe fehlt vollständig. Keine der drei Herstellerunterlagen nennt einen Referenzraum, keine nennt Reflexionsgrade, keine nennt eine Montagehöhe, und keine stellt eine Lichtstärkeverteilung als Datei bereit, mit der man selbst rechnen könnte. Der Registereintrag enthält zu dieser Leuchte sogar die Zeile, dass ein Blendschirm nicht vorhanden ist. Das widerspricht der Zahl nicht, denn Blendungsbegrenzung kann auch über eine Mikroprismenscheibe erfolgen, aber es bleibt: UGR 16 ist eine Anbieterangabe ohne prüfbare Grundlage. Was Blendung im Alltag ausmacht und woran du sie am Arbeitsplatz erkennst, haben wir unter augenschonendem Arbeiten aufgeschrieben.
Am schiefsten liegt die dritte Angabe. Das Angebot schreibt von einem RG0-Blaulichtfilter, und das ist ein Kategoriefehler. RG0 ist kein Bauteil und kein Filter, sondern die niedrigste Risikogruppe der Norm EN 62471 zur photobiologischen Sicherheit von Lampen. Eine Leuchte fällt in RG0, wenn sie unter den Prüfbedingungen der Norm keine Gefährdung durch Blaulicht, Infrarot oder Ultraviolett darstellt. Es wird nichts weggefiltert. Ein weißes LED-Modul mit 4000 Kelvin erreicht RG0 in aller Regel ohne besondere Maßnahmen, sobald es diffus abstrahlt.
Wichtig ist dabei die Prüfentfernung, denn die Einstufung hängt davon ab. Die Norm beurteilt Lampen, die für den Nahbereich gedacht sind, in 200 Millimetern Abstand, andere Lichtquellen in dem Abstand, in dem sie 500 Lux erzeugen. Welche Bedingung der Anbieter zugrunde gelegt hat, sagt keine Unterlage, und ein Prüfbericht wird nirgends angeboten. RG0 ist damit plausibel, aber nicht belegt, und als Filter bezeichnet ist es schlicht falsch. Wer eine Leuchte wegen des Blaulichtanteils sucht, sollte außerdem wissen, dass 4000 Kelvin neutralweiß ist und einen deutlich höheren Blauanteil hat als warmweißes Licht mit 2700 Kelvin.
Flimmerfrei laut Datentabelle, Grenzwert laut Register
Diese Leuchte ist zum Arbeiten gedacht, und bei einer Leuchte zum Arbeiten ist das Flimmern die Kennzahl, die am direktesten auf die Augen wirkt. Der Shop des Markeninhabers macht dazu eine klare Aussage: In der Datentabelle steht die Zeile Flickerfrei: ja. Diese Zeile steht dort für alle Ausführungen der Baureihe, für die 100-Watt-Version wie für die 120-Watt-Version.
Der Registereintrag desselben Anbieters für dasselbe Modell sagt etwas anderes. Dort steht die Flimmer-Messgröße Pst LM gleich 1 und die Stroboskop-Messgröße SVM gleich 0,4. Beide Zahlen sind keine beliebigen Werte, sondern genau die Grenzwerte, die die Ökodesign-Verordnung (EU) 2019/2020 seit dem 1. September 2021 für netzbetriebene LED-Lichtquellen bei Volllast vorschreibt: Pst LM kleiner oder gleich 1,0 und SVM kleiner oder gleich 0,4.
Was Pst LM gleich 1 bedeutet, definiert die Verordnung selbst, und die Definition ist unangenehm konkret: Bei diesem Wert bemerkt ein durchschnittlicher Betrachter das Flimmern mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent. Ein flimmerfreies Gerät hätte einen Pst-LM-Wert deutlich unter 1, gute Bürobeleuchtung liegt eher bei 0,4 oder darunter. Der eingetragene Wert liegt also exakt an der Obergrenze dessen, was überhaupt noch verkehrsfähig ist.
Wir können und wollen daraus nicht ableiten, dass diese Leuchte tatsächlich sichtbar flimmert. Es ist gängige Praxis, in Registerformulare den zulässigen Grenzwert einzutragen, wenn keine eigene Messung vorliegt, und der tatsächliche Wert kann besser sein. Belegt ist aber nur das, was eingetragen wurde. Die Aussage flickerfrei aus der Datentabelle wird durch die eigene Registrierung des Anbieters nicht gestützt, sie wird von ihr eher in Frage gestellt. Für eine Leuchte, die acht Stunden am Tag über einem Schreibtisch stehen soll, ist das der Punkt, an dem wir am ehesten zögern würden.
Ein zweiter Wert aus dem Register gehört in denselben Absatz, weil er im Angebot nicht vorkommt: die Leistungsaufnahme im Bereitschaftszustand von 0,5 Watt. Die Leuchte hat ein kapazitives Touch-Feld, und dieses Feld muss auch im ausgeschalteten Zustand auf Berührung reagieren. 0,5 Watt über ein volles Jahr sind 4,4 Kilowattstunden, die anfallen, ohne dass Licht entsteht. Das ist kein dramatischer Betrag, aber es ist ein Betrag, und er entsteht dauerhaft, solange der Stecker in der Dose steckt.
Rechnen wir den Betrieb dazu, damit die Größenordnung steht. 100 Watt über acht Stunden an 220 Arbeitstagen sind 176 Kilowattstunden im Jahr. Setzt man den in unserem Ratgeber verwendeten Annahmewert von rund 35 Cent je Kilowattstunde an, sind das gut 60 Euro Stromkosten jährlich, dazu etwa anderthalb Euro für die Bereitschaft. Wer die Leuchte gedimmt betreibt, kommt entsprechend niedriger heraus. Wie du solche Rechnungen für deine eigenen Geräte aufstellst, steht Schritt für Schritt unter LED-Stromverbrauch und Kosten.
Und noch eine Zahl aus der Datentabelle, die kaum jemand liest: Der Lichtstromerhalt am Lebensdauerende ist mit 6230 Lumen angegeben. Bezogen auf die beworbenen 7000 Lumen sind das 89 Prozent, bezogen auf die registrierten 9000 Lumen wären es 69 Prozent. Üblich sind Angaben wie L80 oder L70, also 80 oder 70 Prozent Resthelligkeit. 89 Prozent nach 25.000 Stunden wäre ein ungewöhnlich guter Wert. Ein Lichtstromerhaltungsfaktor ist im Register für diese Leuchte nicht eingetragen, die Zahl steht also allein in der Shoptabelle.
Was keine Quelle beantwortet
Die Unterlagenlage ist für diese Warengruppe überdurchschnittlich, aber sie hat Löcher, und einige davon sitzen genau dort, wo eine Bürostehleuchte beurteilt wird. Das größte betrifft die Lichtverteilung zwischen oben und unten. Alle Quellen nennen 50 Watt Uplight und 50 Watt Downlight, keine einzige nennt, wie sich die 7000 Lumen auf beide Richtungen aufteilen. Der Abstrahlwinkel von 90 Grad steht ohne Angabe, ob er für das Uplight, für das Downlight oder für beide gilt. Eine Lichtstärkeverteilung als Datei, mit der sich eine Beleuchtungsstärke berechnen ließe, gibt es nicht.
Damit lässt sich die entscheidende Frage nur abschätzen, und wir machen die Abschätzung transparent. Verteilt man die beworbenen 7000 Lumen rechnerisch über ein Arbeitszimmer von 12 Quadratmetern, ergeben sich 583 Lux. Das ist eine reine Division ohne jeden Abzug. Rechnet man realistischer, geht die Hälfte des Lichtstroms zunächst an die Decke, kommt von dort mit etwa 70 bis 80 Prozent zurück, und der Rest verteilt sich über Wände und Boden. Dann landet man bei grob 500 Lux als Obergrenze, und das ist genau der Richtwert, der für Büroarbeit angesetzt wird. Mit den registrierten 9000 Lumen läge man entsprechend höher. Beides sind Modellrechnungen von uns und keine Messwerte.
Offen bleibt auch der Dimmbereich. Die Anleitung zur älteren Ausführung nennt einen Bereich von 10 bis 100 Prozent. Für die neuere Ausführung nennt keine Unterlage eine Untergrenze, obwohl sie mit zwei getrennten Dimmkanälen mehr Möglichkeiten hat. Ob sich das Uplight auf null herunterfahren lässt, während das Downlight leuchtet, steht nirgends. Ebenso wenig steht dort, ob die Leuchte ihre letzte Einstellung nach dem Ausschalten speichert. Bei einem Touch-Feld ohne Rastung ist das eine Alltagsfrage.
Zur Bedienung fehlt eine weitere Angabe, die bei Touch-Feldern regelmäßig zu Ärger führt: die Frage nach der Dimmtechnik. Ob die Leuchte den Strom absenkt oder im Takt schaltet, sagt keine Quelle. Der eingetragene Flimmerwert gilt ausdrücklich für Volllast. Wie sich das Gerät bei 20 oder 30 Prozent Helligkeit verhält, ist nicht dokumentiert, obwohl gerade dort Taktung sichtbar wird. Wer die Leuchte gedimmt betreiben will, kauft in diesem Punkt blind.
Weiter offen bleiben: die Herkunft und der genaue Typ des Netzteils, denn genannt wird nur ein Markenname ohne Modellbezeichnung und ohne Leistungsangabe. Ob die 100 Watt die Leistungsaufnahme aus der Steckdose oder die Summe der LED-Leistung beschreiben, sagt keine Unterlage ausdrücklich, auch wenn der Registereintrag mit 100 Watt Leistungsaufnahme im Ein-Zustand für die erste Lesart spricht. Eine Angabe zur Höhenverstellbarkeit oder zur Neigbarkeit des Kopfes fehlt vollständig. Und die Garantie von drei Jahren steht nur in der Shoptabelle, nicht im Datenblatt und nicht in der Anleitung.
Zwei Widersprüche zwischen Herstellerangaben bleiben ebenfalls ungeklärt. Erstens die Gewichtsangabe: 9.600 Gramm im Shop für beide Ausführungen gegen 12,8 Kilogramm im Baumarktlisting für die neuere. Zweitens die Zeile im Baumarktlisting, die für die neuere Ausführung zwei Lichtquellen mit je 7000 Lumen Lichtstrom je Leuchtmittel ausweist. Wörtlich gelesen ergäbe das 14.000 Lumen. Gemeint ist offensichtlich der Gesamtwert, aber so steht es dort nicht.
Für wen diese Stehleuchte passt und für wen nicht
Die ehrliche Beschreibung dieser Leuchte lautet: rund zwei Meter hoch, etwa zehn bis dreizehn Kilogramm schwer, mit fest verbauter LED, Schutzklasse I, Schuko-Stecker und 150 Zentimeter Kabel, Schutzart IP20 und ausdrücklich für den Innenbereich. Sie leuchtet gleichzeitig nach oben und nach unten und wird über ein Touch-Feld an der Stange bedient. Der Zusammenbau erfolgt ohne Elektrofachkraft: Die Anleitung beschreibt vier beziehungsweise fünf Schritte mit zweiteiliger Stange, gesteckten Verbindern und einem Netzkabel, das in eine Buchse am Ständer eingesteckt wird. Werkzeug liegt bei.
Sie passt gut, wenn du einen Arbeitsplatz hell bekommen willst, ohne zu bohren, und wenn dir Farbwiedergabe wichtiger ist als die letzte Kilowattstunde. Ein Farbwiedergabeindex von 98 mit einem R9-Wert von 98 ist registriert und damit belegt, und das ist für Bildbearbeitung, Handarbeit oder Malen ein echtes Argument, das die meisten Bürostehleuchten nicht bieten. Sie passt, wenn du in einem Raum mit heller Decke arbeitest, denn nur dann bringt das Uplight etwas. Und sie passt besonders gut in der neueren Ausführung, wenn du Auf- und Abstrahlung getrennt regeln willst, weil du dieselbe Leuchte abends als Deckenfluter und tagsüber als Arbeitsplatzleuchte nutzt.
Sie passt nicht, wenn du auf die Stromrechnung schaust. 100 Watt Dauerlast sind für heutige Verhältnisse viel, und die Effizienzklasse ist der Punkt, an dem dieser Datencheck am deutlichsten wird: Mit den beworbenen 7000 Lumen liegt die Leuchte bei 70 Lumen je Watt und damit in Klasse G, also der untersten Klasse der Skala. Es gibt Bürostehleuchten mit vergleichbarem Lichtstrom und deutlich weniger Leistungsaufnahme. Sie passt auch nicht, wenn du eine niedrige Decke hast: Bei rund zwei Metern Bauhöhe braucht das Uplight Abstand nach oben, sonst entsteht ein heller Fleck statt einer gleichmäßigen Aufhellung. Miss vor dem Kauf die Deckenhöhe und den Stellplatz nach, und rechne mit der größeren der drei Herstellerhöhen, also 2030 Millimetern.
Sie passt ebenfalls nicht, wenn du eine flimmerfreie Leuchte im engeren Sinn brauchst, etwa weil du empfindlich auf Lichtflackern reagierst oder weil in dem Raum gefilmt wird. Die Datentabelle behauptet Flimmerfreiheit, der Registereintrag desselben Anbieters trägt den gesetzlichen Grenzwert ein. Solange kein Messwert vorliegt, ist das kein Gerät für diesen Anspruch. Und sie passt nicht in Feuchträume, Werkstätten mit Staub oder in den Garten: IP20 heißt Schutz gegen Finger und Fremdkörper ab 12,5 Millimetern und ausdrücklich keinen Schutz gegen Wasser.
Preislich bewegt sich die Leuchte in der oberen Mittelklasse für Bürostehleuchten, und die beiden Artikelnummern liegen dort nicht gleichauf. Was du für den Aufschlag gegenüber namenlosen Angeboten bekommst, ist nicht mehr Licht, sondern eine nachprüfbare Datenlage: eine Artikelnummer, eine EAN, ein Datenblatt mit Anschrift, eine Anleitung mit Bedienfeldbeschreibung und ein Eintrag im EU-Produktregister mit Registriernummer. Dass diese Unterlagen sich in der Effizienzklasse und im Lichtstrom widersprechen, ist ein ernster Mangel. Dass es sie überhaupt gibt, ist in dieser Warengruppe trotzdem die Ausnahme.
Bevor du bestellst, kläre drei Dinge. Erstens: Welche der beiden Artikelnummern liegt im Karton? Frage die EAN ab und vergleiche sie mit den beiden Nummern aus dem Datenblatt, denn davon hängen Gehäuse, Lebensdauer und die getrennte Bedienung von Up- und Downlight ab. Zweitens: Passt die Bauhöhe unter deine Decke, und steht die Bodenplatte von rund 47 mal 36 Zentimetern dort, wo du sie brauchst, ohne dass jemand über das 150 Zentimeter lange Kabel stolpert. Drittens: Rechne mit 100 Watt, nicht mit einer Klasse. Weitere Bauformen für dieselbe Aufgabe findest du in unserem Vergleich der Stehlampen und, wenn eine kompaktere Lösung reicht, unter Schreibtischlampen. Wie viel Licht dein Zimmer wirklich braucht, rechnet dir der Licht-Planer aus.
Quellen und Transparenz
Diese Seite entsteht aus Unterlagen, nicht aus einem eigenen Labor. Unten stehen alle Quellen, die dafür geöffnet wurden, und daneben ausdrücklich jede Aussage, die eine eigene Rechnung oder Einordnung ist.
Geprüfte Quellen
- Angebotsseite des besprochenen Modells: Quelle für den Titel mit den Angaben Büro Stehlampe LED Weiß, 2x 50W, 7000lm und 4000K Neutralweiß. Die fünf Aufzählungspunkte nennen 100 W Leistung mit 7000 Lumen aus Up- und Downlight, einen blendarmen UGR16 Wert, den Wert von CRI98, einen RG0-Blaulichtfilter, zwei voreingestellte Modi mit stufenlos dimmbarer Helligkeit über Touch, LED-Chips von Bridgelux und ein Netzteil von Eaglerise sowie die Farboptionen Schwarz oder Weiß. Der Text nennt keine Artikelnummer, keine EAN, keine Effizienzklasse, keine EPREL-Nummer, keine Maße, kein Gewicht und keine Schutzart. Der Artikel ist verfügbar, Marke LUXULA. Anzeige
- Zweite Angebotsseite derselben Marke, ausdrücklich als Schwesterangebot geführt: Der Titel lautet LUXULA LED Büro Stehleuchte Weiß, 2x 50W 7000lm, 4000K Neutralweiß und unterscheidet sich vom ersten Angebot nur in der Wortstellung. Vier der fünf Aufzählungspunkte sind Wort für Wort identisch mit dem ersten Angebot. Abweichend ist genau ein Punkt: Statt zwei voreingestellten Modi nennt dieses Angebot drei Modi mit den Namen Nacht, Relax und Lesen. Leistung, Lichtstrom, Farbtemperatur, UGR-Wert, CRI-Wert, RG-Wert, Bridgelux-LED und Eaglerise-Netzteil stehen in beiden Angeboten gleich. Amazon-Angebot B0FWBYJ3R7, nicht verlinkt
- Produktseite im eigenen Shop des Markeninhabers zur Artikelnummer LX700193, EAN 4255719616479. Die Datentabelle nennt Leistung 100 W, Lichtstrom 7000 lm, Lichteffizienz 70 lm/W, Farbtemperatur 4000 K, Abstrahlwinkel 90 Grad, Antiblendeigenschaft UGR kleiner 16, Farbwiedergabe Ra größer 98, Flickerfrei ja, Lebensdauer 25.000 h, Schaltzyklen 100000, Eingangsspannung 220 bis 240 V AC, Netzfrequenz 50 bis 60 Hz, Montageart Steckmontage, Anschlussart Stecker, Material Metall und Kunststoff, Maße 365 x 630 x 2030 mm, Gewicht 9.600 g, Powerfaktor 0,9, Schalter Touch, Schutzklasse I, Schutzart IP20, Stoßfestigkeit IK04, Lichtstromerhalt am Lebensdauerende 6230 lm, Kabellänge 150 cm, Herstellergarantie 3 Jahre, Markenkomponenten BRIDGELUX und Energieeffizienzklasse F. Der Beschreibungstext kündigt drei voreingestellte Lichtmodi an, führt darunter aber nur zwei auf: Nachtmodus und Lesemodus. Ein Datenblatt zum Herunterladen bietet die Seite nicht an.
- Produktdatenblatt des Markeninhabers zur Artikelnummer LX700193 als PDF, mit Briefkopf, Anschrift, Telefonnummer und WEEE-Nummer des Unternehmens. Angaben: SKU LX700193, Farbe Weiß, Leistung 100 W mit 50 W Uplight und 50 W Downlight, Lichtstrom 7000 lm, Lichtfarbe neutralweiß, 4000 K, Farbwiedergabe CRI98, Abstrahlwinkel 90 Grad, Antiblendeigenschaft UGR kleiner 16, RG-Wert 0, Modi Nachtmodus, Ein-Aus, Lesemodus und Dimmbarkeit, Material Metall und Kunststoff, Temperaturbereich minus 10 bis plus 40 Grad Celsius, Lebensdauer 25.000 h, Kabellänge 150 cm, Eingangsspannung 220 bis 240 V, Netzfrequenz 50/60 Hz, Powerfactor 0,9, Schutz IP20 und IK04, Maße 365 x 630 x 2030 mm, EAN 4255719616479 und EPREL 2363402. Eine Energieeffizienzklasse nennt dieses Datenblatt an keiner Stelle, es verweist stattdessen auf die Registriernummer. Ein Entspannungsmodus taucht in der Modi-Zeile nicht auf.
- Bedienungsanleitung des Markeninhabers mit dem Titel ANLEITUNG LUXULA LX700192, LX700193, vier Seiten, mit Herstelleranschrift, Handelsregister und WEEE-Nummer. Der Text bezeichnet die Leuchte ausdrücklich als ECO Line und nennt Lebensdauer 25.000 h, Farbwiedergabe Ra98, Material Metall und Kunststoff, Schutzklasse I, Powerfactor 0,9, Schutz IP20 und IK04, Blendschutz UGR kleiner 16 und RG0, Kabellänge 150 cm. Die Modelltabelle auf Seite 1 führt LX700192 in Schwarz und LX700193 in Weiß mit je 50 plus 50 W und 7000 lm, gibt als Maße aber 300 x 640 x 1980 mm an, also die Maße der Vorgängerbaureihe. Die Maßzeichnung auf Seite 2 nennt 200 cm Höhe, 63 cm Breite und eine Bodenplatte von 47 mal 36,5 cm. Das abgebildete Touch-Feld hat fünf Tasten: UP Light, Mondlicht, EIN/AUS, Lesemodus und DOWN Light, jeweils mit erklärendem Satz. Ein Relax- oder Entspannungsmodus ist nicht vorhanden. Der Zusammenbau erfolgt in vier Schritten mit zweiteiliger Stange und Steckverbindern, das Netzkabel wird in eine Steckdose am Ständer eingesteckt.
- EU-Produktregister EPREL, Datensatz 2363402, Marke LUXULA, Modellkennung LX700193, eingetragen vom Markeninhaber in der Rolle Importeur, Inverkehrbringen 31. Juli 2025: Nutzlichtstrom 9000 Lumen, Leistungsaufnahme im Ein-Zustand 100 Watt, Energieeffizienzklasse F, netzbetriebene Lichtquelle MLS, ungebündelt NDLS mit Bezug auf die Vollkugel, Farbtemperatur 4000 Kelvin als Einzelwert, farblich abstimmbar nein, dimmbar ja, Farbwiedergabeindex 98, R9-Wert 98, Farbkonsistenz 6 Schritte, Leistungsaufnahme im Bereitschaftszustand 0,5 Watt, Verschiebungsfaktor 0,9, Flimmer-Messgröße Pst LM gleich 1, Stroboskop-Messgröße SVM gleich 0,4, Abmessungen 365 mal 630 mal 2030 Millimeter, Sockeltyp SMD, Blendschirm nein. Ein Lichtstromerhaltungsfaktor und ein Lebensdauerfaktor sind nicht eingetragen.
- EU-Produktregister EPREL, Datensatz 2230124, Marke LUXULA, Modellkennung LX700191, Inverkehrbringen 31. Januar 2025: Nutzlichtstrom 9000 Lumen, Leistungsaufnahme 100 Watt, Energieeffizienzklasse F, MLS, NDLS, 4000 Kelvin, CRI 98, R9 98, Farbkonsistenz 6, Bereitschaft 0,5 Watt, Pst LM gleich 1, SVM gleich 0,4, Abmessungen 300 mal 640 mal 1980 Millimeter. Bis auf die Abmessungen und das Datum des Inverkehrbringens sind alle lichttechnischen Werte identisch mit dem Datensatz der zweiten Artikelnummer. Unter der Marke LUXULA stehen insgesamt 419 Lichtquellen im Register, eingetragen von derselben Gesellschaft.
- Produktdatenblatt des Markeninhabers zur Schwester-Artikelnummer LX700191 als PDF, gleicher Briefkopf und gleicher Aufbau wie das Blatt zur LX700193. Angaben: SKU LX700191, Farbe Weiß, 100 W mit 50 W Uplight und 50 W Downlight, 7000 lm, 4000 K, CRI98, 90 Grad, UGR kleiner 16, RG-Wert 0, Material Aluminium, Lebensdauer 30.000 h, Maße 300 x 640 x 1980 mm, EAN 4255719607743, EPREL 2230124. Die Modi-Zeile dieses Blattes lautet Nachtmodus, Entspannungsmodus, Ein-Aus, Lesemodus und Dimmbarkeit und enthält damit einen Modus mehr als das Blatt zur LX700193.
- Bedienungsanleitung des Markeninhabers mit dem Titel ANLEITUNG LUXULA LX700190, LX700191, drei Seiten. Die Eigenschaftenliste nennt 4000 K, Lebensdauer 30.000 h, Ra98, Material Aluminium, Schutzklasse I, Powerfactor 0,9, IP20 und IK04, UGR kleiner 16 und RG0, Kabellänge 150 cm. Die Maßzeichnung gibt 640 mal 300 Millimeter für den Leuchtenkopf, 1986 Millimeter Höhe und eine Bodenplatte von 470 mal 310 Millimetern an. Das abgebildete Touch-Feld hat vier Tasten mit den Beschriftungen Moon light, On/Off, Relaxation und Reading, dazu den Satz, dass die Helligkeit per Berührung in einem Bereich von 10 bis 100 Prozent eingestellt wird. Der Zusammenbau erfolgt in fünf Schritten mit 11 Schrauben M4 mal 12 Millimeter, 2 Schrauben M4 mal 15 Millimeter, einem M4-Innensechskantschlüssel und einem 1,5-Meter-Netzkabel.
- Händlerlisting des besprochenen Modells auf einer Baumarktplattform, verkauft vom Markeninhaber selbst: Herstellerartikelnummer LX700193, EAN 4255719616479, Energieeffizienzklasse F, Lichtstrom 7.000 lm, Anzahl Lichtquellen 2, Leistung je Leuchtmittel 50 W, Lichtstrom je Leuchtmittel 7.000 lm, Bezeichnung Fassung LED fest verbaut, Material Gestell Metall, Material Glas und Schirm Kunststoff, Höhe 2.030 mm, Breite 365 mm, Länge 630 mm, Einsatzbereich Innen, Schutzart IP 20, Gewicht 12,8 kg, Lieferumfang Stehleuchte und Anleitung. Der Beschreibungstext nennt drei programmierte Modi mit den Namen Nacht, Relax und Lesen sowie eine Lebensdauer von 25.000 Stunden, während die Bildunterschrift derselben Seite 30.000 Stunden nennt. Eine Zeile Dimmbar fehlt auf dieser Seite.
- Händlerlisting der Schwester-Artikelnummer auf derselben Baumarktplattform, ebenfalls vom Markeninhaber verkauft: Herstellerartikelnummer LX700191, EAN 4255719607743, Energieeffizienzklasse G, Lichtstrom 7.000 lm, Anzahl Lichtquellen 1, Leistung je Leuchtmittel 100 W, Betriebsart Netzbetrieb, Lebensdauer Leuchtmittel 30.000 h, Material Gestell Aluminium, Höhe 1.980 mm, Breite 300 mm, Tiefe 640 mm, Einsatzbereich Innen, Schutzart IP 20, Gewicht 9,6 kg, Dimmbar ja, drei Lichtmodi Nacht, Relax und Lesen, Lieferumfang Stehleuchte und Bedienungsanleitung. Damit deklariert derselbe Anbieter an dieser Stelle Klasse G, obwohl er auf derselben Plattform für die Artikelnummer LX700193 Klasse F angibt und beide Registereinträge identischen Lichtstrom und identische Leistungsaufnahme tragen.
- Produktseite im Markenshop zur größeren Ausführung derselben Baureihe, Artikelnummer LX700195, ausdrücklich als Duo Line bezeichnet: Leistung 120 W, Lichtstrom 8500 lm, Lichteffizienz 70 lm/W, Energieeffizienzklasse F, Lebensdauer 30.000 h, Material Aluminium, Maße 300 x 660 x 2020 mm, Lichtstromerhalt am Lebensdauerende 7650 lm, alle übrigen Zeilen identisch mit der 100-Watt-Ausführung. Im EU-Produktregister steht dieselbe Modellkennung LX700195 mit 10500 Lumen bei 120 Watt und Klasse F. Damit wiederholt sich das Muster: beworbener Lichtstrom deutlich unter dem registrierten, deklarierte Klasse passend zum registrierten.
- Impressum des Shops, in dem die Marke LUXULA geführt wird: Betreiber ist dieselbe Gesellschaft, die im EU-Produktregister als Markeninhaberin und Registrantin der LUXULA-Datensätze eingetragen ist, mit identischer Anschrift in Jever. Damit ist belegt, dass dieser Shop nicht das Listing eines fremden Händlers ist, sondern der eigene Vertriebsweg des Markeninhabers, und dass die dort veröffentlichten Datentabellen Herstellerangaben sind.
- Abfrage des EU-Produktregisters im Produktbereich Lichtquellen nach der Marke LUXULA: 419 Datensätze, alle eingetragen von derselben Gesellschaft. Die Marke meldet ihre Leuchten also systematisch an, das Fehlen einer Registrierung ist bei diesem Anbieter nicht das Problem. Eine Kontrollabfrage mit einer erfundenen Marke liefert null Treffer, der Filter arbeitet also und die 419 sind kein Artefakt. EPREL-Suchabfrage, nur maschinell abrufbar
- Delegierte Verordnung (EU) 2019/2015 über die Energieverbrauchskennzeichnung von Lichtquellen, konsolidierte Fassung: Die Energieeffizienzklasse folgt aus Nutzlichtstrom geteilt durch Leistungsaufnahme im Ein-Zustand, multipliziert mit dem Faktor FTM. Die Klassengrenzen lauten A ab 210, B ab 185, C ab 160, D ab 135, E ab 110 und F ab 85 Lumen je Watt, darunter G. FTM beträgt 1,000 für ungebündelte netzbetriebene Lichtquellen, 0,926 für ungebündelte nicht netzbetriebene, 1,176 für gebündelte netzbetriebene und 1,089 für gebündelte nicht netzbetriebene.
- Verordnung (EU) 2019/2020 mit den Ökodesign-Anforderungen an Lichtquellen, konsolidierte Fassung, Anhang II: Seit dem 1. September 2021 gilt für LED-Netzspannungslichtquellen die Flimmer-Anforderung Pst LM kleiner oder gleich 1,0 bei Volllast und die Stroboskop-Anforderung SVM kleiner oder gleich 0,4 bei Volllast. Nach der Begriffsbestimmung der Verordnung bedeutet Pst LM gleich 1, dass ein durchschnittlicher Betrachter das Flimmern mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent bemerkt. Anhang I definiert MLS als Lichtquelle, die unmittelbar an Netzspannung betrieben werden kann.
Eigene Rechnung, Auslegung oder Zuordnung
- manufacturerDocCount steht auf 3. Gezählt sind die Produktseite im eigenen Shop des Markeninhabers, das Produktdatenblatt als PDF und die Bedienungsanleitung, jeweils zu der Artikelnummer, der wir dieses Angebot zuordnen. Datenblatt und Anleitung liegen auf dem Dokumentenserver einer Baumarktplattform, tragen aber Briefkopf, Anschrift, Handelsregister und WEEE-Nummer des Markeninhabers und sind deshalb Herstellerunterlagen.
- Die Zuordnung dieses Angebots zur neueren Artikelnummer ist unser Schluss und steht in keiner Quelle. Sie stützt sich darauf, dass das Angebot zwei voreingestellte Modi nennt und das Datenblatt dieser Artikelnummer genau zwei Lichtszenen führt, während Datenblatt und Anleitung der älteren Artikelnummer drei Szenen einschließlich Entspannungsmodus führen. Eine Artikelnummer oder EAN nennt keines der beiden Angebote.
- Die Feststellung, dass die Marke LUXULA zum Betreiber des verlinkten Shops gehört, ist unser Schluss aus drei Beobachtungen: der Weiterleitung von luxula.de auf diesen Shop, der Übereinstimmung des Impressums mit der im EU-Produktregister eingetragenen Markeninhaberin und der identischen Anschrift in Jever. Eine ausdrückliche Erklärung dazu gibt es auf keiner der Seiten.
- Die Rechnung 7000 Lumen geteilt durch 100 Watt gleich 70 Lumen je Watt ist unsere eigene Rechnung aus den beworbenen Zahlen. Die Zuordnung zu Klasse G stammt aus der Klassentabelle der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2015, nach der Klasse F erst bei 85 Lumen je Watt beginnt.
- Der Faktor FTM wurde nicht angewendet, weil der Registereintrag die Lichtquelle als netzbetrieben und ungebündelt führt und für diese Kombination der Faktor 1,000 gilt. Der Faktor 0,926 wäre nur bei nicht netzbetriebenen Lichtquellen anzuwenden und ist hier ausdrücklich nicht einschlägig.
- Die Gegenrechnung mit dem Faktor 1,176, also 70 mal 1,176 gleich 82,3 Lumen je Watt, ist unsere eigene Kontrollrechnung. Sie unterstellt den für netzbetriebene Lichtquellen günstigsten Faktor und zeigt, dass die Klasse F auch damit nicht erreichbar wäre.
- Die Rechnung 9000 Lumen geteilt durch 100 Watt gleich 90 Lumen je Watt und die daraus folgende Bestätigung der Klasse F ist unsere eigene Rechnung aus den Registerwerten. Der Registereintrag selbst weist die Klasse aus, den Rechenweg nennt er nicht.
- Die Angabe, dass eine Leuchte mit 100 Watt für Klasse F mindestens 8500 Lumen liefern müsste, ist unsere eigene Umstellung der Klassenformel und steht so in keiner Unterlage.
- Die Übertragung desselben Musters auf die 120-Watt-Ausführung, also 8500 Lumen geteilt durch 120 Watt gleich 70,8 Lumen je Watt gegen 10500 Lumen geteilt durch 120 Watt gleich 87,5 Lumen je Watt, ist unsere eigene Rechnung aus Shopangabe und Registereintrag der Schwestermodellkennung.
- Die Aussage, dass die getrennten Tasten für Up- und Downlight eine getrennte Regelung beider Lichtrichtungen erlauben, stützt sich auf die Erklärtexte im abgebildeten Bedienfeld der Anleitung. Dass die ältere Ausführung das nicht kann, ist unser Schluss aus ihrem Bedienfeld mit vier Tasten ohne Up- und Down-Symbol, kein ausdrücklicher Satz des Herstellers.
- Die Bewertung, dass die getrennte Auf- und Abstrahlung der nützlichere Unterschied ist und der entfallene Relax-Modus der geringere Verlust, ist eine redaktionelle Einschätzung und keine Herstelleraussage.
- Die Einordnung, dass UGR ein Wert für eine Installation und keine Geräteeigenschaft ist, ist lichttechnisches Allgemeinwissen und stammt nicht aus einer Unterlage zu diesem Gerät. Die Feststellung, dass die dafür nötigen Randbedingungen in keiner Herstellerunterlage stehen, ist unsere eigene Prüfung.
- Die Erläuterung, dass RG0 eine Risikogruppe nach EN 62471 und kein Filter ist, sowie der Hinweis auf die Prüfentfernungen von 200 Millimetern beziehungsweise dem Abstand mit 500 Lux sind unsere fachliche Einordnung der Norm. Ein Prüfbericht des Anbieters liegt nicht vor.
- Die Einordnung der eingetragenen Farbkonsistenz von 6 Schritten als weite Toleranz und der Hinweis, dass bei hochwertiger Bürobeleuchtung 3 Schritte üblich sind, ist unsere fachliche Bewertung und steht in keiner Unterlage zu diesem Gerät.
- Die Feststellung, dass die eingetragenen Werte Pst LM gleich 1 und SVM gleich 0,4 exakt den Grenzwerten der Verordnung (EU) 2019/2020 entsprechen, ist unser Abgleich zwischen Registereintrag und Verordnungstext. Die Deutung, dass die Zeile Flickerfrei aus der Shoptabelle dadurch nicht gestützt wird, ist unser Schluss. Dass der tatsächliche Wert besser sein kann, sagen wir ausdrücklich dazu.
- Die Jahresrechnung mit 0,5 Watt Bereitschaft mal 8760 Stunden gleich 4,4 Kilowattstunden sowie 100 Watt mal 8 Stunden mal 220 Arbeitstage gleich 176 Kilowattstunden sind unsere eigenen Rechnungen. Der Strompreis von rund 35 Cent je Kilowattstunde ist ein gekennzeichneter Annahmewert unseres Ratgebers und kein Tagespreis.
- Die Umrechnung von 7000 Lumen in rund 583 Lux auf 12 Quadratmetern ist eine reine Division ohne Abzüge für Wirkungsgrad, Abstrahlrichtung und Raumreflexion und damit eine Obergrenze. Die zweite Abschätzung mit Deckenreflexion von 70 bis 80 Prozent ist ebenfalls unsere Modellrechnung. Der Richtwert von 500 Lux für Büroarbeit ist eine allgemeine Planungsgröße und keine Herstellerangabe.
- Die Prozentangaben zum Lichtstromerhalt, also 6230 von 7000 Lumen gleich 89 Prozent und 6230 von 9000 Lumen gleich 69 Prozent, sind unsere eigenen Rechnungen aus der Shopangabe und den beiden im Umlauf befindlichen Lichtstromwerten.
- Die Auslegung von IP20 als Schutz gegen feste Fremdkörper ab 12,5 Millimetern und ausdrücklich ohne Wasserschutz folgt der Systematik der Schutzartkennzeichnung und ist keine Aussage des Anbieters.
- Die Feststellung, dass für den Aufbau keine Elektrofachkraft nötig ist, folgt aus den Angaben Steckmontage und Anschlussart Stecker in der Datentabelle sowie aus dem letzten Montageschritt der Anleitung, der das Einstecken des Netzkabels beschreibt. Ein fester 230-Volt-Anschluss ist damit ausgeschlossen.
- Die Preisangabe erfolgt ausschließlich als Klasse. Die Einordnung obere Mittelklasse bezieht sich auf die Preislage von Bürostehleuchten mit Up- und Downlight und auf keinen bestimmten Betrag. Dass die beiden Artikelnummern preislich nicht gleichauf liegen, ist eine Beobachtung ohne Nennung von Beträgen.
- Welche Angabe zu welcher Artikelnummer gehört, halten wir hier ausdrücklich auseinander: Die Klasse G steht auf dem Baumarktlisting der Artikelnummer LX700191, die Klasse F auf dem Baumarktlisting der Artikelnummer LX700193 und in der Tabelle des Markenshops zu LX700193. Eine Angabe des Markenshops zur Effizienzklasse der LX700191 haben wir nicht gefunden und behaupten deshalb keine.
Was offen bleibt
- Warum das EU-Produktregister für beide Artikelnummern 9000 Lumen führt, während sämtliche Verkaufsunterlagen desselben Anbieters 7000 Lumen nennen, ließ sich nicht klären. Beide Zahlen stammen vom selben Unternehmen. Welche der beiden gemessen wurde, sagt keine Quelle.
- Warum derselbe Anbieter auf derselben Handelsplattform für die eine Artikelnummer Klasse G und für die andere Klasse F deklariert, obwohl beide Registereinträge identische Werte tragen, bleibt offen. Ein sachlicher Grund ist in keiner Unterlage erkennbar.
- Die Aufteilung der 7000 Lumen auf Uplight und Downlight wird nirgends genannt. Alle Quellen nennen nur 50 Watt je Richtung. Ob der Abstrahlwinkel von 90 Grad für beide Richtungen gilt, steht ebenfalls nicht dort.
- Eine Lichtstärkeverteilung als LDT- oder IES-Datei wird nicht angeboten. Damit lässt sich die Beleuchtungsstärke am Arbeitsplatz nicht rechnen, sondern nur abschätzen, und der beworbene UGR-Wert von 16 lässt sich überhaupt nicht nachvollziehen.
- Für welchen Referenzraum, welche Reflexionsgrade und welche Montageanordnung der UGR-Wert von 16 gilt, sagt keine der drei Herstellerunterlagen. UGR ist ein Wert für eine Installation und keine Geräteeigenschaft, ohne diese Randbedingungen ist die Zahl nicht prüfbar.
- Ein Prüfbericht oder eine Prüfentfernung zur Risikogruppe RG0 nach EN 62471 fehlt. Die Einstufung ist bei einem diffus abstrahlenden weißen LED-Modul plausibel, belegt ist sie nicht, und als Blaulichtfilter bezeichnet ist sie falsch.
- Zum Verhalten beim Dimmen gibt es keine Angabe. Der eingetragene Flimmerwert gilt für Volllast. Ob die Leuchte gedimmt taktet und mit welcher Frequenz, steht in keiner Unterlage, obwohl gerade dort Flimmern sichtbar wird.
- Der Dimmbereich der neueren Ausführung ist nicht dokumentiert. Für die ältere nennt die Anleitung 10 bis 100 Prozent. Ob sich bei der neueren das Uplight vollständig abschalten lässt, während das Downlight weiterleuchtet, sagt keine Quelle.
- Ob die Leuchte ihre letzte Helligkeits- und Moduseinstellung nach dem Ausschalten speichert, wird nirgends erwähnt. Bei einem Touch-Feld ohne Rastung ist das eine tägliche Frage.
- Zum Netzteil nennt der Anbieter nur einen Markennamen ohne Typenbezeichnung, ohne Leistungsangabe und ohne Angabe, ob es im Fuß oder im Kopf sitzt. Ein Austausch im Servicefall lässt sich damit nicht einschätzen.
- Die Bauhöhe wird in drei Herstellerdokumenten mit drei verschiedenen Werten angegeben: 1980, 2000 und 2030 Millimeter. Für die Frage, ob die Leuchte unter eine niedrige Decke passt, ist das ein relevanter Unterschied.
- Das Gewicht wird mit 9.600 Gramm im Markenshop und mit 12,8 Kilogramm im Baumarktlisting derselben Artikelnummer angegeben. Welche Zahl das Gerät und welche die Versandeinheit beschreibt, ist nicht gekennzeichnet.
- Der angegebene Lichtstromerhalt am Lebensdauerende von 6230 Lumen steht allein in der Shoptabelle. Im Register ist für diese Leuchte kein Lichtstromerhaltungsfaktor eingetragen, eine Prüfgrundlage für die Zahl gibt es also nicht.
Geprüft und nicht erreichbar
- Die Domain luxula.de liefert über HTTPS keinen Inhalt: Der Verbindungsaufbau bricht beim Zertifikatsaustausch mit einem TLS-Fehler ab, obwohl die Adresse im Nameserver auf zwei gültige Adressen zeigt. Unverschlüsselt aufgerufen antwortet dieselbe Domain mit einer dauerhaften Weiterleitung auf den Shop des Markeninhabers. Eine eigene Markenseite mit Datenblättern existiert nicht.
- Die Domain luxula.com gehört nicht zu dieser Marke. Sie leitet dauerhaft auf eine Domainhandelsplattform weiter und führt keine Produktinhalte.
- Der Dateiserver, über den das Unternehmen nachweislich Datenblätter für andere Artikel ausliefert, beantwortet den Aufruf des Verzeichnisses und des Unterverzeichnisses für Datenblätter mit einer Zugriffsverweigerung. Versuchte Aufrufe unter den beiden Artikelnummern dieser Leuchte antworten mit einer Fehlerseite. Die Anleitung verweist für die neueste Fassung ausdrücklich auf die Firmenwebseite, dort ist jedoch kein Downloadbereich für Datenblätter erreichbar.
- Die Produktseite im Markenshop bietet keinen Download zu dieser Leuchte an. Der auf der Seite eingebundene Anhang gehört technisch zu einem anderen Artikel des Shops und beschreibt nicht diese Baureihe. Datenblatt und Anleitung zu dieser Leuchte waren ausschließlich über das Händlerlisting einer Baumarktplattform erreichbar.
- Die Programmierschnittstelle des EU-Produktregisters beantwortet Anfragen der Methode HEAD mit einer Zugriffsverweigerung. Alle Registerabfragen wurden deshalb mit vollständigen Abrufen und den beiden erforderlichen Kopfzeilen geprüft und lieferten den Statuscode 200. Dasselbe gilt für die Angebotsseiten, die auf HEAD mit dem Statuscode 405 antworten und auf einen vollständigen Abruf mit 200.